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Künftig keinen Bildungsgutschein mehr für Bauchtanz-Kursus

Seit dem 1. Januar 2002  erhalten Arbeitslose von der Stadt Remscheid ( künftig geregelt in § 6 Absatz 6 Benutzungs- und Entqeltordnung der Volkshochschule) so genannte Bildungsgutscheine. Sie haben einen Wert von 50 Euro und ermöglichten bisher den Besuch eines vollständigen VHS-Kurses nach freier Wahl. Bei durchschnittlich 30 Kurseinheiten hatte der Arbeitslose lediglich eine Restgebühr von 2,60 Euro aus eigener Tasche zu bezahlen. Bislang konnten Arbeitslose also nicht nur unter berufsbezogenen Weiterbildungsangeboten der VHS wählen, sondern auch unter solchen, die ihnen wogmöglich ins einer Lebenskrise helfen konnten. Darauf hatte vor sechs Jahren der damalige VHS-Leiter Gerd Walter Bergmann ausdrücklich aufmerksam gemacht. Doch weil es Arbeitslose gab, die das Angebot zu ihren Gunsten allzu großzügig auslegten, empfahl der Finanzausschuss am vergangenen Donnerstag dem Rat der Stadt, die Entgeltordnung der VHS zu ändern. Damit folgten die Kommunalpolitiker einer Vorlage der Verwaltung. Darin heißt es:

„Vom   01.1.2004 bis 31.3.2008 wurden insgesamt 915 Bildungsgutscheine an Arbeits­suchende ausgestellt, was einem Gebührenvolumen von 45.750 EURO entspricht. (…) Von den ausgestellten Bildungsgutscheinen wurden zehn bis 15 Prozent für Kurse eingesetzt, die nach dem Weiterbildungsgesetz nicht förderfähig sind. Es handelt sich dabei meist um kreative, musische Kurse oder auch Einzelveranstaltungen. Den Arbeitssuchenden wurde der Zugang zu Bildungsveranstaltungen zwar ermöglicht, der Zweck einer notwen­digen Weiterqualifizierung wurde aber nicht erreicht.“

VHS-Verwaltungsleiter Frank Schulz wurde im Finanzausschuss noch konkreter: Auch Mal- und Bautanzkurse und nicht nur Kurse aus den Bereichen Arbeit/Beruf/Fremdsprachen seien mit den Gutscheinen besucht worden. Beatrice Schlieper von den Grünen dazu: „Ich denke nicht im Traum daran, auf diese Weise einen Makremee-Kursus zu finanzieren!“

Der Bildungsgutschein soll den Einstieg in eine notwendige Weiterqualifizierung erleich­tern. Künftig kann er also nur noch für VHS-Kurse verwendet werden, die diesem Ziel dienen. Die Berater der ARGE würden die Arbeitssuchenden auf das künftig eingeschränkte Remscheider Modell des „Bildungsgutscheins" aufmerksam machen, hieß es im Finanzausschuss. Zitat aus der Verwaltungsvorlage: „Nicht tangiert ist das Bildungsscheckverfahren. Hierbei handelt es sich um ein Programm des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dem die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten ge­fördert wird. Die VHS Remscheid sowie die Bildungsberatungsstelle der Bergischen VHS sind als Beratungsstellen anerkannt und erhalten Gelder aus dem Europäischen Sozial­fonds (ESF).“

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Kommentare

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Chronist am :

Im Schulausschuss erinnerte Jutty Velte von den Grünen gestern an den Beschluß des Ausschusses vom November 2003, dass die Bildungsgutscheine fortan nicht mehr für Bildungsreisen und Einzelveranstaltungern gelten sollten. "Dieser Beschluß war mir nicht bekannt", sagte VHS-Verwaltungsleiter Frank Schulz.

Frank Schulz am :

Der Beschluss des ASB vom November 2003 war mir in der Tat nicht bekannt, da es in diesem Monat weder eine Ausschusssitzugn noch einen Beschluss gab. Bekannt ist der VHS die Einschränkung des Bildungsgutscheines für Studienreisen und Einzelveranstaltungen vom November 2002. Den Beschluss hat die VHS beachtet.

Jutta Velte am :

Sehr geehrter Herr Schulz, Sie haben Recht, der Beschluss stammt vom November 2002. Tatsächlich belegt das Zitat oben, dass er nicht voll umfänglich beachtet wurde. Sie führen in der Vorlage aus, dass zehn bis 15 Prozent der Bildungsgutscheine für nicht förderfähige Kurse genutzt wurden, darunter auch Einzelveranstaltungen, die der Schulausschuss ausdrücklich ausgeschlossen hatte.

Frank Schulz am :

Guten Morgen Frau Velte, Sie haben auch Recht. Ich hab´s noch einmal genau recherchiert. In den Semestern II/2004 bis II/2006 wurden für fünf Einzelveranstaltungen Restguthaben von Bildungsgutscheinen eingesetzt (insgesamt 15 €). Ab 2007 wurden keine Bildungsgutscheine für Einzelveranstaltungen und Studienreisen akzeptiert.

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