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"Offene Tür" für Senioren, heute so wichtig wie vor 50 Jahren

Das 50-jährige Bestehen der Altentagesstätte im Wiedenhof. Kleines Bild: Heimleiter Axel Milz-Wolf. Fotos: Lothar Kaiser "Möchten viele Betagte hier eine Gemeinschaft derer finden, die offene Augen für alles Schöne, offene Hände zum Helfen und Fördern, offene Herzen für Frieden und Freude haben!", steht auf einer Urkunde, die der damalige Vorsitzenden des Vorstandes des Gesamtverbandes evangelischer  Kirchengemeinden in Alt-Remscheid, Pastor Sixtus, am 27. Juni 1958 verlas. Anlass war der Abschluss der Rohbauarbeiten an einem Pavillon zwischen Mandt- und Bankstraße, wo bis dahin Baracken als Notunterkünfte gedient hatten. Als "Stube des Vertrauens" eröffnete drei Monate später in dem Neubau, den Spenden aus der Industrie sowie Zuschüsse der Stadt und der ev. Kirchengemeinden ermöglicht hatten, die Tagesstätte „Offene Tür für Alte“. Der Name hat sich geändert: Als „Offene Tür“ und Teil des Altenpflegezentrums „Der Wiedenhof“ wird heute das 50-jähriges Bestehen der Altentagesstätte gefeiert, wobei dem offiziellen Teil am Vormittag eine gesellige Kaffeerunde der Senioren am Nachmittag folgte.

„Wenn ich der ‚Offenen Tür’ heute weitere 50 Jahre wünsche mit viel Leben und viel Herz, so aus Egoismus“, scherzte Oberbürgermeisterin Beate Wilding, die mit Hinweis auf die schlechte Finanzlage der Stadt „nur ein kleines Gastgeschenk“ überreichte. Mit der Zahl älterer Menschen, auch und gerade alleinlebender, wachse auch die Bedeutung dieser „Begegnungsstätte gegen Einsamkeit,“ betonte Wilding. Dass der der demografische Wandel die Begegnungsstätten vor neue Herausforderungen stellt, bestätigte später auch Heimleiter Axel Milz-Wolf.

Begrüßen konnte in der kleinen Vormittagsrunde Geschäftsführer Wilfried Stoll auch den stellv. Vorsitzenden des Seniorenbeirats der Stadt, Helmuth Tomscheit, Sandra Imig-Bohm von der städtischen Wohnberatung und Hans-Günter Korb, evangelischer Pfarrer in Honsberg, der die Senioren im „Wiedenhof“ regelmäßig betreut. Er definierte das „Offene Tür“ als „Zeit haben für Gespräche, Rat und Hilfe“ und warnte davor, „Türen zu fest zuzuschlagen, denn dann besteht die Gefahr, dass man sich einmauert.“ Der Altentagesstätte des „Wiedenhof“ bescheinigte Korb, „mit dazu beizutragen, dass diese Stadt ihr menschliches Gesicht behält.“ Zu den festen Angeboten der Altentagesstätte zählen ein sonntäglicher Frühstücksbrunch alle vier Wochen sowie VHS-Kurse.  Dieter Janke, der 2006 pensionierte Leiter des Wiedenhofs,  verantwortet das Programm weiterhin ehrenamtlich mit (den Inhalt des Flyers, den er heute verteilte, finden Sie am Ende dieses Textes).

Zur Geschichte der Altentagesstätte: Nach Eröffnung des 'Wiedenhofs’ 1951 hatte sich schon bald gezeigt, dass der Wunsch nach Betreuung" weit über die Möglichkeiten hinausging, die in diesem Hause geboten wurden. Das betraf vor allem alte Menschen, die aus Platzgründen im Altenheim nicht aufgenommen werden konnten. Die "Offene Tür" sollte nach den damaligen Vorstellungen tagsüber hilfsbedürftige alte Frauen und Männer aufnehmen, versorgen und beraten (Sprechstunden von Juristen, Fürsorgern, Orthopäden oder Diätfachleute). Tatsächlich wurde am 6. Oktober 1958 ein fester Mittagstisch eröffnet; er wurde ein Jahr von 444 Senioren (monatlich) besucht. Das positive Echo auf die Altentagesstätte war so groß, dass selbst die Illustrierte "Constanze" einen ausführlichen Bildbericht brachte.

Im Sommer musste der Pavillon dem Erweiterungsbau des Altenheims weichen (bei gleichzeitiger Umwandlung von Mehrbett- in Einzelzimmer). Die Altentagesstätte wurde ins benachbarte Wohnheim verlegt. In dem Neubauflügel an der Mandtstraße waren im Erdgeschoß Räume für die "Offenen Tür" vorgesehen. Der Neubau wurde im Juni 1977 fertig gestellt und in einer Feierstunde am 2. Juli 1977 in Betrieb genommen. Die Feierstunde fand in den für die Altentagesstätte vorgesehenen Räumen statt (1 großer Saal mit Kaffeeküche, 1 Clubraum, 1 Büro- und Büchereiraum,2 Werkräume, Toilettenanlagen). Dort war die „Offene Tür“ dann bis Abriss/Neubau des Altenheims im Jahre 2002/2003 untergebracht. Dann wurde sie ins Wohnheim schräg gegenüber verlegt, sie sie auch nach Fertigstellung des Baubaus belassen wurde. Axel Milz-Wolf: „Manche Senioren kommen schon seit mehr als 20 Jahren die Tagesstätte. Der Besuch ist teilweise der einzige soziale und gesellschaftliche Kontakt und damit der wichtigste Termin in der Woche. Das Erleben von Gemeinschaft und Zugehörigkeit stärkt das Selbstwertgefühl, mobilisiert die Selbsthilfekräfte, fördert die Integration allein stehender Menschen und aktiviert die Eigeninitiative.“ Dabei arbeitet die „Offene Tür" generationsübergreifend, d.h. sie ist grundsätzlich für alle Menschen da, unabhängig von Nationalität, Konfession und Alter.

Auszug aus dem Programm-Fleyer der „Offenen Tür“:

 

  • Theaterclub jeden 1. Montag im Monat um 11 Uhr (Foyer Teo-Otto-Theater)
  • Sonntagskaffee: Jeden 1. Sonntag im Monat von 9 bis 16 Uhr)
  • Gesellige Runde mit Tanz: Jeden letzten Freitag im Monat von 17:30 bis 20 Uhr
  • Bingo: Jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr
  • Mittagstisch: Montag bis Freitag von 12 bis 14 Uhr
  • Computer – Club: Nach Terminabsprache im „Bergischen Löwen" (Altenpflegezentrum Wiedenhof))
  • Seniorenkino: Jeden 2. Mittwoch im Monat um 15 Uhr im „Bergischen Löwen"
  • Fotoclub: Jeden 1. Dienstag im Monat um 10:30 Uhr im „Bergischen Löwen", Clubraum
  • Skatclub: Jeden Mittwoch von 14 bis17 Uhr
  • Politik - Gesundheit – Soziales:  Dienstags um 15 Uhr
  • Demenzbetreuung: Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat von 9 bis 12 Uhr
  • Sitzgymnastik / Gedächtnistraining: Jeden Dienstag um 14 Uhr
  • Literaturtreff: Jeden 2. Donnerstag im Monat um 15 Uhr
  • Boccia: Nach Absprache und Wetterlage
  • Handwerkerkreis: Jeden Freitag ab 15 Uhr in der Werkstatt (Offene Tür)
  • Bergischer Kaffeenachmittag: Jeden Mittwoch von 14 bis 6:30 Uhr im Altenpflegezentrum.

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