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Graffiti scheiterte im Schulausschuss an der Kostenfrage nicht

Der Schulausschuss folgte gestern dem Beispiel des Jugendhilfeausschusses und empfahl ebenfalls, jungen Graffiti-Künstlern an nackten Betonwänden in Remscheid eine Chance zu geben. Allerdings waren sich die Fraktionen diesmal keineswegs einig in ihrer Meinung. Es klang ein wenig nach „Radio Eriwan“: „Im Prinzip eine gute Idee, aber kosten darf es nichts!“ In diesem Tenor äußerten sich für die CDU Kai Kaltwasser und für die W.I.R. Waltraud Bodenstedt. Kaltwasser beantragte, dass das Projekt kostenneutral sein müsse, und Bodenstedt begründete dies mit der Finanzlage der Stadt und Streichungen von diversen anderen Vorhaben. Und gemeinsam schlugen sie vor, sich auf die Suche nach Sponsoren zu begeben. Dagegen wandte David Schichel von den Grünen ein, der Betrag von 2.000 Euro sei bewusst nicht in den Beschlussvorschlag aufgenommen worden, weil es sich um die Höchstgrenze für Vorarbeiten handele, von denen man noch gar nicht wisse, ob die tatsächlich anfielen. Und im Übrigen könne die Stadt auf sechs, sieben Jahre gesehen sogar noch Geld sparen. Denn auf den gestalteten Flächen müssten wohl keine Schmierereien mehr übermalt werden. Meinte Dr. Uwe Kirchhoff (FDP): „Ich sehe kein Problem, wenn es bei 2.000 Euro bleibt!“ Aber Kunstwerke“, die dem Urheberrecht überliegen und über viele Jahre von der Stadt erhalten werden müssten, dürften nicht entstehen.

Damit rechnet Berufskollegleiter Holger Schödder ganz gewiss nicht. Er war der einzige im Schulausschuss, der das Graffiti-Projekt „durchaus kritisch“ sieht, wie er betonte. Seine Sorge: Die Aktion könne andere Sprayer an anderen Stellen animieren. Und er verwies auf „jahrelange Schmierereien an den Wänden des Technik-Kollegs“. Ein Einwand, auf den im Ausschuss niemand einging, so dass Jutta Velte, die die Sitzung in Vertretung von Hans Peter Meinecke leitete, zur Abstimmung kommen konnte. Und dabei fiel der Ergänzungsantrag der CDU knapp mit 7:8 Stimmen durch.

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Kommentare

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Susanne Fiedler am :

Im Ausschuss für Umwelt, Grünflächen und Ordnungsangelegenheiten brachte die CDU die gleichen Einwände bezüglich der Kosten von 2000 €. Wieder einmal wurde klar, dass sich Erbsenzähler eher den kleinen Beträgen zuwenden, statt auf die großen, z.B. 12,7 Millionen Euro Zocker-Verluste mit Sachverstand und professionellem Controlling zu reagieren. Im Umweltausschuss wurde das Konzept des Jugendamts hoch gelobt, und wenn Stadtdirektor Müller nicht darauf verwiesen hätte, dass die 2.000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt des Amtes i.R. der Jugendarbeit sowieso bereit stünden, hätten die Berufs-Verhinderer wieder einmal eine gute Sache platt gekloppt. Also, Dank an Herrn Müller!!

Michael Dickel am :

Na, dann sind sich doch alle einig. Aber vielleicht hätte man besser mal woanders nach Erfahrungen gefragt. Dieses Thema war vor einigen Jahren schon mal auf der Tagesordnung. Und da hat die Stadt Hagen gleiches veranstaltet. Und genau mit dem Ergebnis, wie es Herr Schödder voraussieht. Da nicht jeder ein Künstler ist, aber trotzdem sich gerne verewigen möchte, kommt es eindeutig zu Nachahmern, die dann eben andere Flächen versiegeln. Leider ist mir nicht bekannt, ob man als Hausbesitzer die Politiker des Jugendhilfeauschusses belangen kann, wenn man vor Gericht diesen Effekt nachweist.

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