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Nichts rührt sich am Steffenshammer im Morsbachtal

Im Dornröschenschlaf: Der Steffenshammer im Morsbachtal. Foto: Lothar Kaiser

Ein Klick auf das Foto, und Sie sehen eine "Diashow" zum Steffenshammer

Vor 20 Jahren bewahrten geschichts- und technikinteressierte Remscheider Bürger durch ihre Spenden (217.000 Mark) den aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammenden Steffenshammer im Morsbachtal vor dem Verfall. Viel getan hat sich seitdem nicht mehr. Gelegentlich wird der alte Wasserhammer noch für Führungen geöffnet und betrieben. Im vergangenen Jahr kamen die Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner auf die Idee, das Anwesen zu verkaufen. Anfang dieses Jahres meldete sich bei der Stadt der Unternehmer Peter Recknagel, der mit seiner Familie in Kremenholl in einem Fachwerkhaus wohnt, das sein Urgroßvater hatte errichten lassen, und der mit seinem Bruder in Betrieben in Hückeswagen und Schmalkalden Material für die Werkzeugindustrie produziert. Der Diplom-Ingenieur sieht in dem Steffenshammer mittelbar ein Stück Familiengeschichte. Weil beide Großväter Schmiede waren, der eine in Schmalkalden (Nägel), der andere bis zu einer Bombennacht im Zweiten Weltkrieg an der Brüderstraße in Remscheid (Holzbeitel und Hobeleisen).

Den Bodenrichtwert von 40.000 Euro, will Peter Recknagel zwar nicht bezahlen, sondern lediglich einen Euro. Aber dafür sichert er zu, den unter Denkmalschutz stehenden Hammer zu erhalten und weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Am 22. März dieses Jahres schrieb dazu die Bergische Morgenpost: „Dr. Urs Diederichs, Leiter es Historischen Zentrums, und Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann wären froh, wenn der Stadtrat der Übernahme des Steffenskammer durch Recknagel bald zustimmen würde.“

Soweit der Sachstand von März. Seitdem ist ein Vierteljahr vergangen, und nichts scheint sich getan zu haben. Kein Beschlussvorschlag der Verwaltung an die zuständigen Fachausschüsse des Rates. Und in Kürze beginnt die Sommerpause. Ring um den Steffenshammer machen sich derweil die Brennnessel breit. Dornröschenschlaf. Der Waterbölles hat bei der Stadtverwaltung angefragt.

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Kommentare

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Klaus R. Schmidt, IG Remscheider Stadtführer am :

Es bildet sich offenbar ein Förderkreis zum Erhalt des historischen Steffenshammers. Darunter auch Fachleute, die etwas vom Schmieden verstehen. Höchste Zeit für eine Entscheidung durch Verwaltung und Politik, um dieses Kleinod Remscheider Industriegeschichte der Nachwelt auch weiter zugänglich zu machen. Ich werde mich nicht abschrecken lassen und habe den Steffenshammer bei meiner für kommenden Freitag geplanten Führung Hasten-Büchel-Clemenshammer mit eingeplant. Die Tour startet um 15 Uhr vor dem Heimatmuseum (Haus Cleff) am HIZ in Hasten und dauert etwa zwei Stunden. Teilnehmer können sich dann selbst ein Bild vor Ort machen. Kostenbeitrag vier € pro Person.

Chronist am :

Dass nicht nur ein einzelner Remscheider Bürger, sondern gleich mehrere Interesse haben, den Steffenshammer zu übernehmen, hat heute Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann bestätigt. Es sei an die Gründung eines Vereins gedacht. Der müsse sich aber erst gebildet haben, bevor die Verwaltung der Politik eine Beschlussvorlage über die Zukunft des alten Hammer vorlegen könne. Henkelmann: "Bis Jahresende möchte ich alles über die Bühne haben."

Klaus R. Schmidt am :

Die aktuelle Berichterstattung sowohl im Waterbölles als auch im RGA hat zu einer erfreulich schnellen Reaktion der Remscheider Verwaltung geführt. Beim gestrigen Besuch der Aussenanlagen des Steffenshammers konnten sich die zahlreichen Teilnehmer (auch aus Wuppertal) der Stadtführung davon überzeugen, dass ganz kurzfristig ein Grünschnitt erfolgte. Auch die potenzielle Gefahr, die von einem geöffneten Zaunelement direkt am Weg oberhalb des zweiten Wasserrades ausging, wurde durch ein provisorisches Einhängen zunächst beseitigt. Dennoch natürlich bei allen die Enttäuschung, dass weder die "Kiepe" noch das Hammergebäude von Innen zu besichtigen war, ganz zu schweigen von der früher üblichen Inbetriebsetzung der Hammerwelle und einer Schmiedevorführung. Wenn Remscheid dem Rödl-Spargutachten folgt und eine Veräusserung des denkmalgeschützten Hammerensembles unumgänglich ist, dann bitte ohne Umschweife und mit Schadensbegrenzung. Ich kann mich nur wundern, dass sich die Abteilung RS des Bergischen Geschichtsvereins in dieser Angelegenheit überhaupt nicht zu Wort meldet.

wieland Gühne am :

Ich kann gut verstehen, dass sich Herr Schmidt freut. Leider ist es jedoch immer dasselbe: Erst wenn Öffentlichkeit vorhanden ist, bewegt sich die Verwaltung. Es wäre klasse, wenn es mal ohne ginge und die Verwaltung einfach ihren Job machte.

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