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So sah gestern Remscheids erste Fahrradmesse aus

Remscheider Bike-Show auf dem Rathausplatz“ überschrieb der Waterbölles am Freitag die Pressemitteilung, in der die Stadtverwaltung „die erste Remscheider Fahrradmesse“ bewarb. Zwischen 10 und 17 Uhr werde sich “direkt vor dem Rathaus … an verschiedenen Ständen alles um das Thema Radverkehr" drehen, hieß es da. Da hatte sich offenbar noch niemand im Rathaus – federführend soll das Umweltamt gewesen sein – nach dem Wetterbericht für Sonntag erkundigt. Der verhieß nichts Gutes. Das bekamen schon am Samstag die Akteure und Besucher/innen von „Remscheid United“ zu spüren. Bei  "April"-Wetter und niedriger Temperatur hielt sich die Feierlaune in Grenzen. Und am gestrigen Sonntag kamen, wie ebenfalls angekündigt, noch Sturmböen hinzu. Die brachten das „Party“-Zelt von Fahrrad Nagel zum Tanzen. Den beiden Mitarbeitern im städtischen Zelt nebenan stand danach nicht der Sinn. Eher schon ein Grog, vermute ich. Einsam links  auf dem Platz auch das Lastenfahrrad, das künftig auf der Alleestraße verkehren soll. Der gesamte Rathausplatz – fast völlig leer.

Als ich aus der Tiefgarage nach oben gegangen und das „Elend für Arme“ auf dem Platz noch gar nicht gesehen hatte, war mir eingefallen: „Remscheid braucht eine Stadthalle für Veranstaltungen jeder Art!“ Und was sagt mir fünf Minuten später Klaus Kreutzer, der bekennende Radfahrer und Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins Lennep e.V., gleich nach der Begrüßung: „Remscheid braucht eine Stadthalle!“ Um einen Förderverein zu gründen fehlten uns leider fünf weitere Interessierte.

In einer trockenen Halle hätten gestern sicher auch Polizei und Verkehrswacht ihre Ankündigung wahrgemacht und  sich mit eigenen Ständen an der Bike-Show beteiligt. So aber hatten sie am frühen Morgen im Rathaus abgesagt. Bei diesem Wetter die einzig richtige Entscheidung! Die hätte im Rathaus der Oberbürgermeister oder der zuständige Dezernent treffen können. Sie waren aber offenbar nicht gefragt worden. Und auch das Stadtmarketing nicht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Gegen 15 Uhr brauchen die Mitarbeiter des Umweltamtes Ihr Zelt ab. Jedes Verständnis!!

Stefan Holzhauer am :

Das Drama mit Ansage ist allerdings eine perfekte Analogie zum katastrophalen Zustand des Radverkehrs in Remscheid. Sieht man sich die Radverkehrs-Webseite der Stadt an, sind die letzten Projekteinträge aus 2020, zu 2021 steht da nur "Projekte sind in Arbeit", allerdings wurden nie Angaben eingetragen, welche das sein sollen (mir ist auch nichts bekannt, was umgesetzt wurde), Projekte für 2022 scheinen nicht zu existieren (es kann natürlich auch sein, dass niemand bei der Stadt Remscheid Zeit hat, die Seite zu pflegen). Konstruktive Hinweise per Email an die Adresse radverkehr@remscheid.de werden ignoriert. Das deutet alles deutlich darauf hin, dass alle Versprechen der Stadtverwaltung hinsichtlich Radverkehr und Mobilitätswende nichts als Lippenbekenntnisse sind. In der Event-Arena wäre sicher Platz gewesen, für die fünf traurigen angekündigten Stände hätte auch der Vassbender-Saal gereicht; alternativ wäre vermutlich auch das Kaufland-Parkhaus möglich gewesen, wenn da Flohmärkte im Trockenen stattfinden können, funktionieren sicher auch äußerst übersichtliche "Bike-Shows". Vermutlich wurde seitens Politik und Verwaltung der Rathausplatz gewählt, um wieder einmal Tätigkeit zu emulieren und sich in diesem Schein zu sonnen.

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