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Bergischer Frauen-Sozialgipfel thematisierte Frauen-Armut

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

„Einmal im Geldspeicher schwimmen“ war die Fachtagung des Regionalen Arbeitskreises Frauen und Armut der Regionalagentur und der Frauenbüros/ Gleichstellungsstellen der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid überschrieben. Neun Referentinnen und ein1 Referent widmeten sich unterschiedlichen Aspekten des Themas Armut von Frauen.

So reich werden wie Dagobert Duck wird mit einem bedingungslosen Grundeinkommen niemand. Dennoch ist es ein bemerkenswertes Modell, das Prof. Dr. Götz Werner, Geschäftsführer der Drogeriemarktkette DM, den 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fachtagung vorstellte. Das Modell setzt allerdings ein grundsätzliches Umdenken bezüglich der Arbeitsethik in unserer Gesellschaft voraus: Jeder Mensch sollte ein existenzsicherndes Grundeinkommen erhalten ohne Verpflichtung zu einer Arbeit oder sonstigen Gegenleistung. 

In Ihrem Vortrag über Wege, die Frauen in die Armut führen, setzte die Hauptreferentin der Fachtagung, Prof. Dr. Helga Spindler, bei der Frage an, wie hoch wohl ein etwaiges Grundeinkommen sein sollte. Sie kritisierte, dass bei den heutigen Sozialleistungen, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Grundsicherung die Höhe nicht über den Bedarf, sondern willkürlich nach Finanzierbarkeit festgelegt und an die Steigerungen der gesetzlichen Renten und nicht an die Inflationsrate geknüpft ist. Da Frauen niedrigere Einkommen erhalten, durchbrochene Erwerbsbiografien haben und oft nur in Teilzeit beschäftigt sind, tragen sie ein erheblich höheres Risiko, trotz Erwerbsarbeit arm zu sein und auch im Alter arm zu bleiben.

In insgesamt acht Foren wurden Aspekte der Erwerbsarbeit, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und auch der Situation pflegender Angehöriger bearbeitet. Die schwierige Bildungssituation von Migrantinnen bildete einen weiteren Schwerpunkt. Auch das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ wurde nochmals aus frauenspezifischer Sicht beleuchtet: So befürchten einige Teilnehmerinnen, dass ein Grundeinkommen zu einer Rückwärtsbewegung bei der Rollenverteilung in Berufs- und Familienarbeit führen könnte.

Abschließend wurden von den Referentinnen „Wege aus der Armut“ gesucht. „Geld“ forderte Carola Lehmann, Bildungsreferentin aus Bonn. Geld macht zwar nicht gesund, aber ohne Geld wird man krank. Bessere betriebliche Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ein gesetzlicher Mindestlohn können die Verdienstsituation von Frauen verbessern, so Maria Tschaut, Frauenreferentin der Gewerkschaft Ver.di. Mehr individuelle Handlungsspielräume für die Arbeitsvermittlung, weniger Einengung durch bundesweite Vorgaben sind wesentliche Voraussetzungen für einen Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit von Frauen. „Wir müssen bei den Stärken der Frauen ansetzen, aufhören die Schwächen zu betonen, so Eva Gienger, Bereichsleiterin der ARGE Wuppertal. Und in einem waren sich die TeilnehmerInnen, Referentinnen und Veranstalterinnen besonders einig: Eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung der Leistung von Frauen ist Grundvoraussetzung für einen Abbau der Frauenarmut. „Eine Tagungsdokumentation ist in Vorbereitung“, teilt die Remscheider Frauenbeauftragte Christel Steylaers mit. (Büro der Oberbürgermeisterin)

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