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Jury wählte neues Wahrzeichen für den Brückenpark

Der prämiierte EntwurfPressemitteilung der Bergischen Entwicklungsagentur

Im Januar wurde der Architekturwettbewerb zu den baulichen Weiterentwicklungen im Brückenpark Müngsten ausgelobt, seit gestern Nachmittag steht das Ergebnis fest: Der Entwurf des Architekturbüros „Pool 2“ aus Kassel hat ganz klar das Rennen gemacht. Der Brückenpark Müngsten hat sich schon längst zum Publikumsmagneten entwickelt. Was bisher fehlte, war eine Gastronomie, die zum Verweilen einlädt. Das wird sich ändern. Bis Mai 2010 wird auf dem Gelände des ehemaligen EXIT-Gebäudes ein attraktiver Neubau entstehen.

Das Interesse an diesem Architekturwettbewerb war groß: Mehr als 200 Büros aus ganz Deutschland hatten sich zu dem Einführungskolloquium Mitte Februar angemeldet, bei dem es auch die Möglichkeit der Ortsbesichtigung gab. Aufgabe war die Gestaltung des Besucherzentrums im Brückenpark Müngsten, das eine Gastronomie an der Stelle des Exit-Gebäudes, ein „Haus am Hang“ an der Stelle des jetzigen Brückenbistros sowie das „Haus am Wasser“ umfassen soll, das direkt am Flussufer Ausstellungsraum bietet. Mehr als 14 Entwürfe hatte die Jury seit dem Morgen zu prüfen und zu beraten. Die acht Stimmberechtigten – unter anderem Oberbürgermeister und andere Vertreter der Städte sowie der Vorstand der Lebenshilfe Solingen und ihre Fachberater und Vorprüfer - kamen zu einem einhelligen Ergebnis: Der Entwurf von „Pool 2“ überzeugte die Jury. Der Baukörper für die Gastronomie ermöglicht maximale Aussicht auf Fluss und Brücke zur einen Seite und den Vorplatz auf der anderen Seite. Das neue Gebäude mit einer Fassade aus speziellem korrodiertem Stahl, der eine bräunliche Farbe ergibt, und die Gebäudeform mit dem Satteldach passen sich hervorragend in die Landschaft ein. Ein ganz neues Bild, das mehr als nur hinwegtröstet über den Abriss des EXIT-Gebäudes.

Drei Millionen Mehrkosten hätten der Erhalt und die Sanierung des maroden Gebäudes bedeutet. Kein Wunder also, dass man sich da mit Freuden für eine Alternative entschieden hat, die nicht nur die gewünschten Funktionen wahrnimmt, sondern von der Gestaltung her auch ein neues Wahrzeichen für den Brückenpark werden kann.

 Ähnlich gestaltet, auch mit dem gleichen Fassadenmaterial ausgestattet, wird das Haus am Hang Platz bieten für Besucherinformation, schnelle Gastronomie und Toiletten. Das „Haus am Wasser“ schwebt wie eine Skulptur über das Flussufer. Die Konstruktion aus Glas und Stahl kann sowohl im geschlossenen Zustand als auch zur Bühne geöffnet vielfältig genutzt werden.

Der Entwurf hat einstimmig überzeugt, um den Abstand zu den weiteren Entwürfen zu demonstrieren, hat die Jury keinen zweiten Preis, sondern zwei dritte Preise vergeben (Markus Kirschnick Atelier für Baukunst, Dortmund und Hendrix Architektur Städtebau, Duisburg) sowie eine Sonderanerkennung (B.A.S. Architekten, Weimar) verliehen. Keiner der drei Entwürfe, die einen Erhalt des EXIT-Gebäudes beinhalteten, konnten das Preisgericht letztendlich überzeugen. Die Preisverleihung an „Pool 2“ aus Kassel ist für den 15. August vorgesehen. Der Entwurf wird nun in Aufgabenteilung von der Lebenshilfe e.V. als Eigentümer des EXIT-Gebäudes und der Projektgemeinschaft der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal ausgeführt. Alle Entwürfe sind ab dem 7. Juli bis zum Ende der Sommerferien im Brückenpark Müngsten im Exit-Gebäude öffentlich ausgestellt. (Christiane ten Eicken)

Waterbölles-Zwischenruf: Ein toller Entwurf. Glückwunsch für die Jury!

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Kommentare

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Harald Fetsch am :

Bei der Konzeptionierung des Brückenparkes wurde davon ausgegangen, dass damit eine Flusslandschaft erlebbar gemacht werden soll. Jetzt soll im Rahmen „diese Konzeptes“ das Flussufer mit Mauern und Gebäudeüberhängen weiter zugebaut werden. Dazu noch in einem Naturschutzgebiet, wo zum Beispiel aus diesem Grund das zu Wasser lassen von Kanus am Ufer verboten ist. Der Entwurf zeigt deutlich die ausschließliche Handschrift von Bau-Fachleuten. Der Brückenpark soll aber eine Funktion für die Besucher, Menschen, erfüllen. Bei Bauplanungen werden dazu leider fast nie Fachleute herangezogen. In der Wuppertaler Innenstadt gibt es ein Programm, zugebaute Uferbereiche aufzulockern und zugänglich zu machen. Hier wird es zugebaut. Übrigens, wie war das noch mal mit dem Hochwasserschutz, Fließgeschwindigkeiten, Artenvielfalt und den zugebauten Flussufern?

