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Gebühren für VHS-Kurse sollen nicht angehoben werden

Um der Stadt Remscheid durch die Vermietung von Räumen der Volkshochschule an Dritte zu Einnahmen zu verhelfen, wird aus der bisherigen Gebührensatzung eine „Benutzungs- und Entgeltordnung“. Den  abschließenden Beschluss hierüber fällt der Rat der Stadt aller Wahrscheinlichkeit nach am 19. Juni. Auf Vorschlag der Verwaltung, dem der Schulausschuss gestern zustimmte, soll für einen Seminarraum künftig eine Tagesmiete von 50 Euro erhoben werden, für den VHS-Saal von 200 Euro. Zwar hatten die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner der Stadt auch empfohlen, die Entgelte für allgemeine VHS-Kurse zu erhöhen. Doch dem ist die Verwaltung (noch) nicht gefolgt: Es soll bei 1,80 pro Unterrichtseinheit bleiben. Warum eigentlich? Es wäre doch „ein Aufwaschen“, mit der neuen Entgeltordnung auch eine Erhöhung der Kursgebühren um 20 Cent pro Unterrichtseinheit zu beschließen. Schließlich liefert die Verwaltung an anderer Stelle (in einer Mitteilungsvorlage über vergleichbare Gebühren benachbarter Volkshochschulen) Zahlen, die für eine Erhöhung sprechen. Zitat: „Aus dem Vergleich der Gebühren-/Entgeltstrukturen anderer Volkshochschulen ist ersichtlich, dass die Volkshochschule der Stadt Remscheid sich unter einem durch­schnittlichen Gebührenniveau befindet. (…) Der Spitzenwert für eine Unterrichtseinheit liegt bei 3,25 , der niedrigste Wert bei 1,80 €.“

Bereits im März.2006 sei eine mäßige Er­höhung der Entgelte um 20 Cent auf zwei Euro pro Unterrichtseinheit vorgeschlagen worden. Zitat: „Das entspricht nicht der durchschnittlichen Höhe von 2,21 €, aber doch dem bei den meisten Volkshochschulen (6 von 15) eingesetzten Satz“. Die Verwaltung nennt diese Anhebung „eine erforderliche, aber auch eine ausreichende Erhöhung“, weist aber zugleich darauf hin, dass zu Mehreinnahmen keine Aussage gemacht werden könne. Denn: „Es ist auf jeden Fall mit dem Rückgang an Teilnehmen­den zu rechnen.“ Dem Schulausschuss war es gestern wichtig, im Protokoll festzuhalten, dass es bei 1,80 Euro bleibt.

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Kommentare

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Jürgen Breidenbach am :

Gebühren für die Bildung zu erhöhen, kann nur das letzte Mittel sein. Erst wenn alle anderen Möglichkeiten zur Verbesserung der Einnahmen und Verminderung der Kosten der VHS ausgeschöpft sind, wäre eine solche Maßnahme vertretbar. Dieses Potenzial ist aber bei weitem noch nicht genutzt. Viele VHS mussten erfahren, dass Gebührenerhöhungen durch Wegbleiben von Teilnehmern nicht zu den erhofften Mehreinnahmen führten. Die „Bergische VHS“ Wuppertal Solingen z.B. muss, trotz eklatant höherer Kursgebühren, wegen ihrer kostenintensiven Strukturen von den Städten wesentlich stärker bezuschusst werden als unsere VHS Remscheid. Zurzeit ist die „Bergische“ also sicher kein hilfreicher Partner. Die von den Fraktionen des Rates vor Jahren angeregte Prüfung der Zusammenlegung der Verwaltungsarbeit von Musikschule und VHS böte da schon mehr Potenzial für Effizienzsteigerung, vor allem im Kostensektor Material, Software etc. Dabei könnte die Eigenständigkeit der pädagogischen Arbeit dieser beiden Einrichtungen unangetastet bleiben und bedürfte auch keines neuen, aufwendigen organisatorischen Oberbaus, wie es in der Idee eines neuen „Bildungszentrums“ vorgeschlagen wurde. Der jetzt eingeschlagene Weg, die Einnahmen durch Vermietung von Räumen zu verbessern, ist ein erster Schritt. Eine gestaffelte Anhebung der Kursgebühren nur für diejenigen Kurse, die aufgrund ihrer Inhalte durch das Weiterbildungsgesetz NRW nicht gefördert werden und die Stadt damit belasten, wäre auch eine Möglichkeit, wenn andere Maßnahmen nicht um Ziel führen würden. Volle Hörsäle mit zahlenden Kursteilnehmern sind aber immer noch die beste Einnahmequelle und bieten die Chance, dass Remscheid mit dem guten Bildungsangebot der VHS zu erschwinglichem Preis einen Standortvorteil hat, den man nicht so einfach aufgeben sollte. Das zeigt z.B. eine der besonders preisgünstigen VHS in NRW (Stadt Troisdorf, Rhein Sieg Kreis), die bei einen Regelbeitrag für Kurse der Grundversorgung von 1,5 € pro UE (Remscheid 1,8 €) und hohem Höreraufkommen ein gutes Beispiel gibt, wie es auch gehen kann. Dazu gehört vor allem ein gutes Image, das die VHS Remscheid durch ihre qualifizierte Bildungsarbeit auch bei all denen hat, die sich die Mühe gemacht haben, dort mit Freude zu lernen. Das sind jedes Jahr einige Tausend erwachsene Bürger. Die z.T. hämisch abwertenden Kommentare von außen, z.B. der Jodel-Kommentar des RGA (07.06.08) zum Bildungsgutschein oder die unpassende „Makramee“-Bemerkung einer Politikerin im letzten Finanzausschuss, werden der Sache nicht gerecht, und man fragt sich, welche Ziele mit solchen Strohmann-Argumenten eigentlich verfolgt werden. Ich meine, dass eine Bildungsgutschein-Förderung von Arbeitssuchenden mit ca. 10.000 € im Jahr angesichts der Förderung des Sauna- und Badespaßes in Remscheid mit über zwei Millionen jährlich im Verhältnis immer noch gut angelegtes Geld ist.

Wieland Gühne am :

Bleiben Sie bitte ganz ruhig Herr Breidenbach, auch der Hauptausschuss hat heute die Gebührenerhöhung abgelehnt. Erst soll geklärt werden, wie es mit der VHS weitergeht. Dazu hat die Verwaltung noch einige Schularbeiten - beauftragt vom Rat - abzuarbeiten. Auch die W.i.R. ist der Meinung, dass vor Gebührenerhöhungen erstmal im Remscheider Haushalt gespart werden muss.

Christoph Humpert am :

Grundsätzlich reagieren Verbraucher elastisch auf Preiserhöhungen im Bildungsbereich. Die Folge: Negative Umsatzentwicklung! Unsere VHS ist allerdings extrem günstig. In Wuppertal kostet ein Englischkurs das Doppelte. Würde eine moderate Preiserhöhung vielleicht doch eine Umsatzsteigerung bringen? Das sollte die Stadtverwaltung prüfen! Eine ganz andere Frage: Wieso kann man an der Bergischen Volkshochschule internationale Sprachzertifikate machen und an der VHS Remscheid nicht?

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