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Die Kernfrage: Ganztagsschule oder Übermittagsbetreuung?

Der Antrag der CDU-Fraktion vom 19. Mai, die Stadt möge sich an der Ganztagsoffensive des Landes beteiligen, wurde gestern im Schulausschuss eher am Rande behandelt. Denn in der Zwischenzeit haben sich Schulverwaltung und Schulen (Gymnasien und Realschulen) der Frage eines Ganztagsbetriebes bzw. der Schülerbetreuung in der Mittagszeit längst angenommen. „Die Schulen haben zeitnah reagiert“, lobte der Beigeordnete Burkhard Mast-Weisz und sprach unter dem Vorzeichen „Familienfreundlichkeit und Bildung“ von einem „für Remscheid wichtigen Kapitel“. Er hoffe, dass sich der Rat der Stadt in der kommenden Woche, wenn es darum gehe, Prioritäten zu setzen, „den Vorarbeiten der Schulen anschließen wird“.  Mast-Weisz teilte im Übrigen die Befürchtung von Jutta Velte (Grüne), die Zuschüsse des Landes zu einem Ganztagsschulbetrieb würden wohl nicht sehr üppig ausfallen. Der Schuldezernent: „Da wird die Stadt wohl zuschießen müssen!“ Einig waren sich die Mitglieder des Schulausschusses darin, dass das Betreuungsangebot der weiterführenden Schulen an das OGGS-Angebot der Grundschulen anknüpfen müsse. Welcher konkrete Bedarf bestehe, werde sich allerdings erst in den nächsten Wochen aus den Rückmeldungen der Eltern ergeben. Für Michael Birker, Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, ist klar: „Zum 1. Februar 2009 werden wir an den Gymnasium de facto keinen Halbtagsbetrieb mehr haben.“ Nachfolgend zitiert der Waterbölles aus der Mitteilungsvorlage der Verwaltung:

„Durch die Schulzeitverkürzung des Bildungsgangs an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen und der damit verbundenen Ausweitung der Stundentafel ist es nicht zu vermeiden, dass sich der Unterricht für die Schulerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte teilweise bis weit in den Nachmittag hinein erstreckt Dies führt zu einem erhöhten schulischen Unterrichtspensum an wöchentlichen Unterrichtsstunden für Schülerin­nen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrer. Durch die letzte Änderung des Schulgesetzes NRW müssen auch in der Schulform Realschulen mehr Unterrichtsstunden als bisher gegeben werden, so dass auch hier eine Verlängerung der Stundentafel und eine (schrittweise) verstärkte Verlagerung des Unterrichtes in den Nachmittagsbereich stattfindet.

Somit nehmen die - bisher im Sinne des Schulgesetzes NRW - als Halbtagsschulen geführten vier Remscheider Gymnasien faktisch die Rolle einer Schule im Ganztagsbetrieb ein. Im gleichen Zusammenhang haben alle Remscheider Gymnasien und Realschulen sehr deutlich herausge­stellt, dass … ein akuter Handlungsbedarf (bauliche/räumliche Voraussetzungen) gesehen wird. Im Zuge der … Unterrichtsfortsetzung über die mittägliche Pause hinaus besteht die Notwendigkeit… einer Mittagsver­sorgung. … Hierzu ist eine entsprechende Infrastruktur in Form von Küchen, Mensen etc. zu schaffen. Ebenso sind entsprechende Räume für Betreuungs- und Freizeitan­gebote, ähnlich den Bedingungen an Offenen Ganztagsschulen, notwendig. (…) Umfragen der Schulen lassen einen stetig steigenden Bedarf an einer Ganztags-/Übermittagsbetreuung und Verpflegung erkennen; insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern der jeweils neuen Jahrgängen 5 als auch den Jahrgängen 6 und 7. (…) Die Verwaltung ist gemeinsam mit den Leitungen der Remscheider Gymnasien und Realschulen der Auffas­sung, dass … flexible und multifunktionale, aber auch zugleich bedarfsgerechte Lösungen erforderlich sind. (…) Seitens der Verwaltung werden derzeit in einem ersten Schritt entsprechende Untersuchungen hinsichtlich der Ganztagserfordernisse durchgeführt, sowie entsprechende Planungen und Kostenschätzungen aufge­stellt, basierend auf gemeinsamen und standortspezifischen Ortsbegehungen in enger Abstimmung mit den jeweiligen Schulleitungen.

In Übereinstimmung mit den Schulleitungen der Remscheider Gymnasien und Realschulen wird davon ausgegangen, dass je Schule rund 150 bis 200 Schülerinnen und Schüler eine warme Mahlzeit im Rahmen der Übermittagsverpflegung sowie rund 200 Schülerinnen und Schüler einen Imbiss einnehmen würden. (…) Unter Vorbehalt der tatsächlichen Ausgestaltung der noch ausstehenden Landeserlasse bzw. Förderrichtli­nien … wurden die Schulleitungen der Remscheider Gymnasien und Realschulen gebeten, dem Schulträger Stadt Remscheid als weitere Pla­nungsgrundlage baldmöglichst einen Beschluss der Schulkonferenzen zukommen zu lassen bzw. bis zum 26. Juni zumindest eine schulische Absichtserklärung vorbehaltlich der Schulkonferenzbeteiligung mitzu­teilen, aus dem die aus Sicht der jeweiligen Schule favorisierte Variante hervorgeht: gebundener Ganztag oder pädagogische Übermittagsbetreuung.“

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