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Auf Gehwegen haben Ross und Reiter nichts zu suchen

Auch ein Pferd kann ein Fußgänger sein. Diese Aussage in einer Mitteilung der Verwaltung löste gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep kurz Heiterkeit aus. Im Übrigen erfuhren die Kommunalpolitiker bei der Gelegenheit, dass Reiter die Hinterlassenschaften („Pferdeäpfel“) unverzüglich entfernen müssen, egal, ob sie auf eine Straße oder auf einen Gehweg gefallen sind. Heiko Susic vom Ordnungsamt: „Notfalls müssen sie einen Kilometer zurück zum Reitstall reiten und sich dort Schaufel und Sack besorgen!“ Nachfolgend dokumentiert der Waterbölles die – auch für Reiter – aufschlussreiche Stellungnahme der Verwaltung:

„In der Sitzung der BV Lennep vom 2.4.2008 bat Herr Hohn die Verwaltung um nähere Auskunft zur Führung von Pferden am Zügel auf dem Gehweg und zur Pferdeäpfelbeseitigung. Hierzu nimmt der Fachdienst 1.32 wie folgt Stellung:

Bei Fuß-, Rad und Reitwegen handelt es sich gemäß § 41 II Nr. 5 Straßenverkehrsordnung (StVO) um sogenannte Sonderwege". Diese Sonderwege dürfen nur von den für sie bestimmten Ver­kehrsteilnehmern genutzt werden. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen sie nicht benutzen. Dies be­deutet, dass ein Reiter, der sein Pferd am Zügel führt, dieses grundsätzlich auf der Straße tun muss, da ein Pferd, ob geritten oder geführt, weder auf einem Radweg noch auf einem Gehweg zugelassen ist - obwohl Reiter und Pferd in diesem Moment Fußgänger" sind. Die StVO sieht zwar auch die gleichzeitige Benutzung von Wegen durch Radfahrer (Fahrrad schieben oder fahren) und Fußgängern vor; eine gleichzeitige Nutzung von Gehwegen durch Fuß­gänger und Reiter ist jedoch nicht durch die StVO abgedeckt.

Hinsichtlich der unterwegs anfallenden Pferdeäpfel ist § 32 StVO einschlägig. Hiernach ist es ver­boten öffentliche Straßen (einschl. Seitenstreifen, Rad-, und Gehwegen) zu beschmutzen. Entstandene Verschmutzungen sind vom Verantwortlichen, also in der Regel dem Reiter, unver­züglich zu beseitigen, falls sie eine Gefährdung oder Erschwerung des Verkehrs bewirken. Eine solche Gefährdung oder Erschwerung ist bei Tierkot gegeben, denn gerade bei Nässe kann sich ein rutschiger Schmierfilm bilden.“

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Chronist am :

Mit Konflikten zwischen Wanderern und Reitern befassten sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep im vergangenen Jahr am 29. Mai und am 6. März. Dabei diskutierten sie mit Frank Stiller vom Landschaftsamt und Forstamtsleiter Markus Wolff auch darüber, dass manche Reiter gerne vergessen, bei der Stadt die vorgeschriebene Pferde-Plakette zu kaufen. Nun war Wolff erneut in der BV zu Gast. Die Verwaltung hatte zwischenzeitlich einen „Runden Tisch“ zum Thema „Reitsituation in Remscheid“ eingerichtet. Er komme halbjährlich zusammen – „mit sehr positiver Resonanz“, berichtete der Forstamtsleiter und legte der BV die Protokolle der Sitzungen vom 23. Juni. und 24. November vor.

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