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Honsberg-Lamp soll an den Grundstücksfonds NRW gehen

Vor zwei Jahren verloren 173 Remscheider ihren Arbeitsplatz. Damals machte der amerikanischen Maxcor-Konzern seine traditionsreiche Tochtergesellschaft Honsberg GmbH, auch Honsberg-Lamb“ genannt, dicht. Zuvor hatte der Multi ThyssenKrupp’s MetalCutting Group mit rund 2500 Beschäftigten gekauft. Einen Teil der Überkapazitäten, die sich daraus für Maxcor ergaben, baute er mit „Honsberg-Lamb“ an der Hastener Straße kurzerhand wieder ab. Seitdem rührt sich nichts mehr auf dem Firmengelände gegenüber dem städtischen Gesundheitsamt. Eine Anfrage der SPD-Fraktion nach der Zukunft des Industriekomplexes hat die Verwaltung jetzt wie folgt beantwortet:

„Der Insolvenzverwalter hatte seinerzeit für das Honsberg-Lamb-Areal in Hasten eine Kaufpreisvorstellung von sechs bis acht Millionen Euro (Gutachterwert). Derzeit werden noch drei bis vier Millionen Euro gefordert. Die Verwaltung beabsichtigt, das Grundstück Honsberg-Lamb dem Grundstücksfonds NRW zuzuführen. Die Kaufpreisvorstellungen werden durch die Verwaltung geprüft. Bei der Prüfung wird auch die spätere Nutzung des Grundstückes (z.B. Gewerbe oder Wohnen) berücksichtigt.

Mit ihrer Anfrage zur künftigen Nutzung des Fabrikgeländes Honsberg Lamb wollte die SPD sicherstellen, dass das Gelände in die Planungen zur Umgestaltung des Stadtteils, gerade auch vor dem Hintergrund fehlender Gewerbeflächen, mit einbezogen wird. In der jüngsten Ausgabe der „Remscheider Zeitung“, die die SPOD auch als pdf-Datei digital vertreibt, heißt es: „Die Situation vor Ort ist durch mit Brettern vernagelte Scheiben und Türen gekennzeichnet und trägt nicht zur Aufwertung des Stadtteils bei. Langfristig ist zu befürchten, dass eine unansehnliche Gewerbebrache an exponierter Stelle entsteht. Die jetzt von der Verwaltung vorgeschlagene Lösung, das Grundstück über den Grundstücksfonds des Landes Nordrhein-Westfalen entwickeln zu lassen, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. ‚Die Bemühungen, den Stadtteil durch eine Neugestaltung des Richard-Lindenberg-Platzes aufzuwerten, dürfen nicht durch Probleme in unmittelbarer Nachbarschaft durchkreuzt werden’, so der Sprecher der SPD in der Bezirksvertretung Alt Remscheid Otto Mähler.“

Ist das Ergebnis der Prüfung positiv, wird seitens der Verwaltung ein Antrag an das Bauministerium zwecks Erwerb der Flächen durch den Grundstücksfonds NRW gestellt. Grundlage hierfür ist der Runderlass des Ministers für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr vom 29. Oktober1987. Falls das Ministerium  dem Antrag zustimmt, würde die LEG ( Anm.: die den Fonds als Treuhänderin des Landes bewirtschaftet) das Grundstück erwerben und entwickeln. Anschließend kann das Grundstück dem Markt wieder zugeführt werden. Die Antragsstellung zum Grundstücksfonds NRW wird möglichst bald erfolgen.“

Der Grundstücksfonds Ruhr, 1978 gegründet, ist ein städtebauliches und strukturpolitisches Instrument des Landes zur Aufbereitung industrieller Brachflachen für Gewerbe-, Wohn- und Freizeitnutzunge. Bis 1984 kümmerte sich der Grundstücksfonds Ruhr einzig um den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Seitdem kauft er auch in anderen Landesteilen Brachflächen auf. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein gestern in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid: „Die Stadt Remscheid würde das nichts kosten!“

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Kommentare

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Chronist am :

Dem Bauausschuss lag heute die Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der SPD vor. Zitat: „Der Insolvenzverwalter hatte seinerzeit für das Honsberg Lamb Areal in Hasten eine Kaufpreisvorstellung von sechs bis acht Millionen Euro (Gutachterwert). Derzeit werden noch 3-4 Mio. Euro gefordert. Derzeit werden noch drei bis vier Millionen Euro gefordert. Die Verwaltung beabsichtigt, das Grundstück Honsberg Lamb dem Grundstücksfonds NRW zuzuführen. Die Kaufpreisvorstellungen werden durch die Verwaltung geprüft. Bei der Prüfung wird auch die spätere Nutzung des Grundstücks (z.B. Gewerbe oder Wohnen) berücksichtigt. Ist das Ergebnis der Prüfung positiv, wird seitens der Verwaltung ein Antrag an das Bauministerium zwecks Erwerb der Flächen durch den Grundstücksfonds NRW gestellt. Grundlage hierfür ist der Runderlass des Ministers für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr vom 29.10.1987. Falls das Ministerium dem Antrag zustimmt, würde die LEG als Treuhänderin des Landes das Grundstück erwerben und entwickeln. Anschließend kann das Grundstück dem Markt wieder zugeführt werden. Die Antragsstellung zum Grundstücksfonds NRW wird möglichst bald erolgen.“ Noch aber sei gar nicht klar, ergänzte in der Sitzung Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein, ob das Land überhaupt beabsichtige, den Grundstücksfonds fortzuführen. Die Sorge der SPD, dass an der Hastener Straße auf lange Sicht eine Brache entsteht, ist also nicht unbegründet.

Chronist am :

.... hieß es am 19. Juni 2009. Seit gestern (Sitzung der BV Alt-Remscheid) ist amtlich: Der Grundstücksfonds des Landes übernimmt das Gelände an der Hastener Straße leider doch nicht. Die Unklaheit bleibt damit. Eine Industrie-Ruine auf unbestimmte Zeit? Erst wenn der Frankfurter Insolvenzverwalter mit dem Preis heruntergeht, dürfte sich ein Investor finden, vermutet man im Rathaus.

Chronist am :

Auch den Plan, die Fabrikgebäude abzureißen, konnte die Stadt Remscheid begraben. Dafür bewilligte das Land keine Zuschüsse. Nun gibt es einen Investor, der darauf einen Supermarkt errichten möchte, berichtete Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein gestern in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, nachdem Markus Kötter (CDU) nachc dem Sachstand gefragt hatte. ´Demnächst, so Sonnenschein, werde es hierüber eine schriftliche Mitteilungsvorlage geben. Noch ein Einzelhandelsunternehmen in Hasten, nicht weit von dem Einkaufszentrum an der unteren Königstraße entfernt?

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