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Den Kulturservice in bisheriger Form wird es nicht mehr geben

Franz Lebfromm am 21. Mai im Kreis von Freunden und Kollegen. Hier gratuliert zum Ruhestand gerade Viola Schwanicke, die Verwaltungsleiterin desTeo Otto Theaters. Foto: Lothar Kaiser

„Was wird aus dem Kulturservice?“, fragte der Waterbölles, als sich am 21. Mai Franz Lebfromm in den Ruhestand verabschiedete. Für eine Wiederbesetzung der Stelle im Kulturdezernat setzte sich jetzt in einem Schreiben an die Bezirksvertretung Lennep noch einmal Reintraut Schmidt-Wien von der Lenneper Kleinkunstbühne „Rotationstheater“ ein. Zitat:

Als Franz Lebfromm vor fünfzehn Jahren diesen Posten übernahm, den überhaupt einzurichten einer großen Kraftanstrengung bedurfte, befand sich das Rotationstheater noch in den Kinderschuhen. Im Laufe der Jahre wurde mir die Wichtigkeit eines Ansprechpartners bei der Stadt erst richtig bewusst. Er sei ein „Sprachrohr" für die Freien Kulturträger gewesen und habe „zahlreiche interessante und spannende Projekte der unterschiedlichsten Richtungen und in Kooperation mit ganz verschiedenen Einrichtungen angestoßen und durchgeführt, auf die Remscheid auf keinen Fall verzichten soll und darf! (…) Dazu brauchen wir dringend den Kultur Service und einen qualifizierten Leiter, der sich in Remscheid und besonders in seinem kulturellen Leben bestens auskennt.“

Die Mitglieder der Bezirksvertretung machten sich den Appell allerdings nicht zu eigen, sondern verwiesen auf die Sparvorschläge der Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner. Die Aufgaben von Franz Lebfromm seien innerhalb der Verwaltung auf mehrere Mitarbeiter verteilt worden, so dass die von Reintraut Schmidt-Wien befürchteten Nachteile einer Vakanz der Stelle nicht eintreten würden. Das hatte tags zuvor der Kulturausschuss genauso gesehen. Dort hatte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann ausgeführt, die Aufgaben des Kulturservice würden künftig vom Stadtmarketing wahrgenommen. Und auch für die Freie Kulturszene gebe es in der Verwaltung feste Ansprechpartner.

Nachtrag 21. Juli: Auch die W.i.R. trauert dem städtischen Kulturausschuss nach. Auf ihrer Internetseite schreibt Vorsitzender Thomas Brützel: "Bereits am 13. März 2008 haben W.i.R. und die GRÜNEN nachgefragt wie es weitergeht - aber es existiert immer noch keine abgestimmte Lösung (es ist Juli und wir sind in den Sommerferien). Mittlerweile beschweren sich die ersten Kulturinitiativen - bezeichnenderweise nicht beim Kulturausschuss, sondern bei der Bezirksvertretung! Ich ringe mit mir, ob man diese Situation nicht mit dem Begriff "Skandal" belegen kann - "unprofessionell" hat es sich auf jeden Fall verdient."

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Waterbölles am : Bürgerforen: Bürger und Politik sind geteilter Meinung

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„Die Sparliste ist aus dem Zwang heraus entstanden, den die Bezirksregierung durch ihre Haushaltsverfügung uns auferlegt hat“, sagte Jutta Velte von den Grünen zu Beginn des gestrigen Presseclubs in der Denkerschmette. Das von Gastgeber Reinhard Ulbrich g

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Kommentare

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Christoph Humpert am :

Schade, dass der Kulturservice nicht bestehen bleibt. Erst ging es der Bibliothek an den Kragen, und jetzt wird der Kulturservice geschlossen. Nur das teure Orchester wird nicht angetastet! Ich halte das für den falschen Weg! Ich wäre dafür, das Orchester schnellstmöglich aufzulösen und die kleineren, leistungsstarken Kultureinrichtungen weiter unterzustützen. Das Orchester wird von reichen Menschen besucht. Diese Menschen können mit dem Auto nach Wuppertal oder Düsseldorf fahren und dort ins Orchester gehen. Vielleicht würde sogar noch Geld übrig bleiben. Dieses Geld könnte man in den maroden Haushalt stecken oder die Kindergartengebühren senken!

Chronist am :

Auch die W.i.R. trauert dem städtischen Kulturausschuss nach. Auf ihrer Internetseite schreibt Vorsitzender Thomas Brützel: "Bereits am 13. März 2008 haben W.i.R. und die GRÜNEN nachgefragt wie es weitergeht - aber es existiert immer noch keine abgestimmte Lösung (es ist Juli und wir sind in den Sommerferien). Mittlerweile beschweren sich die ersten Kulturinitiativen - bezeichnenderweise nicht beim Kulturausschuss, sondern bei der Bezirksvertretung! Ich ringe mit mir, ob man diese Situation nicht mit dem Begriff "Skandal" belegen kann - "unprofessionell" hat es sich auf jeden Fall verdient."

Chronist am :

Aus eins mach zwei. Die Stelle von Franz Lebfromm („Kulturservice“) ist zwar weggefallen, die Aufgaben (z.B. der „Remscheider Sommer“) werden aber weiter erledigt. Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann hat, wie er gestern im Finanzausschuss berichtete, die bisherige Stelle von Uwe von Lonski (er ging als Verwaltungsleiter zum Teo Otto-Theater) aufgeteilt. Der Inhaber der einen Planstellenhälfte wird sich weiterhin um das Controlling der Kulturdienste kümmern, der andere, im Stadtmarketing angesiedelt, um den „Kulturservice“.

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