Michael Dickel am :

Die Kanuten nutzen eine extra für diesen Zweck ausgewiesene Stelle 200 Meter weiter flußaufwärts. Es macht Sinn, dies nicht überall zu erlauben. Kein Verständnis habe ich für Ihre weitere Kritik. Dort wo viele Menschen sind und auch weiter erwartet und gewünscht werden, kann der Naturschutz nur sekundär betrachtet werden. Durch die Bündelung an dieser Stelle bleiben der Natur zahlreiche Eingriffe von "Naturliebhabern" in sensibleren Bereichen verschont. Irgendwie muß man Mensch und Natur in Einklang bringen. Da nicht jeder sein stilles Plätzchen bekommen kann, sind solche Ausflugsziele wichtig und müssen auch entsprechend einem Massenpublikum hergerichtet sein. Ob man es selber nutzt, bleibt ja jedem selber überlassen. Mich sieht diese Seite der Wupper übrigens nie. Wäre es Ihnen lieber, Herr Fetsch, die zahlreichen Menschen, die den Brückenpark besuchen, würden entlang der Wupper bis zur Unterburg auf Deckchen am Ufer sitzen und Ihren Müll hinterlassen? Das wäre für die Artenvielfalt ja wohl von noch größerer Bedrohung. Und was architektonischen Geschmack angeht, da läßt sich bekanntlich immer streiten. Ich finde den Entwurf ebenfalls gut für den Zweck, den der Bau erfüllen soll. Ein möglichst naturnaher Bachlauf mit Fischteich war nicht ausgeschrieben.

Frédéric Ranft am :

Ich glaube, das Bild des Entwurfs täuscht etwas. Rechts von dem Modell war das Ufer auch bisher nicht zugänglich, links davon dürfte die große Wiese liegen. Inwiefern die Mauer in diese Richtung weiter gezogen wird, kann man auf dem Bild ja gar nicht erkennen.

Frédéric Ranft am :

Ich denke ich hatte Recht. Das Bild täuscht. Es gibt sowohl eine Ufertreppe, als auch einen kleinen Strand. Im Bild ist der Strand nicht zu sehen. Ich finde den Entwurf äußerst attraktiv. Um sich das besser vorstellen zu können, habe ich die Planung mal grob in Google Maps skizziert. Dazu gibt es weitere Bilder unter: http://www.deinfreierplatz.de/?p=125

Harald Fetsch am :

Herr Ranft, vielen Dank für die Mühe die Sie sich gemacht haben. Auf der Google-Projektion erkennt man, dass neue Mauern in die bisherige Uferlinie, und damit in die Wupper, gebaut werden sollen. Zusammengefasst aus der bisherigen Bebauung und der geplanten Neubaumaßnahme stellt sich der Brückenpark folgendermaßen dar: Es sollte ein Fluß-Landschafts-Erlebnispark werden. Dafür wurde das Ufer mit hohen, steilen Mauern und Betoklötzen mit Aussichtsbalkonen zugebaut. Nun soll er, wie schon vorher beschrieben, weiter zugebaut werden. Aus dem Fluß-Landschafts-Erlebnispark ist eine Bauaustellung für einen Landschaftsarchi-Techniker und einen Archi-Techniker geworden. Um dem angeblichen Zweck gerecht zu werden, wäre eine landschaftlich angemessene, dezentere Bebauung des Landschafts-Schutzgebietes angebrachter gewesen. Von der Flußlandschaft, dem Uferbereich, ist nichts mehr vorhanden. Es wurde für die Menschen eine Distanz zum Fluss geschaffen. Vorher konnten die Besucher an den Fluß herangehen und ihn direkt erleben.

Frédéric Ranft am :

Was werden sollte, weiß ich leider nicht. Ich kenne nur diese Vorlage. Das sie eher architektonisch orientiert ist, stimmt. Dass das auch Nachteile hat, sehe ich ein. Dass die Menschen nicht mehr in die Natur gehen, insofern es keinen Imbiss in der Nähe gibt, ist zwar schade, aber kaum zu ändern. Von daher freue ich mich einfach über Familien, die über die neue Treppe oder den Strand ans Wasser gelangen. Alle anderen haben ja die Möglichkeit, sich andere Wege zu suchen. Allerdings, und da stimme ich Ihnen ausdrücklich zu, sollte man bei zukünftigen Bauvorhaben aufpassen, dass uns die Natur nicht ganz abhanden kommt.

Uwe Witte am :

Generell ist es ja toll, dass man in Müngsten was Neues macht, obwohl das Exit besser ins Bild passt als das neue Gebäude. Nur, wie will ein Restaurant ohne Parkplatz existieren können? Da ich mich mehrmals in der Woche mit dem Rad in Müngsten aufhalte, sehe ich, was dort unten an Wochentagen los ist.... nichts. Absolute Ruhe. Nach der Eröffnung war dies anders, da war alles neu, und die Bevölkerung war neugierig. Und da das Volk fussfaul geworden ist, wird eine Restaurant ohne Parkmöglichkeiten nicht überleben.

Frédéric Ranft am :

Ich habe in Müngsten bisher andere Erfahrungen gemacht. Bei gutem Wetter fand ich den Park immer gut bevölkert vor. Parkplätze sind (inzwischen) mehr als genug vorhanden. An der B229 können mehr Menschen parken als in die drei Gebäude passen (und das sind zu Fuß wenige Minuten durch eine der schönsten Ecken der Region!).

Uwe Witte am :

Sicher ist an manchen Tagen was los. Machen sie sich mal die Mühe und fragen sie am Bistro, Minigolf und Fähre, dort ist an normalen Wochentagen weniger los. Und wo gibt es ein Restaurant ohne Parkplatz, ich kenne keines. Wer geht in den Wintermonaten oder bei Regen gerne 15 Minuten zu Fuss zum Essen.

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