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Zehn Hektar für gehobenen Wohnungsbau ermittelt

Den Mitglieder des städtischen Bauausschusses verriet die Bauverwaltung vor wenigen Tagen, wo sie in Remscheid noch „Potenziale für hochwertige Wohnbebauung“ sieht, d.h. für neue hochwertige Einfamilien- oder Doppelhäuser auf großen Grundstücken. Nach der Mitteilungsvorlage M 61/455, die die Kommunalpolitiker zustimmend zur Kenntnis nahmen, können sich nun neun Remscheider Grundstücksbesitzer Hoffnungen machen, eines Tages insgesamt 100.000 Quadratmeter (zehn Hektar) für den Wohnungsbau vermarkten zu können, sofern in allen Fällen die erforderlichen Bebauungspläne rechtskräftig werden. Im Einzelnen geht es um folgende Flächen:

  • 0, 63 ha südlich der Bodelschwingh-Siedlung
  • 1,24 ha östlich Hackenberg / südlich Hackenberger Straße
  • 1,94 ha nahe Jammertal
  • 2,05 ha am Talsperrenweg
  • 0,62 ha an der Burger Straße westlich des Klinikums
  • 2,24 ha in Westhausen
  • 0,41 ha und 0,42 ha an der Hasencleverstraße
  • 0,45 ha in Tefental

Neue hochwertige Einfamilien- oder Doppelhausbebauungen seien nur an nur wenigen Standorten im Stadtgebiet realisierbar, heißt es in der Vorlage. Eine hoch­wertige Wohnhausbebauung an der Grenze zum Villencharakter sei im Regelfall an spezielle Merkmale gekop­pelt und nur auf wenigen freien Flächen neu vorstellbar. Die Mehrzahl folgender Eigenschaften müsse erfüllt sein:

  • (Potenziell) tiefe Grundstücke, die zugleich breit genug für eine großzügige Wohnhausbebauung sind,
  • attraktive, d. h. durch gehobenen oder hochwertigen Wohnungsbau geprägte Nachbarschaft,
  • geringe Vorbelastungen durch Schadstoffeinträge,
  • Schutz vor sonstigen Immissionen,
  • Nähe zu Nahversorgungseinrichtungen, Freizeitanlagen und/oder sozialen Infrastrukturen wie Schulen und Kindertagesstätten,
  • Zugang zur freien Landschaft,
  • geeignete Geländeausprägung, etwa südexponierte Hanglage, keine deutliche Nordexponierung,
  • spezielle immobilienspezifische Vorteile, etwa Einbindung ins Wanderwegenetz, Nichteinsehbarkeit, schöne Aussicht, abwechslungsreiches Wohnumfeld etc.,
  • günstige Verkehrseinbindung.

Der Einwohnerverlust Remscheids sei zu etwa 2/3 auf Abwanderungen zurückzuführen und zugleich eine Ursache für Leerstände im Wohnungsbestand. Zitat: „Der relative Bevölkerungsverlust Remscheids war in den letzten sechs Jahren mit etwa minus drei Prozent höher als in jeder anderen kreisfreien Stadt Nordrhein-Westfalens. Sofern eine Trendfortschreibung gegeben ist, werden in absehbarer Zeit keine zusätzlichen, über den neuen Flächennutzungsplan hinausreichenden Siedlungsflächen für Wohnbau­zwecke mehr benötigt. Die Stadtentwicklung wird sich dann verstärkt im baulichen Innenbereich mit Reakti­vierung brachfallender Flächen vollziehen. Während die demographische Entwicklung einen zunehmenden Bevölkerungsrückgang erwarten lässt, sind die gegenwärtigen Einwohnerverluste nur zu einem kleineren Teil darauf zurückzuführen. Schwerwiegender ist es zumindest aktuell, dass Remscheider Bürgerinnen und Bürger sich dazu entschließen, die Stadt als Wohnstandort zu verlassen und überwiegend ins benachbarte, oft landschaftlich reizvolle und von Immissio­nen weniger stark betroffene bergische Hinterland umziehen.

Die Abwanderungsverluste ins Umland sind so erheblich, dass die rückläufige Einwohnerinnenzahl derzeit - zu einem Verhältnis von etwa 2/3 - auf Wanderungsverluste gegenüber nur 1/3 "Sterbeüberschüssen" zu­rückzuführen ist. Um diese Abwanderungsverluste abzudämpfen oder ggf. einen positiven Saldo (zuletzt 1999) zu erreichen, ist die Schaffung attraktiver Wohnbauflächen erforderlich, damit Abwanderungstenden­zen auf Grund eines entsprechenden Angebotdefizits entgegengewirkt werden kann. Eventuelle Potenziale für den Zuzug neuer Bürger liegen u, a. im noch vorhandenen Einpendlerüberschuss begründet: Im Jahr 2002 waren 22.563 Einpendler gegenüber 18.644 Auspendlern zu verzeichnen.“

Durch die Integrierte Stadtentwicklungsplanung und den Stadtumbau entstünden Konzeptionen und Handlungsansätze, die Stadt aufzuwerten und dadurch zukunftsfähig zu gestalten. Auch im Stadtteil Honsberg, der in der öffentlichen Wahrnehmung problembehaftet ist, gebe es Flächen, die sich  im Rahmen des beginnenden Stadtumbau West attraktiver entwickeln ließen. Gemengelagen seien häufig - und nicht zwangsläufig ein Hinweis für eine schlechte Wohnqualität.

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