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Fallen Züge der S7 aus, ist Remscheid abgeschnitten

Pressemtteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Nach wiederholten Problemen auf der Strecke der S 7 und einer Häufung von Bürgerbeschwerden hat sich Sven Wolf gestern mit einem Schreiben an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gewandt. Das Schreiben Das Schreiben hat folgenden Wortlaut

Sehr geehrte Frau Matz, sehr geehrter Herr Castrillo,
bereits mehrfach haben wir uns zur Situation auf der Linie S7 ausgetauscht.
Nach Wechsel des Betreibers von Abellio zu VIAS wurde angekündigt, dass sich die Qualität und die Zuverlässigkeit verbessern werden. Leider kam es in den vergangenen Wochen zu erheblichen Verschlechterungen: Züge fielen aus oder waren unpünktlich, zudem wurden die Nutzerinnen und Nutzer nur unzureichend hierüber informiert. 

Wie Ihnen bekannt ist, verfügt die Stadt Remscheid nur über eine Bahnstrecke, die im Wesentlichen von der S7 bedient wird. Gerade aufgrund der erheblichen Verschlechterungen erreichten mich in den letzten Tagen viele Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern meines Wahlkreises. Die vorgetragen Kritik am VRR und dem beauftragten Eisenbahnverkehrsunternehmen teile ich ausdrücklich, denn fallen hier Züge der S7 aus, sind die Remscheiderinnen und Remscheider vom ÖPNV abgeschnitten. 

Bitte teilen Sie mir kurzfristig mit, welche Maßnahmen der VRR gegenüber dem EVU ergreifen wird, um künftige Ausfälle zu vermeiden und welche Zusagen VIAS ihnen gegenüber bereits gemacht hat. Ihrer Antwort sehe ich mit Interesse entgegen und habe mir wegen des großen öffentlichen Interesses erlaubt, den Brief Herrn Oberbürgermeister Mast-Weisz und der lokalen Presse zur Verfügung zu stellen.

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Kommentare

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Michael Reinhardt am :

Es ist sehr ärgerlich weil ich oft mit dem Zug nach Düsseldorf fahre . Normalerweise über Wuppertal aber da dies zurzeit nicht geht halt über Solingen und dann mit der S 1 weiter . Man steht hier am Bahnhof und wartet nix kommt . Also schnell nachhause und mit dem Auto fahren … warum kann die DB Nicht reagieren längere Züge einsetzten die diese Strecke dann durchfahren.. ich finde die Steifheit von den privaten und auch der DB unmöglich. 9 € Ticket und die kleinen Züge von vias sind oft überfüllt unpünktlich oder fallen ganz aus

Heinz Wäscher am :

Da der nächste Winter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Ende diesen Jahres ins Haus steht könnte es zum Betrieb der Triebfahrzeuge auf der Strecke zweckdienlich sein, wenn die bestehende Verkehrsinfrastruktur vor der kalten Jahreszeit auf eine einwandfreie Funktion hin überprüft wird. Es wäre peinlich wenn z. B. die Weichenheizungen wieder einmal nicht funktionieren würden. Eine eingefrorene Weiche kann sich unvorteilhaft auf den Zugbetrieb auswirken.

Dirk Schaefer am :

