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Zwölf bunte Schulkinder-Figuren sollen Autofahrer warnen

„Gerade in der dunklen Jahreszeit stelle ich immer wieder fest, dass Fußgänger, insbesondere Kinder schlecht gesehen werden. Da nützt auch ein Leuchtstreifen am Schultornister nicht viel. Zeigen Sie Mut und kleiden Ihr Kind auffällig mit heller oder sogar reflektierender Kleidung“, rät Polizeihauptkommissar Frank Herzhoff, Bezirksbeamter der Kreispolizeibehörde Wuppertal für den Remscheider Stadtteil Hasten. Gestern hatte er einen gemeinsamen Termin mit seinen Kollegen Stephan Keller und Michael Wenner von der Remscheider Polizeiunfallprävention sowie Bernd Schäfer, Geschäftsführer der Verkehrswacht Remscheid. Es galt, vor der Gemeinschaftsgrundschule Siepen an der Wolfstraße die zwölf Reflektionspuppen aufzustellen, die in der dunklen Jahreszeit schon an zahlreichen Schulen und Kindergärten aufgefordert haben, verstärkt auf die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu achten. An der Grundschule Siepen gibt es für diese Aktion gleich drei gute Grunde: Die Schule hat begonnen, I-Dötze müssen sich erst noch an ihren Schulweg gewöhnen, und der besteht an der Wolfstraße aus keinem separaten Bürgersteig, sondern lediglich aus einem mit weißer Farbe abgetrennten Asphaltstreifen der ohnehin schmalen Straße, den Pkw-Fahrer/innen auch schon mal verbotswidrig zum Ausweichen nutzen.

Gut also, dass die Schule Siepen über einen von Eltern gut organisierten Verkehrshelfer-Dienst („Elternlotsendienst“) verfügt. Frank Herzhoff: „Gerade morgens werden viele Kinder mit dem Pkw bis vor die Schule gefahren. Dabei entstehen für die Kinder zeitweise schwierige Verkehrssituationen.“ Sein Rat an die Autofahrer: „Parken Sie bitte entsprechend der gesetzlichen Vorgaben!“ Im Umfeld der Schule wurden zur Schulwegsicherung einige Haltverbote eingerichtet. Wer dort dennoch seinen Wagen abstellt – oder gar auf dem aufgemalten Gehweg – muss mit einer Verwarnung durch Polizei oder Ordnungsbehörde rechnen. Wenn sich ein Ordnungshüter mal in die kleine Seitenstraße „verirrt“…

Stephan Keller erschien es schon voir Jahren sinnvoll, das Bewusstsein der Autofahrer für die Sicherheitsbedürfnisse der kleinen Schulkinder, besonders im ersten Schuljahr, zusätzlich zu schärfen. Er hatte die Idee mitden  zwölf Kinder-Figuren aus Sperrholz, bunt angemalt, die überall dort, wo sie für fünf Tage aufgestellt werden, die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich ziehen. Und vielleicht bleibt die Warnung „Achtung, Schulweg!“ durch die Verkehrspuppen dann auch noch länger hinaus in Erinnerung.

Aber auch die Eltern können ihren Beitrag zur Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg leisten. Frank Herzhoff: „Gerade in der dunklen Jahreszeit stelle ich immer wieder fest, dass Fußgänger, insbesondere Kinder, schlecht gesehen werden. Da nützt auch ein Leuchtstreifen am Schultornister nicht viel. Zeigen Sie Mut und kleiden Ihr Kind auffällig mit heller oder sogar reflektierender Kleidung!“ Und: „Lassen Sie Ihr Kind abgesetzt von der Schule aussteigen. So kann es mit anderen Kindern einen Teil des Schulweges gemeinsam gehen. Das fördert die nicht nur die Kommunikation, sondern auch Freundschaften und Selbstständigkeit!“

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Kommentare

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Jürgen Koball am :

Ich war seinerzeit Schülerlotse. Kippdorfstr/Südstr., Südstr./Freiheitstr.. Ausbildung bei Hr. Latusseck. Den älteren Remscheidern, sicherlich noch ein Begriff. Ein Polizist aus echtem "Schrot und Korn". Die Aufgabe hat Spaß gemacht. Schmucke Uniform und ich kam später zum Unterricht und konnte früher gehen.

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