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Stadt hat 80.650 Euro übrig für Expo Real 2006

Die Stadt Remscheid muss zwar an allen Ecken und Enden sparen, weil sie praktisch pleite ist. Aber die Beteiligung am Gemeinschaftsstand „Bergisches Städtedreieck“ auf der „Expo Real“ vom 23. bis 25. Oktober dieses Jahres in München ist ihr dennoch 80.650 Euro wert. Dem entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung stimmte der Finanzausschuss heute bei einer Gegenstimme (Beatrice Schlieper von den Grünen) zu.

Seit 2002 präsentieren sich Wuppertal, Solingen und Remscheid auf der Münchner Gewerbeimmobilienmesse als bergischer Wirtschaftsstandort. Diese Präsentation gewinne „als erste Anlaufstelle für Investoren kontinuierlich an Bedeutung“, so die Verwaltung. Sie sei ein „elementarer Baustein der Standortvermarktung im sich zunehmend verschärfenden Standortwettbewerb“ und ziele ab auf „Investoren, Käufer und Mieter für Gewerbeflächen, Altstandorte und Leerstände“. Ob es aufgrund der bisherigen vier kostspieligen Präsentationen in München jemals zu einem Vertrag gekommen ist, der in Remscheid zu einer Gewerbeansiedlung und neuen Arbeitsplätzen gekommen ist, wurde in der Finanzausschuss-Sitzung von der Verwaltung nicht gesagt – aber von der Politik auch nicht nachgefragt. Dabei war offensichtlich in den meisten Fraktionen Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Messe-Beteiligung aufgekommen. Hans Peter Meinecke: „Auf Heller und Pfennig gerechnet lohnt sie sich wahrscheinlich nicht!“ – Beatrice Schlieper: „Was wollen wir dort eigentlich zeigen. Wieder computeranimierte Filme? Es fehlt ein schlüssiges Konzept!“ – Karl Heinz Humpert: „Wir haben auch über einen Ausstieg diskutiert. Aber ausgerechnet im Abschlussjahr der Regionale 2006 wäre das nicht sehr geschickt!“

Hinzu kommt, dass die Stadt Remscheid bei den Nachbarstädten Wuppertal und Solingen im Wort steht. Es gebe zwar noch keine festen Verträge, versicherte Baudirektor Helmt Kennepohl, aber … „wenn wir jetzt abspringen, vergrätzen wir die Nachbarn“, ergänzte Meinecke. Er wünschte sich im übrigen eine intensivere Zusammenarbeit der bergischen Großstädte bei der Suche nach Investoren. „Da reicht ein Gemeinschaftsstand auf Dauer nicht!“

Der Gemeinschaftsstand der bergischen Großstädte wird mit 121 Quadratmetern  rund 30 Quadratmeter kleiner ausfallen als in den Vorjahren (so werden Preiserhöhungen der Messe kompensiert). Zum Vergleich: das Ruhrgebiet („Metropole Ruhr“) wird sich auf 700 Quadratmetern präsentieren. Auch wegen der exorbitant gestiegenen Messepreise schloss Kennepohl für 2007 einen Verzicht auf einen bergischen Gemeinschaftsstand nicht aus.

Meine Meinung: Der wäre aus Kostengründen schon in diesem Jahr angebracht gewesen – und auch möglich, wenn man darüber im Ausschuss ein paar Monate früher gesprochen hätte. Merke: 80.650 Euro – das sind die Mehrkosten, die bei einem Umzug des Archivs zum Hasten dort in den nächsten dreieinviertel Jahren anfallen.

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Kommentare

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Chronist am :

Die Stadt kann das Geld für die ExpoReal ausgeben. Der Rat der Stadt stimmte am 22. Juni zu. Was die früheren Beteiligungen Remscheids an dieser Immobilienmesse gebracht hätten, will Baudezernent Kennepohl der "grünen" Beatrice Schlieper nun schriftlich geben, nachdem er es mündlich schon einige Male vergeblich versucht habe. "Vielleicht verstehen Sie es dann besser". So rauh kann der Ton eines Verwaltungsbeamten gegenüber einer Kommunalpolitikerin sein - wenn die Nerven angespannt sind.

Chronist am :

Auf eigenen Wunsch werde die Projektgesellschaft HBB auf der Expo Real in München ein Modell des Hauptbahnhofs Remscheid präsentieren, kündigte gestern im Hauptausschuss Baudezernent Kennepohl an.

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