Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Altenheimprojekt: Kommunalpolitiker dürfen sich umworben fühlen

Hinter den Kulissen scheint das Gezerre um ein auf dem Hohenhagen geplantes Alten- und Pflegeheim für Demenzkranke längst begonnen zu haben. Denn es gibt zwei Bewerber, und beide möchten möglichst viele Kommunalpolitiker auf ihrer Seite wissen, wenn im Herbst die endgültige Entscheidung ansteht. Nachdem sich in der gestrigen Sitzung des Bauausschusses nun auch der zweite Bewerber (der erste war am 23. Mai „zu Gast“) vorgestellt hatte, fragte Günter Bender  von den Grünen zu Recht nach einer fachmännischen Bewertung beider Konzepte durch die Verwaltung. Antwort der Ausschussvorsitzenden Elke Rühl (CDU): Zum Verfahren werde Baudezernent Kennepohl im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung noch etwas sagen.

Bei so viel Geheimniskrämerei darf geraten werden. Also denn: Den Zuschlag dürfte die Hübeler-Immobilienverwaltung (Investor), Knebes-Projektentwicklungs GmbH (Bauträger) und die Arbeiterwohlfahrt (Betreiber) erhalten. Dieses „Dreigestirn“ hat schon das Willi-Hartkopf-Seniorenzentrum in Bliedinghausen, ein acht-Millionen-Projekt, erfolgreich auf die Beine gestellt. Die gezielten Fragen von Ausschussmitgliedern der Mehrheitspartei CDU in der gestrigen Sitzung ließen erkennen, dass sie die Antworten eigentlich schon kannten. In diesem „Ratespiel“ hätte folglich der zweite Bewerber, die Ev. Alten- und Krankenhilfe e.V., das Nachsehen.

Die Ev. Alten- und Krankenhilfe e.V. betreibt in Remscheid bereits die Altenheime „Wiedenhof“, „Haus Abendfrieden“, „Haus Clarenbach“, das Heim der „Hastener Altenhilfe“ und die Diakoniestation. Der Diakonie-Verein hatte seinen Plan fallen lassen müssen, auf einem Grundstück der ev. Clarenbach-Gemeinde in Westhausen ein Alten- und Pflegeheim zu bauen; dem standen Bauauflagen und die geringe Größe des Grundstücks entgegen. Nun hat der Verein bei der Stadt die Kaufoption auf ein Grundstück zwischen der Sophie-Scholl-Schule und dem Otto-Lilienthal-Weg beantragt und erläuterte die Pläne im Bauausschuss (23. Mai) und im Sozialausschuss (30. Mai). Danach ist ein zweigeschossiger Bau für insgesamt 80 Bewohner geplant; spätere Erweiterung nicht ausgeschlossen. Er soll Seniorenwohnungen und Wohngruppen (für Demenzkranke) enthalten. Vorgesehen ist nach den Worten von Geschäftsführer Wilfried Stoll ein abgestuftes System von Hilfen und Angeboten bis hin zur stationären Pflege. Und vorgesehen sind vierzig bis fünfzig Vollzeit-Arbeitsplätze. Der Verein hofft darauf, das Projekt mit Begegnungsstätte, Tagesstätte und einer Cafeteria  Ende dieses Jahres baureif haben zu können. Die Cafeteria soll „für den ganzen Stadtteil offen“ sein, um einen Ghettocharakter der Seniorenanlage zu vermeiden.

Bei der Vorstellung der Pläne des zweiten Bewerbers (Hübeler/Knebes/ mit der AWO als möglichem Betreiber) wurde deutlich: Ihr dreiflügeliges Gebäude für ebenfalls achtzig Demenz-Kranke (in acht Wohngruppen) – und ebenfalls mit „offener“ Cafeteria - kommt mit weniger Grundstücksfläche ( 3.500 qm) aus, da dreigeschossig links unterhalb des Aldi-Parkplatzes geplant, an dem man zudem dichter als normalerweise möglich heranbauen kann (kein Problem, weil sich die beiden wuchtigen Wohnblocks an der Fichtenstraße, die den alteingesessenen Einfamilienhausbesitzern auf der anderen Straßenseite den früher offenen Blick auf den Rathauskegel versperren, in Knebes-Besitz befinden). Ein direkter Zugang vom Aldi-Parkplatz ins Altenheim, 1. Etage, ist vorgesehen. Zum Projekt gehören ferner 32 Altenwohnungen („betreutes Wohnen“).

Besonders hoben die Bewerber Hübeler/Knebes hervor, dass im westlichen Teil des Grundstückes, den sie nicht benötigten, eine weitere Wohnbebauung möglich wäre – interessant für die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die das Neubaugebiet „Alter Flugplatz“ vermarktet. Für Bauderzenent Helmut Kennepohl sicherlich ein Merkposten für die spätere Entscheidung. Doch zunächst kommt die Sommerpause und dann am 22. August die Sitzung des Sozialausschusses. Dann wird die Arbeiterwohlfahrt ihr pflegerisches Konzept vorstellen.

Zurück zum „Ratespiel“ (siehe nicht öffentlicher Teil von Ausschuss-Sitzungen): Die Ev. Alten- und Krankenhilfe e.V. erschiene mir gut beraten, sich ein drittes Mal auf Grundstückssuche zu begeben.

Trackbacks

waterboelles.de am : Auf jeden dritten Remscheider wartet die Demenz

Vorschau anzeigen
Auf dem Hohenhagen soll ein Alten- und Pflegeheim für Demenzkranke entstehen.  Um die  Gunst der Ratsmitglieder und der Verwaltung bemühen sich seit Monaten zwei Interessenten, die Zweckgemeinschaft Hübeler-Immobilienverwaltung (Investor), Knebes-Projekte

waterboelles.de am : Auch innerhalb der Parteien gehen die Meinungen auseinander

Vorschau anzeigen
Der Bau eines Alten- und Pflegeheimes für Demenzkranke im Ortsteil Hohenhagen ist laut Drucksache M III-77 der Stadtverwaltung eine „städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“. Nach der Unterzeile dieser Vorlage für den städtischen Bauausschuss – „Vergabeverfah

waterboelles.de am : Vor allem der CDU dürfte die Entscheidung schwer fallen

Vorschau anzeigen
 Waterbölles-KommentarWer wird das Rennen machen beim Altenheimprojekt auf dem Hohenhagen? Der Waterbölles hatte seinen Tipp schon frühzeitig abgegeben. Nicht, weil er das Knebes-Projekt für das bessere hält, sondern weil er glaubt, die (Stimmen-)Verhältn

waterboelles.de am : Ev. Altenhilfe kann Heim asuf dem Hohenhagen bauen

Vorschau anzeigen
„Altenheimprojekt: Kommunalpolitiker dürfen sich umworben fühlen“, titelte der Waterbölles am 14. Juni dieses Jahres im Zusammenhang mit dem auf dem Hohenhagen geplanten Altenheim und wagte angesichts der damaligen Geheimniskrämerei im Bauausschuss eine V

Waterbölles am : Neues Altenheim ohne Wohngruppen für Demenzkranke!

Vorschau anzeigen
Ende August 2007 gab der Bauausschuss grünes Licht für den Bau eines Altenheims am Otto-Lilienthal-Weg auf dem Hohenhagen. Mit Wohngruppen für Demenzkranke. Gebaut ist es bis heute nicht. Und aus dem Konzept wurden die Wohngruppen inzwischen gestrichen.

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!