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Lichtkonzept für Rathaus Lüttringhausen kann sich sehen lassen

Die Anregung der Wählergemeinschaft W.i.R., für eine neue Rathausbeleuchtung spezielle Fördergelder einer Stiftung zu beantragen, wird schneller aufgegriffen, als es sich die W.i.R. hat träumen lassen. Allerdings nicht von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, die deswegen vom Fraktionsvorsitzenden Wieland Gühne angeschrieben worden war, und auch nicht bezogen auf das Remscheider Rathaus, sondern vom Heimatbund Lüttringhausen. Vorsitzender Peter Maar heute auf einer Pressekonferenz: „Das 100-jährige Bestehen des Rathauses Lüttringhausen steht vor der Tür; da könnten wir Geld für eine neue Beleuchtung gut gebrauchen. Der Förderantrag geht diese Woche raus!“ Und nächste Woche soll ein Aufruf an heimische Unternehmer folgen, dem Beispiel ihrer Vorgänger vor hundert Jahren zu folgen und auf das Spendenkonto 222224 bei der Stadtsparkasse Remscheid Geld zu überweisen für neue Lampen. Vor hundert Jahren waren damit drei Kronleuchter für den Ratssaal gemeint. Heute sollen es Halogenlampen werden, um Turm und Fassade des Gebäudes abends in ein warmes, weißes Licht tauchen zu können. Im Auftrag des Heimatbundes und der Remscheider Grünen erarbeitete die in Schloss Schloss Lüntenbeck in Wuppertal ansässige Firma Dinnebier, die sich mit individuelle auf Mensch und Architektur abgestimmte Lichtkonzepte bundesweit einen Namen gemacht hat, für das Rathaus Lüttringhausen einen Beleuchtungsplan. In Anwesenheit von Beatrice Schlieper und Stephan Jasper von den Grünen, Peter Maar und Bezirksvorsteher Philipp Veit (CDU) stellte ihn die Diplom-Ingenieurin und Lichtplanerin Katalin Kuhn heute Nachmittag der Presse vor. Zum Rathaus-Jubiläum am 19. September um 20 Uhr, so die Hoffnung von Peter Maar, sollen wesentliche Teile des neuen Beleuchtungskonzeptes mit Hilfe der Stadtwerke Remscheid soweit installiert sein, dass Oberbürgermeisterin Beate Wilding (ihr hat der Heimatbund das Jubiläumsprogramm des Vereins diese Woche zugeschickt), auf den roten Knopf drücken kann: „Licht an!“ Maar überlässt nichts dem Zufall: „Die Sonne geht an diesem Tag um 19.33 Uhr unter!“

Die 1.500 Euro für das Dinnebier-Konzept sind das eine; die Kosten für die die neuen Strahler, ihre Installation und notwendige Erdarbeiten sind das andere – und gehen weit darüber hinaus. Die Materialkosten allein bezifferte Katalin Kuhn heute mit 10.000 Euro. Die Hälfte davon will der Heimatbund beisteuern, die andere Hälfte erhofft er sich von „Unternehmern mit Bürgersinn“. Fest eingeplant ist auch eine „Sachspende“ der Stadtwerke. Mit Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann hat Beatrice Schlieper bereits ein erstes Gespräch geführt. Ende dieses Monats soll ein weiteres folgen, bei dem ihm das Beleuchtungskonzept der Lichtplaner näher erläutert werden soll. Es sieht vor, zwei Straßenlampen der Stadtwerke, die vor dem Rathaus stehen, näher an den Straßenrand zu versetzen – die Bauarbeiten wären dann die „Sachspende – um an den Mastspitzen die Strahler für die neue Rathausbeleuchtung anbringen zu können (siehe Planskizze). In einem zweiten Bauabschnitt könnten dann später die von den Wuppertaler Lichtplanern vorgeschlagene „Unterleuchtung“ einer links vom Rathaus stehenden Rotbuche und von zwei rechts vom Rathaus stehenden Straßenbäumen und die Versetzung von drei Fahnenmasten folgen sowie die Installation von Bodenleuchten am Fundament des Rathauses und auf den Balkonen. Katalin Kuhn: „Die Turmfenster von innen zu beleuchten, müsste eigentlich schon bis um Jubiläum im September gelingen.“ Notfalls könnten die Fenster auch mit einer reflektierenden Gaze bespannt werden.

