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Gestaltungsmehrheit will Photovoltaik auf Deponie

Zu den Sitzungen des Hauptausschusses und Ausschuss für nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung und Finanzen am 22. September und des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung und Klimaschutz am 18. Oktober haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP den Antrag gestellt, der Rat der Stadt Remscheid möge beschließen, dass nach der Renaturierung auf dem Grundstück der ehemaligen Deponie Solinger Straße eine Photovoltaik-Anlage errichtet wird. Des Weiteren solle fortlaufend nach weiteren geeigneten Grundstücken für Photovoltaik-Freiflächen gesucht und Gespräche mit Eigentümern solcher Grundstücke geführt werden.

Begründung: “In 2020 starteten die Stadtwerke Remscheid mit einer Untersuchung möglicher Photovoltaik-Freiflächen in Remscheid. In enger Abstimmung mit dem Umweltamt sowie den Technischen Betrieben Remscheid werden und wurden Freiflächen für Photovoltaik-Anlagen geprüft. In der Sitzung des Hauptausschusses am 25. April wurde über den aktuellen Sachstand der Suche nach potenziellen Freiflächen für Photovoltaik-Anlagen berichtet. Dabei stellte sich als realistische Fläche das Gelände der Deponie Solinger Straße heraus. Die Nachnutzung des Geländes nach der Renaturierung ist seit vielen Jahren Gegenstand von Diskussionen und Überlegungen. Die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage als ein Baustein der Nachnutzung ist sehr sinnvoll und sollte der weiteren Entwicklung der Fläche nicht entgegenstehen. Nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine zeigt uns eindringlich, dass wir in Sachen Energiegewinnung unabhängiger von Importen fossiler Energien werden müssen. Die Umstellung vieler Bereiche von fossiler Energie auf Strombetrieb führt zu einem erhöhten Strombedarf. Dezentrale und erneuerbare Energielieferanten wie Photovoltaik-Anlagen bieten hier einen wichtigen Bestandteil zur Versorgungssicherheit.”

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Kommentare

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Wolfgang Luge am :

Der Antrag des Fraktionsbündnisses zur Nutzung der Deponie und ihre Anträge zum Ausbau der Fotovoltaik auf städtischen Dachflächen verzahnt sich nun an der richtigen Stelle. Die Voraussetzungen im Deponiebereich wurden bereits 2012 (!), festgestellt und die Überprüfung der ersten 15 Dachflächen im Hinblick auf die statischen Gegebenheiten wird nun wohl abgeschlossen sein, so dass ein Bürgerschaftsmodell wie angedacht starten könnte - starten muss. Vor dem Hintergrund der energetischen und klimatischen Herausforderungen. Zwanzig interessierte Bürger*innen warten auf die Offenlegung der städtischen Pläne und weitere wären durch eine offensive Öffentlichkeitsarbeit der Kommune zum Mitmachen zu bewegen....

Chronist am :

Photovoltaik-Freiflächenanlagen erzeugen pro Hektar jährlich bis zu 500.000 Kilowattstunden Strom. Auf einer so großen Fläche wie der ehemaligen Deponie an der Solinger Straße kann das schon ins Gewicht fallen. Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Die Stadtwerke sind seit 2020 auf der Suche nach potenziellen Freiflächen für Photovoltaik-Anlagen. Dabei stellte sich das Gelände der Deponie Solinger-Straße als realistische Fläche heraus. Die Nachnutzung des Geländes nach der Renaturierung ist seit vielen Jahren Gegenstand von Diskussionen. Die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage als ein Baustein der Nachnutzung ist äußerst sinnvoll und sollte der weiteren Entwicklung der Fläche nicht entgegenstehen. Daher sollte dies aus unserer Sicht jetzt beschlossen und umgesetzt werden.“ Sven Chudzinski, Fraktionsvorsitzender der FDP: „Wir verfügen weiterhin über viel zu wenig erneuerbare Energiequellen. Deshalb müssen wir kontinuierlich neue Areale für Photovoltaik-Freiflächen suchen und Verhandlungen mit Eigentümern führen, um das Thema dringend nach vorn zu bringen. Es ist jetzt Zeit zu handeln, das erleben wir momentan so deutlich wie noch nie. Erneuerbare Energien können helfen, Strom wieder bezahlbar zu machen. Darum sollten wir nichts unversucht lassen und dem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken und auch mit mehr städtischen Engagement aktiv werden.“ David Schichel, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN: „Ehemalige Mülldeponien bieten sich als Nutzfläche für Freiflächenanlagen an, da die Möglichkeiten der Nutzung dort sehr begrenzt sind. Wir haben also mit der ehemaligen Deponie ein geeignetes Areal in der Stadt, das wir nutzen sollten. Die Umstellung vieler Bereiche von fossiler Energie auf Strombetrieb führt zu einem erhöhten Strombedarf. Dezentrale und erneuerbare Energieträger wie Photovoltaik-Anlagen bieten hier einen wichtigen Bestandteil zur Versorgungssicherheit. Über die Freiflächen hinaus sollten wir jedoch auch die Nutzung von Dächern und Fassaden dringend vorantreiben, da diese weniger konfliktträchtig in Bezug auf Umweltbelange sind.“

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