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Gartencenter beendet Dornröschenschlaf des RWE-Betriebshofs

Wirtschaftsförderung kann man auf ganz unterschiedliche Art betreiben. Man kann auf einer Grundstücksmesse einen Stand aufbauen und auf Interessenten warten (die Beteiligung an der Expo Real in München hat die Stadt Remscheid bislang eine halbe Million Euro gekostet, Ergebnis gleich null). Oder man schreibt einen netten Brief an ein Unternehmen, das gut nach Remscheid passen würde - und stellt auf diese Weise den Kontakt her zum Großkonzern RWE in Essen, der es über Jahre hinweg nicht geschafft hat, sein 24.000 Quadratmeter großes Grundstück an der Lüttringhauser Straße loszuwerden. Der „RWE-Betriebshof Remscheid-Lennep“ war 1981 eingeweiht worden;  in der Spitze waren dort 150 RWE-Mitarbeiter beschäftigt. Doch schon 1997 – planerisch und finanziell nicht gerade eine unternehmerische Meisterleistung - änderte RWE seine Pläne; damit begann der Niedergang des Betriebhofes.

Zu denjenigen, die den Niedergang des Millionen teuren Betriebshofs hautnah miterlebten, gehörte Hans-Gerd Deuß, Mitarbeiter de Wirtschaftsförderung der Stadt. Er wohnt an der Blume, hat also tagtäglich das langgestreckte Grundstück mit seinen voll intakten Gebäuden jenseits der Bahnlinie vor Augen, auf dem sich längst nichts mehr rührt. Darüber redete er eines Tages  mit einer Kollegin, die sich kurz zuvor im „Gartencenter Kremer“ in Gummersbach einen schönen Tag gemacht hatte. So entstand die Idee, „einfach mal anzufragen“. Und wie der Zufall es will: Kurt und Alexander (32) Kremer, Senior-  bzw. Juniorchef der Gartencenter Kremer GmbH in Lennestadt, die derzeit zwei Gartencenter betreibt, dachten gerade über eine Expansion nach. Warum also nicht sechs Millionen Euro in Remscheid investieren?!

Um es kurz zu machen: Inzwischen besteht mit der RWE Systems AG in Essen, die die Stadt Remscheid vermittelte, Übereinstimmung über die wesentlichen Punkte des Verkauf des „alten“ Betriebshofs. Und die Stadt Remscheid will sich bemühen, den zur Ansiedlung des Garten-Centers erforderlichen Bebauungsplans innerhalb von ein bis anderthalb Jahren aufzustellen.  Das kündigte heute auf einer Pressekonferenz in der ehemaligen Kantine des RWE-Betriebshofes Oberbürgermeisterin Beate Wilding an. Alexander Kremer betonte bei dieser Gelegenheit, die Stadt habe zum Gelingen dieses Projektes „ungewöhnlich viel beigetragen“. Ein Lob, das angesichts der wiederholt geäußerten Kritik heimischer Unternehmer an der Remscheider Wirtschaftsförderung umso schwerer wiegt …

Die Garten-Center Kremer GmbH ist ein mittelständisches, familien­geführtes Unternehmen in vierter Generation mit einer über 100-jährigen Firmengeschichte (Firmengründung im Jahr 1905). Der Fachmarkt in Lennestadt hat 4.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, der  in Gummersbach 6.500. Und das Garten-Center in Lennep ist mit 6.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (davon 1.000 für Bau & Hobby) sowie 250 Parkplätzen geplant, wobei ein Teil der RWE-Gebäude integriert werden sollen: Aus der Tiefgarage soll ein Lager werden, aus Büroräumen Sozialräume. Der größte Teil des Betriebshofes wird jedoch der Abrissbirne zum Opfer fallen und durch ein gläsernes Gewächshaus ersetzt werden, von der Autobahn aus gut zu erkennen. Alexander Kremer: „Wir rechnen auch mit Besuchern aus dem Umland!“