Ursprünglich war die Renovierung der Rathausfassade von der Stadt erst in drei Jahren vorgesehen. Wegen des Jubiläums wurde sie vorgezogen. Das bedeutete  - wie bei der soeben abgeschlossenen Instandsetzung des Rathausturms in Remscheid – das Ende für die „Weihnachtsgirlanden“, die für beide Verwaltungsgebäude von Oberbürgermeister Fred Schulz angeschafft worden waren als Teil eines dann nicht mehr weiter verfolgten Planes eines „bergischen Lichtbandes“ (daran erinnerte heute Peter Maar). Gemeinsam hatten sich sodann Grüne und Heimatbund Gedanken gemacht, wie die bisherige Beleuchtung „weniger wartungsintensiv“ (Stephan Jasper) ersetzt werden könnte.

Das heute vorgestellte Konzept ist nicht identisch mit Überlegungen des städtischen Gebäudemanagements bzw. von EWR-Mitarbeitern, mit denen in den vergangenen Tagen Philipp Veit gesprochen hatte. Allerdings besteht wohl Übereinkunft zwischen den politischen Akteuren der Bezirksvertretung Lüttringhausen (sie behandelt das Thema am 20. August in der ersten Sitzung n nach der Sommerpause), die Lichtplanung von Dinnebier zur Grundlage der weiteren Verhandlungen mit den Stadtwerken zu machen.

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Kommentare

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Philipp Veit am :

Dazu habe ich zwei Anmerkungen zu machen. Das Konzept von SE28 und das von Dinnebier ist weitestgehend identisch. Überlegungen mit EWR bezogen sich dahin, evt. vorhandene Straßenleuchten zu nutzen, um den Rathausturm anzustrahlen und diese Anstrahlung mit der Straßenbeleuchtung zu koppeln. Prickelnd ist die Idee von Dinnebier, das Licht von oben auf das Rathaus fallen zu lassen, also der Sonne nachzuempfinden. Weiterhin erwähnen Sie, dass sich Heimatbund und Bündnis90/Die Grünen Gedanken zu einer "wenig wartungsintensiver" Beleuchtung gemacht haben. Diese Gedanken hatte der Bezirksvorsteher bereits in der Dezembersitzung 2007 geäußert und gleichzeitig gewünscht, dass die Restmittel der BV aus dem Jahre 2007 hierfür in Anwendung kommen sollten (was nach einem Gespräch mit dem Kämmerer nicht möglich ist). In den vergangenen Wochen fanden Gespräche des Bezirksvorstehers mit Stadtsparkasse, Deutscher Bank und Volksbank statt. In diesen Gesprächen wurde die Bereitschaft signalisiert sich an der Beleuchtung zu beteiligen, so, dass ich sehr zuversichtlich bin, dass der erste Abschnitt (Turmbeleuchtung) zu dem Jubiläumsfest in Betrieb genommen werden kann.

Harald Fetsch am :

Wie auf der Skizze zu ersehen ist, sollen die Straßenleuchten wohl an den Fahrbahnrand versetzt werden, und nicht an den Straßenrand. Also in die entgegengesetzte Richtung. Dadurch ergibt sich dann auch der flacherer Strahlenwinkel, um die Fassade ohne harten Schattenwurf anzuleuchten.

