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Auch Finanzausschuss für Umzug des Stadtarchivs zum Hasten

Mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen hat der städtische Finanzausschuss dem Rat der Stadt empfohlen, die frühere Aldi-Filiale an der Hastener Straße für zwanzig Jahre zu mieten und dorthin das bisher an der Honsberger Straße untergebrachte Stadtarchiv zu verlagern - zusammen mit dem derzeit auf drei Standorte verteilten Städtischen Kunstbesitz. Keine Mehrheit hatte zuvor der Antrag der SPD gefunden, das Archiv für weitere fünf Jahre am alten Standort zu belassen und in dieser Zeit ein „modernes Konzept“ zu entwickeln. Außer den SPD-Mitgliedern im Ausschuss hatte lediglich Wieland Gühne (W.I.R.) aus Gründen der Sparsamkeit für diesen Vorschlag gestimmt. Die jährlichen Mehrkosten durch den neuen Standort bezifferte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann gestern mit 25.000 Euro.

„Seit zehn Jahren existiert der Grundsatzbeschluss des Rates, in Hasten ein Historische Zentrum einzurichten. Und jetzt endlich haben wir die Chance, ihn zu verwirklichen“, warb Karl Heinz Humpert für das Aldi-Gebäude ganz in der Nähe des Deutschen Werkzeugmuseums. Eine Chance, die so schnell nicht wiederkomme. Und auch Beatrice Schlieper (Grüne) war sich sicher: „Vieles spricht für einen Umzug!“ Denn das Gebäude an der Honsberger Straße sei marode und biete für fünf Jahre überhaupt nicht genug freie Archivfläche, ergänzte Henkelmann, der auch schon im Kulturausschuss für den Umzug geworben hatte. Investitionen in das Gebäude an der Honsberger Straße seien daher nicht sinnvoll; auch aus finanztechnischer Sicht sei die Anmietung des früheren Aldi-Gebäudes für zwanzig Jahre die bessere Lösung, betonte Humpert. Und die Mehrheit des Ausschusses sah es genau so.

Im SPD-Antrag „Status quo für fünf Jahre sichern“ hatte die SPD vorgeschlagen, in dieser Zeit  eine „Zukunftsperspektive für das Archiv“ zu entwickeln, ein „Konzept, das sowohl die inhaltliche wie die organisatorische, aber auch personelle Ebene optimiert“. Diese indirekten Vorwürfe, das Stadtarchiv sei unmodern, konnte der Leiter des Historischen Zentrums, Dr. Urs Diederichs, nicht unwidersprochen lassen. „Das trifft mich in meiner Ehre. Anderswo wird unser Archiv als vorbildlich bezeichnet.“ Hans Peter Meinecke (SPD) mit ironischem Unterton: „ Das Remscheider Archiv ist das beste in ganz Nordrhein-Westfalen“.

Ich meine: Es gibt nichts, was nicht noch besser gemacht werden könnte. Das gilt ganz sicher auch für das Stadtarchiv. Wer aber wie die Remscheider SPD eine inhaltliche, organisatorische und personelle Optimierung fordert, muss auch sagen, wo er die derzeitigen Schwachstellen sieht. Tut er dies nicht, darf er sich über Empörung nicht wundern. Ironie ist dann genau die falsche Reaktion. Tacheles reden – oder schweigen!

Derzeit hat das städtische Archiv noch zwei Standorte: Im historischen Rokoko-Wohnhaus Cleff sind alte Fotos, Karten und Pläne, alte Zeitungen und eine Bibliothek untergebracht; hier können Interessierte schmökern und recherchieren. In der Außenstelle an der Honsberger Straße befinden sich vor allem die Verwaltungsakten der Stadt Remscheid und der bis 1929 selbständigen Städte Lennep und Lüttringhausen.

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waterboelles.de am : Künftiger Standort des Archiv weiter in der Schwebe

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Die jüngsten Beschlüsse im Kultur- und Finanzausschuss ließen vermuten, dass der Tagesordnungspunkt „“Räumliche Unterbringung des Stadtarchivs“ in der gestrigen Ratssitzung in einer Minute abgehandelt sein würde. War er denn auch. Aber anders, als erwarte

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