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Denkmalschützer stimmten moderner "Theaterbank" zu

Sitzbank am Theater könnte zum Dauerbrenner werden“, kommentierte der Waterbölles am 2. September 2019. Und zitierte aus dem Kulturausschuss: „Angesichts des erheblichen finanziellen Aufwands, für den zudem derzeit keine Haushaltsmittel etatisiert sind, als auch mit Blick auf die im Rahmen der bisherigen Beratung der Angelegenheit in den Gremien zur Sprache gekommenen Bedenken und Vorbehalte gegen die Schaffung einer solchen Sitzgelegenheit, ist der Vorschlag entstanden, die Akzeptanz und Praktikabilität einer Sitzbank im Wege einer dreimonatigen Testphase festzustellen. Hierzu könnte eine – auf Dauer an dieser Stelle nicht genehmigungsfähige – Standardbank durch die TBR installiert werden.“ Dabei hatte es sich um ein Angebot der Initiative My Viertel und der Diakonie im Kirchenkreis Lennep gehandelt. Zuvor hatte die Verwaltung auf das „mit der Unteren Denkmalbehörde als genehmigungsfähig" abgestimmte Bankmodell ‚Tapir‘ der Fa. tradedesign aus Bremen verwiesen – und auf die Kosten von 6.000 € inkl. Aufstellung und Fundament.

Jetzt weiß die Politik, was sie damals nur ahnte: Auch unter Beachtung des Denkmalschutzes geht es preisgünstiger! Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 13. September: „Die seit Herbst 2019 auf dem Theatervorplatz des Teo Otto Theaters zur Probe aufgestellte provisorische Sitzbank wird durch das mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmte Modell ersetzt, das beim sogenannten Probesitzen verschiedener Sitzbankmodelle im Herbst 2020 auf der Alleestraße im Rahmen des Projekts 'Revitalisierung Innenstadt' beteiligt war. Die damit verbundenen Aufwendungen in Höhe von 1.516,06 € werden aus dem zur Verfügung stehenden Budget ‚Schönerer Stadtteil‘ finanziert.“ Den Aufwand für den Erhalt des optischen Erscheinungsbildes durch Reinigung, Anschleifen und Ölen schätzen die TBR auf jährlich ca. 400 Euro.

Wegen des im März 2020 beginnenden 1. Corona-Lockdowns war der Theatervorplatz lange Zeit kaum mehr besucht. Erst später konnte die Theaterverwaltung feststellen, dass die Testbank „speziell von mobilitätseingeschränkten Personen oft und gern für eine kurze Pause auf dem Weg vom und zum Alleecenter genutzt wird, (…) an Vorstellungsabenden in der warmen Witterungsperiode auch gern von Teilen des Theaterpublikums“. Im Ergebnis kommt die Verwaltung daher nunmehr zu dem Schluss, es bestünden „keine Bedenken gegen die dauerhafte Installation einer Sitzbank auf dem Theatervorplatz“, sondern „im Gegenteil überwiegen die positiven Aspekte weit“. Und siehe da: Unter den im Herbst 2020 auf der Alleestraße getesteten Sitzbankmodelle fand sich eines, „das den seitens der unteren Denkmalbehörde erhobenen Anforderungen einer Bank vor dem denkmalgeschützten Theatergebäude weitgehend entspricht: Der feste Aufbau dieser Bank ist mit den von den TBR zusammengestellten Kosten von ca. 1.500 € verbunden – und damit ganz erheblich günstiger als die ca. 6.000 € für das ursprünglich favorisierte Modell.“ Das also soll nun angeschafft werden. Die in der Vorlage angegebenen Kosten von 1.500 Euro beziehen sich allerdings lediglich auf die Umsetzung der Bank zum Theater. Die Bank befindet sich seit dem "Probesitzen" auf der Alleestraße bereits im Besitz der Stadt. Was sie damals gekostet hat, hat der Waterbölles im Rathaus angefragt: 2.170 €.

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