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Als ob es in Lennep ausreichend Parkplätze gäbe!?

 Der Lenneper Kirmesplatz, derzeit von Fahrzeuige gesperrt. Foto: privat.Lenneper Kirmesplatz wird ansehnlicher“, titelte der Waterbölles am 24. Juni 2021. Tags zuvor hatte´ TBR-Chef Michael Zirngiebl angekündigt, die Technischen Betriebe Remscheid wollten den Platz ansehnlicher machen, bis der Bau des Designer Outlet Centers und des dazu gehörenden Parkhauses auf dem Kirmesplatz an der Brehmstraße beginne. Das daraus nichts wird, weil Richter das anders gesehen haben, ist längst bekannt.

Am Aussehen des Platzes hat sich folglich bislang auch nicht viel geändert. Das Abstellen von  Fahrzeugen ist dort trotz geplatzter DOC-Träume weiterhin verboten. Als ob es in Lennep ausreichend Parkplätze gäbe!?

Ratsmitglied Bettina Stamm (echt.Remscheid), auch Mitglied in der Bezirksvertretung Lennep, will das nicht einsehen. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 28.September hat sie deshalb den Antrag gestellt, den vorderen Teil des Platzes als Pkw-Stellfläche an Wochenenden und bei Veranstaltungen im Lenneper Röntgenstadion freizugeben, solange es für ihn keine andere Nachnutzung gebe. Zitat: „Die Zufahrten sind durch Poller versperrt. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion über fehlende Stellplätze bei Veranstaltungen in der Altstadt und im Röntgenstadion könnte mit einer temporären Öffnung des vorderen, nicht begrünten Teils des Kirmesplatzes kurzfristig zusätzlicher, öffentlicher Parkraum geschaffen werden.“

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Kommentare

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Stefan Holzhauer am :

Das Schaffen neuer Parkplätze widerspricht der angestrebten Mobilitätswende. Wie wäre es mit Fahrradboxen?

Jürgen Kucharczyk (SPD) am :

Der örtlichen Presse konnte am 1. September entnommen werden, dass nach einem Fußballspiel des FC Remscheid im Röntgen-Stadion am 24. Juli zahlreiche Zuschauer, die auf dem Supermarkt-Parkplatz an der Wupperstraße gestanden haben, ein Knöllchen per Post erhalten hatten. Dass dem Eigentümer das Recht vorbehalten ist, den Parkplatz von Fremd- und Dauerparkern freizuhalten, ist unbenommen. Trotz allem sollte es im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Remscheid sein, insbesondere für die touristischen Besucherinnen und Besucher und Gäste aus der Region, den knapp bemessenen Parkraum an der Altstadt und an den Sportanlagen auszuweiten. Zielführend ist hierbei an Sonn- und Feiertagen, wenn die Geschäfte nicht geöffnet sind, die privaten Parkflächen (wie konkret der REWE-Parkplatz in der Wupperstraße) mit zu nutzen bzw. zur Verfügung zu stellen.

Dirk Schaefer am :

Da in Lennep doch viele Stimmen unter anderem gegen das DOC waren,weil man Angst vor dem steigenden Verkehr hatte,bin ich doch verwundert.Sollte man sich da nicht eher Gedanken machen,wie man weniger Autos nach Lennep bekommt?

Norbert Landen am :

Die angestrebte Mobilitätswende muss warten. Es gibt zurzeit in Europa andere Probleme, die von manchen Zeitgenossen wohl nicht gesehen werden.

Stefan Holzhauer am :

Die "Probleme", die wir gerade haben (welche auch immer das im Detail sein mögen, ich sehe hier eine polemische Simplifizierung), entstanden in nicht geringen Teilen durch das politische Versagen in den vergangenen Jahren bis Jahrzehnten, nicht durch die Ukraine-Krise, diese wirkt lediglich wie ein Brennglas. Gerade hinsichtlich der Energieprobleme muss die Mobilitätswende sogar mit allen Kräften vorangetrieben werden, denn sie würde beispielsweise den Kraftstoffverbrauch durch Kfz drastisch reduzieren.

Dirk Schaefer am :

Welche Probleme in Europa sprechen denn gegen eine Mobilitätswende?

Lars Wette am :

Sehr geehrter Herr Kucharczyk, zwei kurze Gegenvorschläge: - Öffnung des Finanzamtsparkplatzes außerhalb der Bürozeiten - PKW-freundliche Reglementierung des Feuerwehrplatzes, der zunehmend zum Dauerstellplatz für Anhänger wird. Danach kann man immer noch über Privatgelände nachdenken.

Norbert Landen am :

Da staune ich aber, Herr Schaefer, dass ausgerechnet Sie fragen. Ich bin enttäuscht.

Dirk Schaefer am :

Ich von Ihnen nicht, Herr Landen. Eine vernünftige Antwort hatte ich nämlich nicht erwartet.

Bettina Stamm am :

Eine Mobilitätswende geht einher mit dem Rückbau der Straßeninfrastruktur, breiteren Fuss- und Radwegen und einem verlässlichen ÖPNV. Allerdings läuft es in Remscheid anders. Unser ÖPNV ist alles andere als verlässlich; unsere Straßeninfrastruktur wurde vor allem in Lennep ausgebaut, Radwege wurden beim großen Umbau Trecknase und Ring/Raderstr. einfach vergessen und auf der Ringstr. wurden mind. hundert Meter Bürgersteig und etliche Bäume einer Lärmschutzwand geopfert. Darüber hinaus sind die politischen Forderungen an die Verwaltung zur Fortschreibung der Remscheider Stellplatzsatzung als Lenkungsinstrument zur Erreichung verkehrspolitischer Ziel, bislang ungehört geblieben. Schlechte Voraussetzungen für die Mobilitätswende wenn die notwendigen Rahmenbedingungen fehlen und Bemühungen in diese Richtung bereits im Keim erstickt oder durch anderweitig motivierte politische Beschlüsse konterkariert werden. Somit wäre es ein kleiner Fortschritt zumindest den (Parksuch)-Verkehr in und um die Altstadt, durch die Schaffung von Parkraum ausserhalb des Stadtkerns, zu reduzieren.

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