Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Sondersitzung der BV Süd stellte Weichen für Autohaus

Das beschleunigte Planverfahren zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet Mixsiepen“  war im Oktober vergangenen Jahres eingeleitet worden. Am 8. November hatte Stadtplaner Sonnenschein sich im Hauptausschuss zuversichtlich gezeigt, dass der Satzungsbeschluss im März oder April 2008 erfolgen könne. Doch es ist nichts daraus geworden: Erst in der Ratssitzung am Donnerstag nächster Woche wird es soweit sein. Dank der Bezirksvertretung (BV) Süd, die gestern in einer Sondersitzung im Rathaus die Weichen dafür stellte. Stadtplaner Sonnenschein: „Ein Autohaus möchte noch in diesem Jahr das Grundstücksgeschäft abwickeln und anfangen zu bauen.“ Das wäre nicht möglich, käme der Ratsbeschluss erst nach der Sommerpause im September zustande.

Eigentlich hätte die BV den gestrigen Beschluss schon in der jüngsten ordentlichen Sitzung (Ende Mai) fassen können, wenn, ja wenn die Verwaltung in dieser Sitzung, wie gefordert, einige Fragen der W.i.R.-Fraktion und der SPD schriftlich beantwortet hätte. Da dies nicht geschah, stellte Frank Schneider von der W.i.R. konsequent den Antrag auf Vertagung. Und die Verwaltung unterließ es, auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hinzuweisen.

Das bedauerte Sonnenschein gestern. Und zeigte Verständnis für die Verärgerung von Schneider („Ich fühle mich verkackeiert!“), weil die nunmehr vorliegenden Antworten der Verwaltung sehr spärlich ausgefallen waren. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um eine Aufzählung von Terminen im Zusammenhang mit dem Planverfahren, die, wie Schneider feststellte, er sich auch selbst aus den Sitzungsprotokollen hätte zusammenzusuchen können. Sonnenschein: „Wir haben uns  mit den Fragen schwergetan, weil sie  mit dem Bebauungsplanverfahren nicht unmittelbar zu tun hatten, sondern mehr mit den Grundstücksverhandlungen!“ Und dies sei „ein sensibles Feld“, fügte der Beigeordnete Dr. Christian Henkelmann hinzu. So kam es denn zu der skurrilen Situation, dass die BV-Mitglieder in öffentlicher Sitzung die erwünschten Beschlüsse fassten, bevor Sonnenschein im nichtöffentlichen Teil noch einmal auf die gestellten Fragen einging.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Wieland Gühne am :

Da wird offensichtlich von der Verwaltung mit doppelter Zunge gesprochen. Offiziell werden den Autohäusern die Grundstücke in Aussicht gestellt. Auf der anderen Seite soll Mixsiepen auf der EXPO in München angeboten werden. So die Antwort heute im Hauptausschuss auf unsere Anfrage, welche Objekte bei der EXPO vorgestellt werden.

Hans Gerd Göbert am :

Ich glaube nicht, dass dabei mit doppelter Zunge gespochen wird. Schließlich hat sich die Stadt in den Beschlussvorlagen offen gehalten, dass man dort auch andere kleine Gewerbebetriebe ansiedeln könnte, falls es den beiden Autohäusern zu lange dauern würde und sie woanders eine Alternative fänden. Die Gefahr besteht durchaus. Herr Sonnenschein ist sicher Chefstadtplaner, der aus vielen Gründen den einen oder anderen zugesagten Termin nicht halten kann. Er ist allerdings kein Makler. Ein solcher ist aber einer der Grundstücksbesitzer, die offenbar nicht verkaufen wollen. Trotz vielfacher Ankündigungen der Stadt. In den Rahmen dieser gewissen Hilflosigkeit passt auch der Artikel in der Bergischen Morgenpost vom 9. November 2007: "Autohäuser schütten selber an". Vielleicht planen sie auch noch die Entwässerung und führen diese statt der REB auch noch selbst aus. Oder haben Sie oder Herr Schneider dazu schon eine konkrete Planung gesehen? Ich bisher noch nicht! Also, warum soll man das Gelände nicht auf der EXPO vorstellen? Vielleicht findet sich ja ein Investor,der dort einen etwas größeren Truckstop mit etlichen LKW-Parkplätzen errichtet? Das hat was, so kurz vor der A 1. Schließlich geht dabei auch um Autos und könnte rentabel sein. Wäre nur noch die illusorische Vorstellung von € 106 pro Quadratmeter (habe ich mal gehört) für ein Gewerbegrundstück, welches den Namen "erschlossen" bestimmt nicht verdient. Für mich rückt der Tag näher, an dem alle Beteiligten sagen müssen: Es bleibt auf unabsehbare Zeit beim Status quo und nur einer reibt sich schon lange die Hände - die Firma, die ihren Erdaushub unter gütiger Mithilfe von Herrn Kennepohl nahezu kostenlos entsorgen durfte. Wo jeder andere, wenn er nur einen Eimer Steine an die Deponie an der Solinger Straße bringt, dafür € 0,60 abdrücken darf. Was soll´s? Ist ja nur Remscheid.

