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Franz Lebfromm in Pension. Was wird aus dem Kulturservice?

Franz Lebfromm im Kreis von Freunden und Kollegen. Hier gratuliert zum Ruhestand gerade Viola Schwanicke, die Verwaltungsleiterin desTeo Otto Theaters. Foto: Lothar Kaiser

Seine letzte große Arbeit für die Stadt Remscheid war das Programm des „Remscheider Sommers 2008“: Franz Lebfromm ist im Ruhestand angekommen – oder besser gesagt: im dritten Lebensabschnitt, in dem die Hilfsorganisation „Our children and our future" sicher für Unruhe sorgen wird. Seit Jahren leistet sie auf seine Initiative hin in Uganda erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe. Und ihr will er einen Teil seiner neu gewonnenen Freizeit widmen, einen anderen Teil dem eigenen Mal-Atelier.

"Der letzte Arbeitstag, lange ganz weit weg und nun plötzlich da - gerade so wie Weihnachten in der Kindheit oder Ferien während der Schulzeit“, stand in der Einladung zu einem Umtrunk in der „Kraftstation“, der heute Nachmittag zahlreiche Arbeitskolleginnen und –kollegen gerne folgten. Im Herbst 1975 hatte ihn Herman Hörsgen gebeten, „doch für ein oder zwei Jahre im Sportamt zu bleiben“, nachdem die beiden Stadtsportlehrer jeweils schon nach ein paar Monaten wieder gegangen waren. Daraus sind dann knapp 33 Jahre im Dienste der Stadt geworden. Doch die meisten, die heute mit Franz Lebfromm feierten, verbinden mit seinem Namen keinerlei Sport, sondern Kultur, genauer, den städtischen Kulturservice. Franz Lebfromm verkörperte diesen Service seit 1995.

Nun ist die Stelle verwaist, hat einen kw-Vermerk bekommen. „Kann wegfallen“. Wirklich? Hans Lothar Schiffer, Lebfromms Wegbegleiter in kulturellen Angelegenheiten über viele Jahre, sah das heute ganz anders. Die Stelle müsse „kompetent neu besetzt werden“, forderte er Rat und Verwaltung auf. Denn sonst werde manches verkümmern. Schiffer: „Die freien Kulturträger dieser Stadt brauchen auch künftig Hege und Pflege!“ (Oberbürgermeisterin Beate Wilding hörte das nicht; sie kam später. Aber man wird es ihr gesagt haben…)

Für die Hege und Pflege der Kulturträger stand Franz Lebfromm in seiner ruhigen, nie aufbrausenden Art, allzeit hilfsbereit und freundlich (Schiffer). Lebfromms Charakter könne man schon im Namen lesen, legte (in Reinform, versteht sich) der kommissarische VHS-Leiter Klaus Ehlers dem deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe in den Mund, dem ansonsten das Satz zugeschrieben wird, Namen seien Schall und Rauch. Nicht so bei Franz Lebfromm, hat Klaus Ehlers durch Nachschlagen in deutschen Wörterbüchern herausgefunden. „Fromm“ habe für unsere Altvorderen schließlich auch „züchtig, brav und rechtschaffen“ bedeutet. Deshalb wäre Franz Lebfromm auch „für Intrigen- und Mobbinggruppen in der Stadtverwaltung ein völlig unbrauchbares Mitglied gewesen“. Bestätigendes Lachen in der Runde.

Trackbacks

Waterbölles am : Den Kulturservice in bisheriger Form wird es nicht mehr geben

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„Was wird aus dem Kulturservice?“, fragte der Waterbölles, als sich am 21. Mai Franz Lebfromm in den Ruhestand verabschiedete. Für eine Wiederbesetzung der Stelle im Kulturdezernat setzte sich jetzt in einem Schreiben an die Bezirksvertretung Lennep noch

Kommentare

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Christoph Humpert am :

Schade, dass Herr Lebfromm in den Ruhestand geht. Besonders für die Freie Kulturszene war Herr Lebfromm immer ansprechbar und hat vieles ermöglicht. Ich hoffe sehr, dass es weiter ein Kulturmanagement in Remscheid geben wird. Die aktive Remscheider Szene hat einfach Unterstützung aus dem Rathaus verdient. Falls sich die Politik dazu entscheidet, die Stelle nicht zu streichen, sollte sie aber nicht mit "ausrangierten" Verwaltungswirten besetzt werden (wie es ja im Stadtmarketing gerne gemacht wurde), sondern die Stadt sollte einen motivierten (jungen) studierten Kultur- und Freizeitmanager einstellen.

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