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Rückschritt auf Rang 78 im Smart-City-Index 2022

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Branchenverband „bitkom“ (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.) hat  gestern den Smart-City-Index für das Jahr 2022 vorgestellt, das Digitalranking aller deutschen Großstädte. Diese Erhebung und Bewertung der Themenbereiche (Verwaltung, Energie und Umwelt, Mobilität, Gesellschaft sowie IT- und Telekommunikation) wird jährlich fortgeschrieben. Nach dem enttäuschenden Ergebnis im Jahr 2019 mit Platz 79 von 81 Großstädten rangierte die Stadt Remscheid in den Jahren 2020 und 2021 nur unwesentlich besser auf Platz 77. Für das Jahr 2022 gab es in der Platzierung einen Rückschritt auf Rang 78.

Ranking (Platz):                       2019              2020                 2021                 2022
Gesamt-Index                           79                    77                    77                    78

Kategorien
Verwaltung                                 76                    70                  74                   68
IT und Kommunikation              60                   68                   71                   77
Energie und Umwelt                  79                    68                    81                  76
Mobilität                                     80                   70                    67                   63
Gesellschaft                                65                   76                    76                   61
Indexwerte:                             2019                 2020               2021                 2022
Gesamtwert                                27,4                28,98               29,9                40,2
Kategorien
Verwaltung                                 31                   37,94                43,5                56,1
IT und Kommunikation              45,7                31,04                33,6                23,4
Energie und Umwelt                   18                   26,24                11,1                26,6
Mobilität                                     14,7                 27,57               32,9                38,8
Gesellschaft                                27,8                 22,11               28,2                56,1

Die Datenerhebung erfolgte bis Anfang Juni 2022. Die Beteiligungspattform mit entsprechendem Modul für die Remscheid App und dem Modul „Kultur und Bildung“ wurden allerdings ebenso wie das Serviceportal der Stadt Remscheid erst im Juli 2022 veröffentlicht. Inzwischen können die Bürgerinnen und Bürger diverse Leistungen über das Serviceportal in Anspruch nehmen und durch die Priorisierung der Online-Dienste werden die Angebote sukzessive mehr werden. Die Stadt Remscheid wird ihre „Hausaufgaben“ weiterhin erledigen und die begonnenen und geplanten Projekte entsprechend den auf den Weg gebrachten Strategien zur digitalen Stadt und zum eGovernment umsetzen.

Die seit 2019 verstärkt in Angriff genommenen Digitalisierungsmaßnahmen zeigen im Hinblick auf die verbesserten Indexwerte (Ausnahme: IT und Kommunikation) langsam Wirkung. Die Verbesserung bei den Indexwerten schlägt sich allerdings nicht in den Platzierungen im Vergleich zu den anderen Städten nieder, da diese natürlich ebenfalls in die Digitalisierung investieren. Hier die Daten für Remscheid:

Der vollständige Bericht mit allen Einzelergebnissen kann auf der Internetseite des „bitkom“ eingesehen werden: Ausfuehrliche-Ergebnisse-SmartCityIndex-2022.pdf (bitkom.org). Es werden nicht nur die nach außen sichtbaren Prozesse digitalisiert, sondern auch die verwaltungsinternen Arbeitsabläufe. So wurde z.B. in einigen Pilotbereichen die Einführung eines digitalen Aktenplans auf der Basis eines einheitlichen Dokumentenmanagementsystems begonnen. Dies bedeutet eine künftige medienbruchfreie Führung von elektronischen Akten und beschleunigt die internen Abläufe, den Austausch innerhalb der Verwaltung und bei Bedarf auch mit externen Stellen. Davon profitieren letztendlich auch die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und alle anderen Anspruchsgruppen.

Unabhängig von den eigenen Maßnahmen wird die Stadt Remscheid ihren Einfluss weiterhin in den Themenbereichen geltend machen, die nicht zwangsläufig im Aufgabenbereich der „Kern-Verwaltung“ liegen. Dazu gehört u.a. die „Mobilitäts-Angebote“ als ein Bestandteil einer „smarten City“. Das Bereitstellen entsprechender Services für die Stadtgesellschaft ist jedoch auch abhängig von der Nachfrage und den durch (private) Dienstleister angebotenen Ressourcen.

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Kommentare

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Tobias Dehler am :

Platz 78 von 81 untersuchten Städten für Remscheid – im internationalen Vergleich ist das, als würde Deutschland zwischen Nordkorea und dem Burkina Faso im Entwicklungsindex liegen. Trauriger als das Ergebnis ist nur das offenkundige Desinteresse in der Remscheider Lokalpolitik und der Bevölkerung an diesem niederschmetternden Ergebnis. Während unsere Nachbarn in Wuppertal und Solingen sich mit Platz 23 und 35 sich weit in der oberen Hälfte des Ranking befinden wartet man in Remscheid wahrscheinlich noch auf das Fax mit den Ergebnissen. Es ist übrigens das Gleiche mit den Ergebnissen zu den Solarflächen, über die der RGA heute berichtet. Wer will, findet Möglichkeiten, wer nicht will findet Gründe. Offensichtlich will man in Remscheid nicht. Die Situation ist niederschmetternd und erbärmlich. Niemand im Rat, geschweige denn der Oberbürgermeister, übernehmen hier die durch ihr Amt gebotene Verantwortung. Es ist zum Verzweifeln.

Stefan Holzhauer am :

Nach meinen Erfahrungen mit der Stadt Remscheid in den vergangenen Jahren bin ich über dieses desaströse Ergebnis nicht überrascht und es bildet die Realität perfekt ab. Die Digitalisierung der Verwaltung wurde schlichtweg verschlafen. Weist man auf Probleme oder mögliche Verbesserungsoptionen hin, wird man noch angepampt oder im besten Fall schlicht ignoriert. Auch in Sachen Datenschutz ist viel Luft nach oben und es scheint in vielen Fällen noch nicht mal ein Problembewusstsein zu bestehen. Ich habe allerdings inzwischen aufgegeben, an eine schnelle (oder überhaupt eine) Verbesserung zu glauben.

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