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„Turbo-Abitur“ zwingt die GBG zu neuen Stundenplänen

Für den Ausbau von Gymnasien und Realschulen zu Ganztagsschulen hat das Land NRW ein Förderprogramm über 175 Millionen Euro aufgelegt.  Ob den Remscheider Gymnasien dadurch geholfen werden kann, ist noch unklar. Denn die Verkürzung der Gesamtschulzeit um ein Jahr auf zwölf Jahre (in den Gymnasien „Turbo-Abitur“ oder „G8“ genannt) zwingt alle vier Gymnasien der Stadt zu Nachmittagsunterricht. Und diese führen zu räumlichen Problemen, um die sich dann auch das städtische Gebäudemanagement kümmern muss. Von „Flickschusterei“ sprach vergangene Woche im Schulausshuss Michael Birker, der Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums (GBG). Durch das „Abitur nach acht Jahren“ ergäben sich für die Schulen nicht nur räumliche, sondern auch personelle Probleme. Und den Schülerinnen und Schülern werde die Zeit knapp für Sport, Freizeit, Hausaufgaben und schulische Arbeitsgemeinschaften. Aus diesem Grund wurden am „GBG“ die Abläufe, d.h. die Stundenpläne verändert:

Der Unterricht erfolgt nunmehr größtenteils nicht mehr im 45-Minuten-, sondern im 90-Minuten-Takt. Birker: „Das bringt Ruhe in den Schulbetrieb und sorgt durch eingebaute Wiederholungsphasen für weniger Hausaufgaben. Bei Schülern wie Eltern kommt die Neuregelung gut an.“ Gleichzeitig hat seit Februar jede Klasse einmal in der Woche auch am Nachmittag Unterricht, die jüngeren Schüler montags bis längstens 16.25 Uhr, die älteren donnerstags. Ansonsten endet der Schulbetrieb um 13.05 Uhr.

Die Neuregelung erfordert Montag und Donnerstag eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler über Mittag: Ältere Schüler helfen jüngeren bei den Hausaufgaben, im Musikraum erfreut sich ein Entspannungs- und Meditationstraining großer Beliebtheit (Warteliste), und ein Caterer liefert pro Woche für drei Euro pro Person bis zu 400 Mittagessen. Das muss wegen fehlender Räumlichkeiten in den Klassenräumen eingenommen werden. Bei der Essensausgabe helfen sieben Mütter von GBS-Schüler/innen.

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Schüler-Union Remscheid am :

Im Großen und Ganzen steht die Schüler-Union Remscheid dem Ausbauprogramm der Gymnasien und Realschulen zum Ganztagsbetrieb positiv gegenüber. Wir unterstützen die Ausweitung des Ganztagsangebots an Schulen der Landesregierung, da so gerade Kinder sozial schwacher Familien besser gefördert werden können. Durch den längeren Schultag sind die Sportvereine gefordert, mit den Schulen zu kooperieren und auch an die Schulen selbst zu kommen. Jedoch sieht die Schüler-Union auch kritische Punkte in dem geplanten Ganztagskonzept. So bleibt die Frage, wo Schulen, die mitten in der Stadt gebaut wurden, noch Platz für eine Mensa oder andere zusätzliche Räumlichkeiten hernehmen sollen. Es kann schließlich nicht der Sinn dieser Ganztags-Offensive sein, dass die Schüler, die eh schon den ganzen Tag dann im Klassenraum verbringen müssen, auch ihr Mittagessen dort einnehmen müssen. Stefanie Janschek und Lars Großmann

Chronist am :

Manchmal reicht, wie in diesem Fall, auch eine kurze Meldung: Auf das Angebot des Landes, im Rahmen eines Schulversuchs das frühere Abitur nach neun statt jetzt acht Jahren wieder einzuführen, wollen die vier Remscheider Gymnasien nicht eingehen. Das teilten in dieser Woche die Schulleiter mit. Es bleibt also bei Ganztagsunterricht und "G8".

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