Derzeit beschäftigt die Kremer GmbH ca. 100 Mitarbeiter, darunter acht Lehrlinge. In Remscheid sollen 50 neue Arbeitsplätze entstehen. Das insgesamt rund 30.000 Artikel umfassende Angebot der Garten-Center reicht von Zimmerpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen und Baumschulpflanzen bis hin zu Gartenmöbel, Dekorationsartikel für den Indoor- und Outdoor-Bereich sowie Gartenzubehör, Gartengeräte sowie Heimwerkerbedarf. Wobei Alexander Kremer sich deutlich von den Gartenabteilungen der Heimwerker- und Baumärkten abgrenzt „ in der Auswahl und der Qualität des großen Pflanzenangebots“. Hinzu komme „eine angenehme Einkaufsatmosphäre mit Blumen-Cafe und erlebnisorientierten Warenpräsentationen“. Das komme gerade bei Frauen gut an. Sie machen rund 80 Prozent aller  Kunden der Garten-Center in Lennestadt und Gummersbach aus. Alexander Kremer: „Unsere ansprechenden Verkaufsflächen laden zum Schleudern ein!“Von links nach rechts: Christian Lange und Harald Wehmmeyer von dert RWE Systems AG, Alexander Kemper, Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Kurt Kemper. Foto: Lothar Kaiser

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Waterbölles am : Gartencenter in Lennep steht keine Kastanie mehr im Weg

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Morgen in einer Woche wird es kaum einen Passanten auf der Alleestraße geben, der nicht mit einer Rose nach Hause geht. 6.000 Stück hat Alexander Kremer geordert. Sie sollen in der Fußgängerzone verteilt werden, um für das neue „Gartencenter Kremer“ zu

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Chronist am :

Die Stadt Remscheid geht das Projekt zügig an. Andreas Huth, Abteilungsleiter für die Stadtbezirksplanung, berichtete gestern in der Bezirksvertretung Lennep, man bemühe sich, noch vor dem bislang genannten Termin Mitte 2010 fertig zu werden. Am 17. Juni soll der Bauausschuss und schon zwei Tage später der Rat der Stadst grünes Licht für den Bebauungsplan geben. Hilmar Somborn (CDU) gestern in der BV: "Schön, dass das häßliche Gelände endlich aufgewertet wird. Und danke an die städtische Wirtschaftsförderung!"

Chronist am :

Auch der Bauausschuss hat heute den Plänen zugestimmt. Zuvor hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein die Frage nach den Kosten des Planverfahrens klar beantwortet: "Die trägt der Erwerber!"

Chronist am :

Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein trat gestern in der Bezirksvertretung Lennep Gerüchten entgegen, die Finanzkrise habe einen Strich durch die Rechnung des Gartencenter-Betreibers gemacht: "Die Finanzierung ist gesichert. Das habe ich schriftlich vorliegen!"

Chronist am :

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und damit die Zufahrt zu dem neuen Gartencenter nicht für teures Geld um 15 Meter verlegt werden muss, hat gestern der Umweltausschuss der Fällung eines Baumes an der Lüttringhauser Straße zugestimmt. Zugleich betonten jedoch Volker Apmann und Udo Hellmann für die SPD die Bedeutung der dortigen Allee ("stadtbildprägend"); sie müsse erhalten bleiben. Die Bewzirksvertretung Lennep wird das Thema aufgreifen.

Chronist am :

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 24. Juni und zur Ratssitzung am 25. Juni haben die Grünen den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Zufahrt zu dem neuen Gartencenter an der Lüttringhauser Straße so zu gestalten, dass die Alleebäume langfristig gesichert sind. Zitat: „Aus Gründen, über die man nur spekulieren kann, ist die Allee nicht Bestandteil des Bebauungsplanes 613. Gleichwohl wird sie von den Bautätigkeiten berührt werden. (…) Alleebäume unterstehen aus gutem Grund dem besonderen Schutz des Landschaftsgesetzes, das nach Auffassung der Unteren Landschaftsbehörde hier greift. Umso unverständlicher ist es, dass die Baumstandorte nicht explizit ausgewiesen und geschützt sowie alternative Verkehrsplanungen, die die Bäume sichern könnten, verworfen werden.“

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