Chronist am :

Unter „Potenzialstandort Remscheid-Mixsiepen“ findet sich im jüngsten Entwurf des neuen Flächennutzungsplanes für die Stadt Remscheid der irritierende Satz, das Regionale Einzelhandelkskonzept biete „an der Lenneper Straße, westlich der Autobahnanschlussstelle Remscheid und in räumlicher Nähe zum Ergänzungsstandort Neuenkamper Straße … die Möglichkeit, ein verkehrsgünstiges Areal für die Ansiedlung eines regional bedeutsamen Bau- und Gartenmarktes in marktfähiger Größe (mind. 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche) zu erschließen.“ - Keine Rede von Autohändlern.

Chronist am :

Wieland Gühne hatte recht: Die Stadt bewirbt Mixsiepen auf der Expo Real 2008. Zitat: "Gewerbeansiedlung an der B 229 in Mixsiepen im Remscheider Süden. Auf einem unbebauten Areal von insgesamt 3,6 ha Fläche als GE-Gebiet für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben ausgewiesen. Die gute Verkehrsanbindung gewährleistet eine optimale Erreichbarkeit des Standortes. Das Areal ist von bebauten und gut erschlossenen Gebieten umgeben, die in ihrer Nutzung überwiegend gewerblich geprägt sind."

Hans Gerd Göbert am :

Wieland Gühne hatte damals recht und auch der Chronist hatte recht. Doch aus heutiger Sicht betrachtet ist alles falsch. Besonders das, was investhoch3/kompetenzhoch3 auf der Exporeal (klingt verdammt nach Hyporeal) vorstellen und in ihrem Expose zu Mixsiepen. Im Exposé wird genannt: Auf einem unbebauten Areal von insgesamt 3,6 ha ist die Ansiedlung von Gewerbegebieten ausgewiesen. Falsch! Denn die 3,6 ha umfassen den gesamten B-Planbereich 599. Also inklusiv der gesamten, bestehenden Bebauung, Wohngebäude und Kleingewerbe an der Mixsieper Straße, einem großen Privatwald an der Mixsieper Straße, Böschungen der Anschüttung, der Bahn u.s.w. . Etwa 5000 m2 an der Lenneper Straße befinden sich noch in Privatbesitz. Dadurch reduziert sich der augenblicklich verfügbare Bereich auf die Anschüttung (ohne Kanal, ohne Statikprüfung für eine Bebauung, etc.) mit sehr viel gutem Willen auf ca. 6.000 m2. Wer heute noch von der möglichen Ansiedlung eines Baumarktes spricht, hat das letzte Jahr schlichtweg vergessen. So sagt die Entscheidungbegründung für den B-Plan 599: "Die ursprüngliche Zielsetzung eines Baumarktes in diesem Bereich wird aufgrund der Beschlüsse des Bauauschusses vom 24.04.07 und des Hauptausschusses (wie auch in der BV 2) vom 10.05.07 nicht weiter verfolgt! Punkt! Ich frage mich daher, wer nun diese Entwicklung verschlafen hat und damit tatsächlich noch in eine Expo wandert? Allerdings ist es grundsätzlich kein Fehler, das Objekt dort (wenn denn mal wenigstens die Angaben richtig wären) an zubieten. Weil nämlich nach jüngsten Aussagen eines Mitgliedes der BV Süd der eine Autohändler abgesprungen sei und der andere mit seiner Eigeninitiative zum Kauf der privaten Grundstücke offenbar auf Granit beisst. Dann käme noch die Entwicklung der Finanzmärkte in der letzten Woche hinzu. Wodurch die Frage aufgeworfen wird, wer überhaupt noch bereit wäre, einem Autohändler so etwas zu finanzieren? Alles nicht so einfach und daher bestimmt nicht falsch, weltweit für ein Grundstück zu werben, welches im derzeit verfügbaren Zuschnitt etwa die vierfache Größe unseres Gartens hat.

Lothar Kaiser am :

Lieber Hans Gerd, der Schlußsatz ist einfach genial. Ich habe herzlich gelacht.

Fritz Beinersdorf am :

Also mir ist das Lachen über die dargelegte Inkompetenz hoch 3 vergangen. :-( Andererseits kann man das alles mit Humor und ein wenig Sarkasmus besser ertragen.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!