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Nachwuchs: Fahrschule der Stadtwerke hat sich bewährt

„Um die angestrebte Mobilitätswende zu erreichen, benötigt eine moderne Stadt einen gut funktionierenden, gut ausgestatteten, effektiven und kostengünstigen ÖPNV. Das 9-Euro-Ticket hat eindeutig bewiesen, dass die Nachfrage vorhanden ist, aber auf ein löchriges Angebot trifft“, stellt die Fraktion der Linien fest. „ Täglich gibt es in Remscheid aufgrund von Personalmangel dutzende Fahrtausfälle, die dazu auch noch absolut mangelhaft kommuniziert werden. Zwar folgt der Personalmangel bei den Stadtwerken und ihren Subunternehmen ein Stück weit einen nationalen Trend, doch es muss auch untersucht werden, inwieweit hausinterne Entwicklungen zu der Lage beigetragen haben.“ Die Praxis, Dienstleistungen an eigens gegründete Subunternehmen zu delegieren, die ihre Mitarbeiter:innen zu schlechteren Konditionen einstellen als die Stadtwerke selbst, sei nicht nur äußerst fragwürdig, sondern „sicherlich auch ein Mitgrund für die momentane Lage“. Eine neue Einstellungsoffensive von Busfahrerinnen und Busfahrern sei zwar gut und richtig, doch um den Betrieb langfristig und zuverlässig am Laufen zu halten und das Personal dauerhaft an sich zu binden, müssen attraktive Konditionen für ALLE Beschäftigten geschaffen werden. So hat die Fraktion eine Anfrage zur Situation der Remscheider Busfahrerinnen und -fahrer begründet, die gestern im Hauptausschuss von der Verwaltung beantwortet wurde.

Frage: Wie viel Prozent der Leistungen des Remscheider ÖPNV (besonders die Durchführung von Linienfahrten mit Kraftomnibussen) werden vom Subunternehmen ELBA-Omnibusreisen GmbH und möglicher weiterer Subunternehmen erbracht?
Antwort: Mit Stand 31.8.2022 wurden insgesamt rund 18,5 % der gesamten Verkehrsleistung der Stadtwerke Remscheid GmbH von Subunternehmern erbracht. Diese Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: ELBA: ca. 13 %, KG Wiedenhoff: ca. 5,5 % .

Frage: Wie haben sich diese Leistungsanteile im letzten Jahr entwickelt und wie planen die Stadtwerke die weitere Kooperation?
Antwort: Im Jahr 2021 wurden insgesamt ca. 23 % der gesamten Verkehrsleistung der Stadtwerke Remscheid GmbH von Subunternehmern erbracht. Diese Leistung setzt sich wie folgt zusammen: ELBA: ca. 15 %, KG Wiedenhoff: ca. 7 %, Fa. Növermann: ca. 1 %. Die Planwerte für die Subunternehmerleistungen wurden angepasst. Da die Subunternehmer darüber informierten, Ihre ursprünglich vereinbarte Leistung auch dauerhaft nicht erbringen zu können, wird diese Leistung künftig mit eigenem Personal der Stadtwerke Remscheid GmbH zu leisten sein.

Frage: Inwieweit unterscheiden sich die Vertragsbedingungen (Gehalt, Urlaub usw.) von Busfahrerinnen und Busfahrern der ELBA-Omnibusreisen GmbH zu denen der Busfahrerinnen und Busfahrern der Stadtwerke und welchen Einfluss haben die Stadtwerke Remscheid als Anteilseigner der ELBA-Omnibus GmbH an der Gestaltung der Vertrags- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter:innen in dem Subunternehmen? Ist es geplant die Vertragsbedingungen anzugleichen?
Antwort: Die Stadtwerke Remscheid GmbH unterliegen dem Wettbewerbsrecht und können leider keine Auskünfte über Details der Vertragsbedingungen geben. Nach Informationen der Stadtwerke Remscheid GmbH wird das Fahrpersonal bei ihren Dienstleistern über Tarif vergütet.

Frage: Die Stadtwerke Remscheid versuchen mit einer Einstellungsoffensive den Personalmangel an Busfahrerinnen und Busfahrern ausgleichen. Wie werben die Stadtwerke um neues Personal und was kann darüber hinaus getan werden, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden und auch langfristig Personal an sich zu binden? Wie ist die Kooperation mit dem Arbeitsamt – insbesondere beim Thema Übernahme der Kosten zur Erlangung des notwendigen Führerscheins für mögliche Bewerber:innen?
Antwort: Die Stadtwerke Remscheid GmbH haben seit Dezember 2021 28 neue Mitarbeiter:innen eingestellt und werben über folgende Kanäle um neues Personal:

  • Stellenausschreibungen in Zeitungen, Social Media, Unternehmens-Homepage, digitale Jobbörsen, Anzeigedisplays in den Bussen, Arbeitsagentur
  • Aktionstage für interessierte Bewerber

Neben einer betrieblichen Altersvorsorge werden beispielsweise Optionen wie Job-Rad und weitere Motivatoren angeboten, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Eine Kooperation mit der Arbeitsagentur besteht. Die Übernahme der Kosten zur Erlangung des notwendigen Führerscheins für mögliche Bewerber hat sich jedoch als nicht zielführend herausgestellt. Bewährt hat sich hingegen der seit einigen Jahren bestehende Betrieb der unternehmenseigenen Fahrschule. Hier werden Bewerber mit der vorhandenen Führerscheinklasse B ausgebildet auf Klasse D zur Personenbeförderung.

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