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Warum die katholische Kirche unter großem Druck steht

Da Programm der „Septembergespräche 2022“ in der Lenneper Klosterkirche steht. Die Veranstaltungsreihe der Katholischen Kirche in Remscheid entstand vor 26 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Katholikenrat Remscheid und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid. Beteiligt ist inzwischen auch der F(l)air-Weltladen Lüttringhausen. Themenschwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben, gesellschaftlichen Fragen und der Spiritualität in der gegenwärtigen Situation. Ein Büchertisch ist über den F(l)air-Weltladen an jedem Abend organisiert.  Alle Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen bitten die Veranstalter um vorherige Anmeldung unter E-Mail anmeldung@bildungswerk-wuppertal.de">anmeldung@bildungswerk-wuppertal.de. Spontane Teilnehmer/innen sind weiterhin herzlich willkommen. Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.

Norbert Lüdecke. Foto:  copyright_Uni Bonn.Montag, 5. September, 19 Uhr
SANIEREN ODER KASCHIEREN?
Der »Synodale Weg« und die Kirchenkrise

Der Missbrauch von Kindern durch Priester und noch mehr das offenkundige Versagen der Bischöfe im Umgang damit haben die katholische Kirche in eine tiefe Glaubwürdigkeitskrise gestürzt. KatholikInnen müssen sich für ihr Engagement in einer ständehierarchischen Kirche rechtfertigen, die selbstbewusste BürgerInnen kirchlich als Laienbittsteller bevormundet, an einer praktisch obsoleten Sexualmoral fest - hält, nicht-heterosexuelle Orientierungen und Identitäten ebenso ablehnt wie eine Gleichberechtigung von Frauen. Mit ihrem „Synodalen Weg“ wecken die deutschen Bischöfe Hoffnungen auf Reformen. Kann man ihnen glauben? Prof. Dr. Norbert Lüdecke ist emeritierter Professor für katholischen Kirchenrecht an der Universität Bonn und war zudem an den Universitäten Frankfurt und Münster tätig. Neben kirchenrechtlichen Beiträgen veröffentlichte er die vieldiskutierte Schrift »Die Täuschung. Haben Katholiken die Kirche, die sie verdienen?«.

Emmanuela Kohlhaus. Foto: copyright_Max Grönert.Montag, 12. September, 19 Uhr
DIE NEUE KUNST DES LEITENS
Wie Menschen sich entfalten können

Wer zeitgemäße Führungsmodelle sucht, denkt oft nicht zu-erst an die katholische Kirche. Schwester Emmanuela Kohlhaas kann das ändern. Als Organisationsberaterin kennt sie alle Facetten von Leiten und Führen. Als Nonne ist sie Teil der Kirche und erlebt dramatisches Leitungsversagen. Als Priorin leitet sie erfolgreich ein Benediktinerinnenkloster in Köln. Aus diesen Erfahrungen heraus spricht sie in ihrem Vortrag über moderne Formen der Leitung. Sie plädiert für eine Leitung, die Menschen sich entfalten lässt, Potenziale nutzt und Stärken fördert, die mit Krisen und mit Umbrüchen umgehen kann – egal ob in Familie, Firma oder Kirche. Sr. Dr. Emmanuela Kohlhaas ist Priorin der Benediktinerinnen in Köln. Sie hat einen Masterstudiengang in Organisationsberatung ab - solviert und ist als Supervisorin tätig. Vor ihrem aktuellen Buch »Die neue Kunst des Leitens« veröffentlichte sie zusammen mit Thomas Frings die Schrift »Ungehorsam. Eine Zerreiß - probe«

Michael Seewald. Foto: privat.Montag, 19. September, 19 Uhr
Dieselbe Kirche anders denken
Die katholische Kirche steht unter großem Druck, sich zu verändern.

Die Liste der Themen, über die gestritten wird, ist lang: die Rechte von Frauen, die Bewertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die Mitwirkung von Laien. Michael Seewald macht deutlich: Die Kirche könnte beweglicher sein, als sie sich derzeit gibt. Denn die Diskussion über Reformen bewegt sich in einem dogmatisch verengten Rahmen, der sich selbst als alternativlos katholisch setzt, aber in Wirklichkeit nur eine unter vielen Möglichkeiten darstellt, Theologie zu treiben. Dieser Vortrag zeigt, wie es der katholischen Kirche möglich ist, sich grundlegend zu reformieren und zugleich sie selbst zu bleiben. Prof. Dr. Michael Seewald ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster. Er erhielt als erster Theologe den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis. Neben seinem Buch zur Kirchenreform (2019), auf dem dieser Vortrag basiert, veröffentlichte er die Studie »Dogma im Wandel. Wie Glaubens- lehren sich entwickeln«

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Also ich bin froh, dass es Martin Luther gab. Die katholische Kirche beansprucht für sich, die alleinige Kirche zu sein. Die protestantische Kirche und andere werden nur als Religionsgemeinschaften angesehen. Würde der jüngste Tag jetzt eintreten, so würde sich der Herr die katholische Kirche als erstes "vorknöpfen". Mir erscheint eine Diskussionsreihe als wenig sinnvoll. Eine neue reformierte katholische Kirche hätte Sinn. Der Bruch mit der Katholischen Kirche, durch Heinrich VIII. hatte natürlich einen anderen Hintergrund. Der anglikanischen Kirche ist aber der Spagat gelungen von katholisch naher Liturgie und protestantisch naher Glaubenslehre.

Andreas Körber am :

Hallo Herr Koball, wie immer sind diese kircheninternen Diskussionen (egal in welcher Kirche) viel zu zaghaft und kommen darüber hinaus auch noch zu spät. Die christlichen Kirchen haben sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs schon vor Jahren ausgeklinkt. Wer glaubt heute noch über Frauenrechte diskutieren zu können, statt sie vollumfänglich zu gewähren, wer sich berufen fühlt einer immer kleiner werdenden Zahl von Gläubigen eine wie auch immer geartete Sexualmoral anempfehlen zu müssen, lebt hinter dem Mond. Von den nicht enden wollenden Mißbrauchsskandalen und ihrer Vertuschung durch die Amtskirche ganz zu schweigen. Auch die Anglikanische Kirch ist da nicht besser dran. Ich empfehle Ihnen mal dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=qZaTKr0Kepk Was wohl Martin Luther zu alldem sagen würde....?

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