Maßnahmen,Zusagen...davon gab es die letzten 2 Jahre doch genug. Besser geworden ist aber rein überhaupt nichts.''Reparatur am Zug,technische Untersuchung am Zug,Reparatur an einer Weiche,Reparatur an einem Signal,Reparatur an der Strecke'' und natürlich der plötzliche Personalausfall sind Dinge,die man täglich in den Apps lesen kann,wenn man von der Arbeit doch einfach nur nach Hause möchte.Und das unabhängig von der Jahreszeit,dem jeweiligen Betreiber und denn ganzen Versprechungen aus Politik und anderen Institutionen. Sollte man dann doch mal in einem dann rappel vollen Zug seinen Zielbahnhof erreicht haben,beginnt die nächste Herausforderung: Fährt mein Bus denn überhaupt? Seit über einem halben Jahr ist die Stadtwerke RS nicht mehr in der Lage,den Fahrplan vollständig zu bedienen.Heute zum Beispiel 150! ausgefallene Fahrten auf 15 Linien.Diese Tatsache scheint in der Politik überhaupt nicht zu interessieren!?Dabei gibt es doch einen Aufsichtsratsvorsitzenden,dem die Belange der Bürger im ÖPNV so am Herzen liegen. Für mich persönlich entsprechen die 9€ monatlich,genau dem Wert des ÖPNV,denn er momentan hat.Und allen Autobesitzern wird klar gemacht,wollen sie pünktlich und zuverlässig irgendwo hin,so geht das nur mit dem Auto.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am :

Über die einseitige öffentliche Ankündigung der DB Regio, aufgrund von Mitarbeiterkrankmeldungen in den Leitstellen und bei Triebfahrzeugführer*innen, aktuell und für das kommende Wochenende SPNV-Betriebsleistungen komplett einzustellen, sind wir besorgt. Wir erhoffen als SPNV-Aufgabenträger, dass die DB Regio hierzu vorab den Dialog mit uns sucht und nicht im Alleingang entscheidet und kommuniziert. Unsere Erwartungen sind im Minimum ein Grundangebot für die Fahrgäste anzubieten und Komplett-Ausfälle zu verhindern bzw. zu kompensieren. (Pressemitteilung)

Stefan Holzhauer am :

Die Situation auf der Strecke ist völlig inakzeptabel, es fallen gefühlt mehr Züge aus, als fahren, der Rest ist verspätet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Angaben auf Webseiten und Apps falsch sind und Züge, die als fahrend angegeben werden, tatsächlich nicht fahren, oder unerwartet irgendwo anhalten und alle Fahrgäste rausschmeißen. Selbst wenn man den Betreiber VIAS anruft (weil einem die sogenannte "schlaue Nummer" des VRR nicht weiter helfen kann oder will), ist es äußerst schwierig, konkrete Auskünfte zu erhalten. Da VIAS die Strecke nun bereits seit Monaten betreibt und die Situation noch schlimmer ist, als zuvor bei Abellio, und keinerlei Ansatz einer Verbesserung zu bemerken ist, muss die Frage gestellt werden, wie die Verantwortlichen die Befähigung eines Streckenbetreibers prüfen, die Dienstleistung auch bereit zu stellen? Die ständig geäußerte Ausrede "kurzfristige Krankheit" kann man auch nicht so recht glauben, wenn auf der Bahnhofsanzeige angekündigt wird, der nächste Zug falle aus diesem Grund aus - und der dann pünktlich fährt. Man muss dann geradezu zwingend annehmen, dass entweder die Informationen falsch sind, oder einfach Ausreden, um eine miserable Geschäftsführung zu kaschieren. Wenn es eine Mobilitätwende geben soll und wenn mehr Personen der ÖPNV schmackhaft gemacht werden soll, ist die auf dieser Strecke durch die VIAS gezeigte Arbeitsverweigerung maximal kontraproduktiv. Das tut man sich als ÖPNV-Nutzer eine Zeit lang an, wenn man aber auf jeder einzelnen Fahrt (persönliches Erleben und Stunden an verschwendeter Lebenszeit) Zugausfälle und massive Verspätungen erdulden muss, die dann auch noch zu verpassten Anschlüssen führen, oder dass die Züge durch die Ausfälle dermaßen überfüllt sind, dass man das Fahrrad nicht mitnehmen kann (für das man selbstverständlich zuvor extra zahlen musste), nimmt man wieder das Auto.

