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Ein 'Leuchtturm-Projekt' für Stachelhausen wäre ideal

„Gibt es noch Chancen für unseren untergehenden Stadtteil?“ war am vergangenen Freitag eine Diskussionsrunde in der Denkerschmette überschrieben, zu der der „Bürgerkreis Stachelhausen“ eingeladen hatte. Eine, wie Dr. Rainer Frantzen, der Inhaber der gleichnamigen Brennerei und Vorsitzende des Museumsvereins “Destille Frantzen“, sich ausdrückte, „Gruppe von Bürgern ohne feste Struktur, Lobby und Netzwerk“, die seit zwei Jahren „die Sorge umtreibt, dass sich die Situation im Stadtteil zwischen Freiheitstraße und Honsberg bzw. Kremenholl in absehbarer Zeit nicht bessert“. Sie habe sich  in den vergangenen 15 Jahren aus den verschiedensten Gründern deutlich verschlechtert.  Das macht Frantzen nicht nur als Anwohner, sondern auch als Geschäftsmann Kopfzerbrechen: „Mit unseren Produkten sind wir auf ein angenehmes Umfeld angewiesen, sonst bekommen wir die Qualität der Produkte nicht richtig vermittelt. Zugleich können mittelständische Unternehmer ihren Standort aber nicht so einfach verlagern."

Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Archivfoto: Lothar KaiserDas Problem in Stachelhausen, das Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein an diesem Abend bestätigte: Während es die Stadt beim nunmehr anlaufenden „Stadtumbau West“ (erste Planungsgelder sind bewilligt) in Honsberg und Kremenholl überwiegend mit Wohnungsbaugesellschaften zu tun hat, die ein Interesse daran haben, ihre Wohnungsleerstände abzubauen, sind in Stachelhausen die meisten Häuser in Privatbesitz. Frantzen: „Und den Besitzern fehlt das Geld für eine Modernisierung.“ Wie also diese „Spirale nach unten“ unterbrechen? Frantzen stand auf dem Standpunkt stand, erst wenn sich mit Fördergeldern die Infrastruktur verbessert habe, würden private Investitionen folgen. Sonnenschein dagegen meinte, Stadt und Bürger, hier speziell die Hausbesitzer, müssten die Projekte gemeinsam anpacken, müssten in einen Dialog miteinander kommen. Um den zu befördern, hat die Stadt bei Michael Happe vom Essener „Büro für Kommunal- und Regionalplanung" eine Befragung der Hauseigentümer in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen bis zum Ende der Sommerferien vorliegen. Sonnenschein: „Wir wollen die Mitwirkungsbereitschaft testen!“ Auch ein Management des Wohnungsleerstands im Viertel sei im Zuge des „Stadtumbau West“ vorgesehen. Grundsätzlich komme es darauf an, so der Stadtplaner weiter, „den großen Wurf im Auge zu behalten, aber mit kleinen Schritten zu beginnen. Ideal wäre natürlich ein ‚Leuchtturm-Projekt’!“

Einige Beispiele dafür, dass die Stadt sich über das künftige Aussehen des Stadtteils schon Gedanken gemacht hat:

  • Auf dem Grundstück des jetzigen „Kaufpark“ (Ecke Alexanderstraße / Honsberger Straße), das demnächst verkauft werden soll und auf dem der Supermarkt bis 2014 ein Bleiberecht hat, soll es auch künftig einen (wenn möglich noch attraktiveren) Supermarkt („Vollsortimenter“) geben. Denn aufgefallen ist Bürgern und Planern, dass der neue Edeka-Supermarkt auf Hasten den Kaufpark-Filialen in Stachelhausen und Vieringhausen Kunden abgeworben hat.
  • Die Böschung zwischen der Trasse des Werkzeugs und der Alexanderstraße soll ansehlicher werden.
  • Zwischen der Trasse und der Brennerei Frantzen (nahe dem BfB-Kesselwagen, der dort kürzlich aufgestellt worden ist),  steht demnächst ein Grundstück zur gemeinsamen Überplanung zur Verfügung.
  • Die Stadtwerke beabsichtigen, die frühere Zulassungsstelle und das frühere Stadtarchiv an der Honsberger Straße abzureißen.
  • Stadtwerke und RWE überlegen, ihre Trafostationen an der Honsberger bzw. Alexanderstraße zusammenzulegen. Würde ein Grundstück frei, erleichterte das die weiteren Planungen.
  • Fußwege sollen nicht wie bisher nur berg- bzw. talwärts verlaufen, sondern auch auf gleichbleibendem Höhenniveau.

Nicht ausgeklammert wurde am Freitag von Dr. Rainer Frantzen der in Stachelhausen von allen Remscheider Stadtteilen am höchste Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund; er liegt bei 60 Prozent. „Das Problem der Sprachlosigkeit“, wie Frantzen es nannte. Den Kontakt aufzunehmen mit den Hausbesitzern unter diesen Mitbürgern, stellte er sich besonders schwierig vor. Doch Susanne Gebhardt, Dezernentin für Städtebauförderung bei der Bezirksregierung Düsseldorf, die an der Diskussion teilnahm, konnte ihn Mut machen. In Duisberg gebe es eine neue Moschee mit Kulturzentrum; dort herrsche geradezu Aufbruchstimmung zwischen Deutschen und Türken. Wie Hans Gerd Sonnenschein plädierte auch Susanne Gebhardt für einen intensiven Dialog.  Den Hausbesitzern riet sie, nicht nur einen Fördertopf anzuzapfen; es gebe schließlich viele…

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Waterbölles am : Hausbesitzer in Stachelhausen: "Wer soll das bezahlen?"

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Zunächst sah es so aus, als könnten die Stadt Remscheid die vielen Hausbesitzer im Ortsteil Stachelhausen gar nicht nach ihrer Meinung zum „Stadtumbau West“ befragen. Deren Adressen habe sie zwar, dürfe sie aus Datenschutzgründen aber nicht verwenden, ber

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