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Die SPD will Beate Wilding weiter als Oberbürgermeisterin

Der neue UB-Vorsitzende Lothar Krebs. Foto: L. KaiserLothar Krebs (65), SPD-Ratsmitglied und Bürgermeister, ist der neue Vorsitzende des SPD-Unterbeztirks Remscheid. Auf dem Unterbezirksparteitag im Honsberger „Lindenhof“ wurde er gestern erwartungsgmäss gewählt: 87,5 Prozent der anwesenden Mitglieder, die ihre Stimme, stimmten mit Ja. Bei Beate Wilding waren es 95 Prozent, bei Luigi Costanzo 84 Prozent. Allesamt deutliche, achtbare Mehrheiten. Im Mittelpunkt des Abend standen jedoch nicht die Wahlen, sondern die (überfällige) Reaktion der SPD-Spitze auf die jüngsten Anwürfe von Remscheider Unternehmern gegen die Oberbürgermeisterin.

Nachdem diese sich am 3. April in einer spontan einberufenen Pressekonferenz selbst zur Wehr gesetzt hatte, folgte gestern auch vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans Peter Meinecke die notwendige unmissverständliche Replik. Am Ende seiner Rede stand die klare Aussage: „Wir wollen Beate Wilding weiter als OB, wir wollen die stärkste Fraktion werden in Rat und BV. Denn wir sind die verlässliche politische Kraft in Remscheid. Dafür will ich mich weiter einsetzen.“

Beate Wilding. Foto: Lothar KaiserDank sprach Meinecke der Oberbürgermeisterin aus für ihren Eimsaz um das Bahnhofsprojekt, der Kernprojekt der Regionale 2006. Dieser Einsatz sei „weder von den Medien noch von der heimischen Wirtschaft gewürdigt worden. Im Gegenteil, kaum war das von der konservativen Mehrheit unter Führung der CDU und ihrem Beigeordneten angerichtete Chaos wieder durch die Aktivierung des alten Investors beseitigt, hagelte es schon wieder Kritik am Umsetzungsverfahren.“ Es sei Beate Wilding zu verdanken, dass „heute die Baumaschinen und die ersten Wände zu sehen sind.  In der Umsetzung des Schaufensters der Remscheider Wirtschaft hingegen haben die Hauptkritiker aus den Wirtschaftskreisen bewiesen, wie viel sie für Remscheid auf die Beine stellen können – nämlich nichts!“

Hans Peter MeineckeUnd dann nahm sich Meinecke unter dem Stichwort „Kommunikationskultur zwischen allen Beteiligten“ die Kritiker der OB zur Brust: „Was hier in Remscheid seit einigen Wochen passiert, ist keine Kommunikationskultur, sondern die Pöbelei einer ganz kleinen Gruppe der Bevölkerung, nämlich einiger leitender Angestellter von Remscheider Firmen, auch Unternehmer genannt, gegen die OB und gegen die politischen Repräsentanten unserer Stadt. Es ist unerträglich, was sich hier einige Herren erlaubt haben und ich fürchte weiterhin erlauben werden. In einer beispiellosen Macho-Art beleidigen sie die OB, insbesondere der Geschäftsführer Kühn der Fa. Erbschlöh tut sich hervor,  indem er Berufe, die von vielen hunderttausenden Mitbürgern im Lande ausgeübt werden, als minderwertig und nicht akzeptabel für öffentliche Ämter darstellt. Wir stellen uns vor unsere Oberbürgermeisterin. Sie ist die richtige Frau an diesem Platz. Es ist keine Schande sich aus kleinen Verhältnissen hochgearbeitet zu haben. Im Gegenteil, es zeichnet sie aus!“

Tatsache sei, dass auf Grund der bestehenden Verhältnisse in unserem Staat nicht alle, die dazu fähig wären, studieren können“, fuhr der SPD-Fraktionsvorsitzende fort. Leider müsse man auch heute noch in vielen Fällen „mit dem goldenen Löffel im Munde geboren sein“, um eine den persönlichen Fähigkeiten angemessene Hochschulausbildung absolvieren zu dürfen (es sei die konservative Regierung gewesen, die Studiengebühren eingeführt habe). Und damit zurück zu den OB-Kritikern: Vor Dummheit schütze auch ein Studium nicht. „Diese Kennepohl-boygroup aus Remscheider Unternehmen ist nicht nur unverschämt, sie ist dumm und unerträglich, aber was wirklich noch schlimmer ist, ich habe den Eindruck: sie ist undemokratisch.“ Meineckes Botschaft an die Manager: „Kommunale Wirtschaftsförderung ist kein Selbstzweck und kein Selbstbedienungsladen örtlicher Unternehmen, sondern sie ist eine der Siche­rung und Schaffung von nachhaltigen Arbeits- und Ausbildungsplätzen verpflichtete Politik.“

Mit dem besonnenen Teil der Remscheider Unternehmerschaft ist die SPD aber weiterhin zum Dialog bereit. Und das machte Meinecke gestern klar: „Ich bin gerne bereit mit den vernünftigen Unternehmern, die Remscheid in überreichem Maße hat, zu sprechen um zu sauberen Lösungen zu kommen und gemeinsam für Remscheid zu kämpfen. Wir haben diese Woche über die IHK die Remscheider Unternehmer zu einem wie ich hoffe, vernünftigen und Ziel führenden Gespräch eingeladen. Remscheider Sozialdemokraten haben nie das Wohl Remscheids aus den Augen verloren.“

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Chronist am :

Von 66 ordentlichen Delegierten waren gestern 64 Delegierte anwesend. Die Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden Beate Wilding erfolgt in einer verbundenen Einzelwahl, d.h. beide Bewerber stehen mit den Möglichkeiten "JA", "NEIN" und "ENTHALTUNG" auf einem Stimmzettel. Die Zahl der abgegebenen Stimmen für jede der beiden Wahlen ergibt sich dann aus der Summe der abgegebenen "Stimmen". Bei Beate Wilding wurden 61 Stimmen abgegeben, wovon 60 mit JA und 1 mit ENTHALTUNG stimmte. Dies vorausgeschickt, errechnet sich ein Zustimmungsgrad von 60/61tel oder 98,4 %.

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