SPD Remscheid am :

„Mit einer schnellen Besserung ist wohl nicht zu rechnen. Der VRR hofft aber auf eine langfristig bessere Versorgung auf der Linie der S 7 mit VIAS“, kommentiert Sven Wolf das Antwortschreiben des VRR, das er am gestrigen Tag erhielt und ebenfalls übersendet. „Jahrelang galt bei vielen öffentlichen Aufgaben: möglichst ‚billig‘ - das rächt sich nun leider. Die Leidtragenden sind die Bahnfahrer in unserer Region.“ „Die Gründe für die derzeitigen Ausfälle seien nach Angaben des VRR vielfältig und die meisten seien nicht VIAS zuzuschreiben“, so Wolf. Das seien in erster Linie technische Probleme. So sei in enormer Wartungsstau an den Fahrzeugen des Typs LINT41 bereits von Abellio an VIAG übergeben worden. Der Austausch der Powerpacks mache es nötig, Fahrzeuge über Wochen aus dem Betrieb zu nehmen. Ersatzteile hätten erst nach dem Schutzschildverfahren bestellt werden könnten mit Lieferzeit von mehreren Monaten. VIAS arbeite bereits mit Ersatzteilen aus anderen Verkehrsverträgen, damit die S 7 fahren könne, sowie mit ersatzweise eingesetzten Fahrzeugen der Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft. Ein weiterer Einsatz von Ersatzfahrzeugen scheitere an fehlender Fahrberechtigung der Fahrzeugführenden. Hinzu kämen personalbedingte Gründe: Weniger Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer als zuletzt bei Abellio beschäftigt, Urlaubspläne, die eingehalten werden müssten, und Krankheitsfälle aufgrund von Corona.„Da kommt einiges zusammen. Die Situation ist aber für Pendlerinnen und Pendler unbefriedigend. Das räumt der VRR auch in seinem Antwortschreiben ein“, betont Wolf. Der VRR vertraue auf die Kompetenz von VIAS, die Probleme längerfristig zu lösen, und verweise auf die Entlastung durch die im Herbst hinzukommende Linie R 47. "Der VRR spricht in seiner Antwort von ‚viel Zeit‘, die noch benötigt werde. Wir müssen wohl weiterhin in den sauren Apfel der Geduld beißen – wie schon allzu lange. Es wäre gut, wenn sich zumindest zum Herbst die Lage bessert“, meint Wolf. „So wie jetzt kann es jedenfalls dann nicht weitergehen. Hier hilft uns Bergischen leider nur, ständig die Mängel gegenüber dem VRR anzuzeigen.“

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am :

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat heute in einem Schreiben an die Regionalleitung DB Regio NRW, diese nochmal nachdrücklich auf die vertraglichen Verpflichtungen aus den Verkehrsverträgen hingewiesen. Trotz der konstruktiven Gespräche der letzten Tage und dem gemeinsam abgestimmten Fahrplangebot ab Anfang kommender Woche, drängt der VRR darauf, die Missstände kurzfristig und dauerhaft zu beheben. Im Sinne der Fahrgäste muss ein verlässliches Angebot die Daseinsvorsorge für die Fahrgäste gewährleisten. Eine Situation wie die Einstellung ganzer Linien, wie am letzten Wochenende, ist unter allen Umständen zu vermeiden.

Heinz Wäscher am :

Auf Wikipedia gibt es Folgendes zur DB AG zu lesen: (Zitat) Die Deutsche Bahn AG (...) ist ein bundeseigener Mobilitäts- und Transportkonzern mit dem Kerngeschäft Eisenbahn. Das Unternehmen ist als Aktiengesellschaft organisiert und befindet sich vollständig im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Unter dem Dach des DB-Konzerns bestehen rund 600 verbundene Unternehmen, darunter mehrere Eisenbahninfrastrukturunternehmen sowie eine Reihe von Eisenbahnverkehrsunternehmen. (Zitat Ende) Weiterhin bleibt abzuwarten, wie der neue Vorstand der DB AG für Infrastruktur, Herr Berthold Huber, seinen Job machen wird - und ob Herr Dr. jur. Volker Wissing (FDP) als Bundesverkehrsminister den nötigen Überblick über die einzelnen Geschäftsfelder der DB AG behält...

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