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"Knusthöhe", die Reaktion auf Neubaugebiete der Nachbarn

Sven Wolf, SPDAls das Neubeugebiet „Knusthöhe“ in November 2006 ins Blickfeld der Öffentlichkeit geriet, konnte sich der Waterbölles die Bemerkung nicht verkneifen, dass die im einem Bebauungsplan festgelegten Baugrenzen, Freiflächen, Geschosszahl sich durchaus noch ändern können, wie das Beispiel Hohenhagen beweise. Dazu passte damals ein Leserbrief von Frank Schneider, W.I.R.-Mitglied in der Bezirksvertretung Süd, in dem er Zugeständnisse an Investoren während der Vermarktungsphase der Grundstücke als politisches Armutszeugnis bezeichnete. In der gestrigen Bauausschuss-Sitzung war es Sven Wolf (SPD), der anmahnte, die im Bebauungsplan „Knusthöhe“ – der Ausschuss stimmte  nach dem Beispiel der Bezirksvertretung Lennep der Planvariante 2 zu – vorgesehene „aufgelockerte Bauweise“ unbedingt einzuhalten. Zugleich sollten Gestaltungskonzepte entwickelt, der Lärmschutz beachtet und Ausgleichsflächen für abgeholzte Bäume in voller Höhe geschaffen werden. Wolf: „In anderen Baugebieten wurde von den Ursprungsplänen teilweise erheblich abgewichen!“ (Aha, es hat sich also rumgesprochen...)

Günter Bender von den Grünen waren diese Auflagen allerdings zu wenig. Er lehnte für seine Fraktion das Projekt insgesamt ab. Der Bedarf an gehobener Wohnbebauung sei in Remscheid bereits durch andere Projekte (Sonnenhof, Düppelstraße, Bergstraße) gedeckt. Auch täte die Bauverwaltung gut daran, sich auf den „Stadtumbau West“ zu konzentrieren. Damit löste Bender eine entschiedene Gegenrede aus: „Die Knusthöhe bietet die Chance, für Remscheid Neubürger aus Köln und Leverkusen zu gewinnen!“, betonte York Edelhoff, SPD. Alexander Ernst von der W.i.R. sprach von einem „idealen Baugelände an der Autobahn“, und Hans Lothar Schiffer (FDP) stellte fest: „Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu lassen. Wir brauchen die Erneuerung alter Wohngebiete ebenso wie neue Wohngebiete. Die Flächenreserven in Remscheid für den gehobenen Wohnungsbau sind viel zu gering!“

Hinzu kommt, dass die Nachbarstädte im Oberbergischen Kreis fleißig Neubaugebiete ausweisen. Aktuell: Der Bebauungsplan Nr. 96 der Stadt Radevormwald, der Ackerflächen („Loh´sche Weise“) am westlichen Ortseingang betrifft, also quasi vor den Toren Lenneps. Der Bauausschuss äußerte sich dazu gestern auf Vorschlag der Verwaltung verhalten kritisch: „Aus Sicht der Stadt Remscheid ist … sicherzustellen, dass tatsächlich der endogene Wohnbauflächenbedarf der Stadt Radevormwald gedeckt wird und nicht versucht wird, Abwanderungen auszulösen. (…) Ca. 138 neue Wohneinheiten bedeuten in Relation zum Siedlungsbestand eine erhebliche Erweiterung und mit der Ansiedlung von mehr als 280 - vielleicht ca. 350 - Einwohnern eine für die Stadt Remscheid relevante Größe, da zusätzliche Pendlerbeziehungen aufgrund der direkten Anbindung an die B 229 … durchaus vorstellbar sind.“ Eher rhetorisch war die Frage einiger Ausschussmitglieder, was denn wohl geschehe, wenn Remscheid den Radevormwalder Bebauungsplan anlehnen würde. Natürlich nichts.

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Chronist am :

SPD und Grüne wollen die Notwendigkeit eines Neubaugebietes auf der Knusthöhe in Lennep durch die Verwaltung noch einmal genau überprüfen lassen. Das wurde heute auf der Pressekonferenz beider Parteien bekannt, auf der sie ihre gemeinsame Kampagne "Remscheid gemeinsam gestalten" zur Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr vorstellten.

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