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Keine Zuschüsse, aber auch keine neuen Sirenen

Remscheid braucht flächendeckendes Sirenennetz“, erfuhren die Mitglieder des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit am 31. September 2021 von Sascha Ploch, Sachgebietsleiter der Berufsfeuerwehr Remscheid für die Bereiche Freiwillige Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz. Es sei davon auszugehen, dass für eine flächendeckende Warnung der Bevölkerung Remscheids ca.14 Sirenen mit einer Leistung von 2400 Watt benötigt würden, hieß es damals, was mit Kosten von 210.000 € verbunden sei. Geplant sei, im ersten und im zweiten Jahr je fünf Sirenenstandorte einzurichten und im dritten Jahr die übrigen vier. Aus dem „Förderprogramm zur Optimierung   des   Sirenenwarnnetzes“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für „Maßnahmen, die rückwirkend seit dem 1. Januar 2021 begonnen wurden (Vertragsabschluss) und bis zum 31. Dezember 2022 kassenwirksam abgeschlossen werden“, rechnete die Verwaltung damals mit einem Zuschuss von 10.850 € pro Sirenenstandort.

Entsprechend dem Beschluss des Rates der Stadt arbeitete die Verwaltung eine öffentliche Ausschreibung erstellt, die am 13. Dezember 2021 deutschlandweit veröffentlich wurde. Zum Submissionstermin am 2.1. 2022 lagen vier Angebote vor. Die Firma mit dem wirtschaftlichsten und kostengünstigsten Angebot erhielt den Zuschlag am 5. Januar. Und ab 14. Februar trafen sich Mitarbeiter der beauftragten Fachfirma und der beteiligten Fachdiensten der Stadt zu Ortsterminen. „Im Anschluss an jeden Ortstermin wurden die entsprechenden Förderanträge für jeden geplanten Sirenenstandort fristgerecht gestellt“, teilt die Verwaltung dem Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit zur Sitzung am 2q3. August mit. Zusatz: „Zum heutigen Zeitpunkt liegen keine Bescheide hierzu vor“.

„Wie das?“, fragte der Waterbölles gestern bei Sascha Ploch nach. Antwort: Im Fördertopf des Bundes sei nicht genug Geld gewesen für aller Anträge aus den Kommunen. Das habe auch die Anträge der Stadt Remscheid betroffen. Nun hoffe man auf neues Geld vom Bund für den Fördertopf und einen positiven Bescheid des Landes.

Montiert ist eine Sirene frühestens an einem und spätestens an bis drei Tagen. Installiert ist in Remscheid aber bislang noch keine einzige neue Sirene. Den ersten anvisierte Aufbautermin in der 21 Kalenderwoche (Ende Mai) hatte die Installationsfirma absagen müssen. Wegen Problemen mit osteuropäischen Zulieferern. Inzwischen habe die Firma jedoch die kurzfristige Ausführung der Arbeiten zugesagt, so Ploch.

Aufgrund von geänderten Eigentumsverhältnissen und aus technischen Gründen habe man den Sirenenstandort am Jägerwald aufgeben müssen, heißt es in der Vorlage zur Sitzung Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit am 23. August: „Dies bedingt, dass diese Sirene an die Trecknase ‚verschoben‘ werden und eine weitere Sirene auf der Hauptfeuer- und Rettungswache errichtet werden muss.“ Das wirke sich in den Bereichen Ueberfeld, Bökerhöhe, Trecknase, Leverkuser Straße und Kimmenau allerdings positiv aus:  Der Wirkungsgrad der Sirene am neuen Standort sei größer.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

In der Überschrift fehlt das kleine Wörtchen "noch"!

Lothar Kaiser am :

Wie Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan heute im Ausschuss für Ordnung und Sicherheit berichtete, hat die Lieferfirma der Sirenen weiterhin mit einem hohen Krankheitsstand und Lieferengpässen zu kämpfen. Die erste Sirene könne erst am 3. September zum Tag der Offenen Tür auf der Remscheider Feuerwache installiert werden. Wann alle bestellten Sirenen ausgeliefert seien, wisse gegenwärtig niemand. Unter Mangelverwaltung hätten derzeit im Lande auch viele andere Feuerwehren zu leiden.

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