Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Ein 'Eigengewächs' für die Pressearbeit der Stadt Remscheid

Viola Juric. Foto: Lothar Kaiser

Fast könnte man glauben, es handele sich um die Arbeitsplatzbeschreibung von Viola Juric (35), der neuen Pressefererentin von Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Da ist von einer „einmaligen und facettenreichen Technik“ die Rede, die nur durch konzentriertes Üben und bewusstes Sich-Einlassen erlernt werden könne, von körperlicher und geistiger Flexibilität, einer Schulung für  Körper und Geist  und einer angenehmen Trainingsatmosphäre, die Stress vergessen lässt. Angenehme Trainingsatmosphäre ohne Stress?? Also doch nur „fast“. Denn tatsächlich wird so auf einer Internetseite lediglich das Hobby von Viola Juric beschrieben, für das sie seit Antritt ihrer neuen Stelle im Büro der Oberbürgermeisterin kaum noch Zeit hat: „Wing Tsun“, eine chinesische Kampfkunstart - ausgerichtet auf Selbstverteidigung und der Legende nach von einer Frau erfunden -, bei der man  die Kraft des Angreifers auf diesen zurück lenkt. – Eine auch in der Politik gelegentlich recht nützliche Kunst.

Ein halbes Jahr nach Amtsantritt von Beate Wilding hatte die Presseferentin (von Oberbürgermeister Fred Schulz, Sabine Reck, ihren Arbeitsplatz frei gemacht und war in Mutterschaft gegangen. Dem ersten folgte ein zweites Kind, und wenn sich mit Viola Juric nicht endlich ein „städtisches Eigengewächs“ gefunden hätte, das sich die Job zutraut, wäre die Stelle wohl noch immer verwaist. Schließlich war sie im Intranet der Stadt mehrfach vergeblich ausgeschrieben worden.

Sechs Wochen versuchten sie es miteinander,  die OB und ihre neue Mitarbeiterin, und dann stand fest: „Es klappt hervorragend! Die Chemie stimmt“ Mit diesem Worten stellte Wilding die Diplom-Verwaltungswirtin (der akademische Grad wird von den Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung verliehen, in der Regel tragen ihn Beamte im gehobenen nichttechnischen Dienst) gestern auf einer Pressekonferenz vor. Viola Juric habe sich in das Team sehr schnell eingefunden. Und ihr frisches, offenes Auftreten unterstreicht, dass ihr die neue Arbeit Spaß macht: „Ich bin gebürtige Remscheiderin, identifiziere mich mit dieser Stadt und setzt mich gerne für sie ein!“

Das hat sie auch bisher schon getan. Neun Jahre lang in der Wohnberatungsstelle, in der Alten- und Behindertenberatung, zuletzt teilweise auch in der Heimaufsicht. Jetzt also Mittlerin zwischen Verwaltung und Presse. Keine leichte Aufgabe. Viola Juric geht sie energisch und mit einem Schuss Enthusiamus an, will in den Redaktionen tageweise hospitieren, um die Arbeit der Journalisten näher kennenzulernen und will Weiterbildungsangebote zur „Nachrichtensprache“ nutzen.

Intern, im Rathaus, ist sie für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Unbekannte, auch wenn ihre bisherigen Aufgaben eher am Rande der eigentlichen „Verwaltung“ lagen. Also denn, liebe Leserinnen und Leser im Rathaus (und ich weiß, davon gibt es viele): Nehmen Sie Kontakt zu Viola Juric auf, wenn Sie glauben, ein Thema aus Ihrem Sachgebiet könnte für die (lokale) Presse (und den Waterbölles) interessant sein. Ich bin sicher, Viola Juric nimmt sich der Sache an. Hier Ihre E-Mail-Adresse: juric@str.de">juric@str.de.

Trackbacks

Waterbölles am : Innovation wegen Urlaub weitere fünf Wochen 'geheim'?

Vorschau anzeigen
Die Waterbölles-GlosseDie Internetseiten der Stadt Remscheid mit geologischen Daten, kurz Geodatenportal genannt, bekommen Zuwachs: In Kürze – wann genau steht noch nicht fest – wird dort ausführlich dargestellt sein. Unter anderem kann man dann dort erfa

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Christoph Humpert am :

Schön, dass sich bei der Pressearbeit etwas tut. Trotzdem stellt sich für mich eine Frage: Werden in der Stadt öfter Stellen an Fachfremde vergeben? In der Wirtschaftsförderung wurde ja ähnlich eingestellt. Diplom-Verwaltungswirte sind doch auf öffentliches Recht spezialisiert und nicht auf PR-Arbeit, oder? Falls die Stadt in Zukunft weniger Verwaltungsfachleute benötigt und dafür z. B. mehr PR-Fachleute oder Controller, dann sollten auch weniger Dipl. Verwaltungsleute ausbildet werden und dafür mehr Kommunikationskaufleute (ggf. auch Journalisten) oder Betriebswirte.

Gunther Brockmann am :

Hallo Herr Humpert, ihrem Wunsch nach Betriebswirten in der Verwaltung wird schon seit einigen Jahren auch im öffentlichen Dienst nachgegangen. So gibt es neben dem Ausbildungsgang Dipl.-Verwaltungswirt auch den des Dipl.-Betriebwirtes mit der Abstimmung auf die Belange des öffentlichen Dienstes. Ich kann es nur befürworten im Rahmen einer Personalentwicklung den eigenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine Chance zu geben, verborgene Talente für ihre Tätigkeit im Rathaus zu nutzen, bevor Kräfte von Außen geholt werden, die eventuell fachlich besser aufgestellt sind, aber mit den Abläufen einer öffentlichen Verwaltung (die tickt etwas anders) nicht vertraut sind!

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!