Heimatbund Lüttringhausen am :

Der gemeinsame Spendenaufruf von Heimatbund Lüttringhausen und Bezirksvertretung für eine neue Außenbeleuchtung des Lüttringhauser Rathauses ist bisher auf eine positive Resonanz gestoßen. Bis heute wurden insgesamt 10.240 Euro gespendet bzw. zugesagt. Zusätzlich hat die EWR GmbH / Stadtwerke Remscheid die kostenlose Installation der neuen Strahler sowie die Montage von Beleuchtungsmasten als Sachspende übernommen. Damit rückt die Möglichkeit in greifbare Nähe, am Abend des 19. September, also genau 100 Jahre nach der Einweihung des Rathauses, die von der Firma Dinnebier konzipierte Anstrahlung des Rathauses im Rahmen des vom Heimatbund organisierten großen Jubiläumsfestes in Betrieb zu nehmen. Um die optimale Beleuchtung des 100-jährigen Rathauses möglich zu machen, werden weitere Spenden erbeten. Diese können auf das Konto des Heimatbund-Fördervereins (siehe oben) eingezahlt werden. Es werden Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt. (Peter Maar, Vorsitzender des Heimatbundes Lüttringhausen)

Chronist am :

Wer befürchtete, dass das Rathaus Lüttringhausen zum Zeitpunkt des Jubiläumsfestes am 19. und 20. September nicht in angemessenem Glanz erstahlen könnte, kann nun den anstehenden Feierlichkeiten beruhigt entgegen sehen. Wie geplant wurde mit dem 1. Sanierungsabschnitt, der nun abgeschlossen ist, die Bausubstanz und damit der Erhalt des Baudenkmals gesichert. Nach der umfangreichen Sanierung von Fassade und Fenstern sowie der Wiederherstellung der Stabilität des Turmes werden dann im 2. Bauabschnitt am Turm Anstricharbeiten am Holzwerk (u.a. Holzeinfassung eines Giebeldaches) sowie Klempner- und Dachdeckerarbeiten in Auftrag gegeben. (aus einer Pressemitteilung der Stadt)

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Die Belange des Denkmalschutzes wurden an dem denkmalgeschützten Lüttringhauser Rathaus in früheren Zeiten oftmals nicht all zu ernst genommen. So konnten sich vor dem Rathaus in der Vergangenheit ein Schilderwald an Informationstafeln, eine Streusandkiste, eine schäbige Holzbank oder ein primitives Holzzäunchen ansiedeln. Mit der unter jetzt strenger Aufsicht der Denkmalbehörde erfolgten Sanierung des Rathauses wurde das Sammelsurium beseitigt und man kann nur hoffen, dass Begehrlichkeiten politischer oder sonstiger Gruppierungen, den Schilderwald wieder auferstehen zu lassen, keine Chance haben. Wenn sogar die neue Anstrahlung des Rathauses von der Denkmalbehörde genehmigt werden musste, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass das Denkmal Rathaus nicht nur als Gebäude sondern auch in seiner unmittelbaren Umgebung vor Wildwuchs geschützt wird. In Lüttringhausen dürfte es genügend andere Stellen geben, an denen für politische Ziele oder für eine Wohnungsbaugesellschaft geworben werden kann. (Peter Maar, Vorsitzender)

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Insgesamt werden auf der Basis des von der Firma Dinnebier entwickelten Beleuchtungskonzeptes zehn0 hochmoderne, energiesparende Strahler in Betrieb genommen. Davon werden drei Strahler den Turm und sieben Strahler die Fassaden beleuchten. Zusätzlich werden vier leistungsfähige Bodenstrahler vier große Linden, die zwischen dem Rathaus und der Gneisenaustraße am Bandwirkerbrunnen stehen, angestrahlt und so die Umgebung in die Beleuchtung einbeziehen. Es handelt sich um eine Dauerbeleuchtung, d.h., die Beleuchtung wird in den Abend- und frühen Nachtstunden immer in Betrieb sein. Die noch ausstehende Bodenbeleuchtung (eingelassenen Strahler) an der Front des Gebäudes mit vier weiteren Strahlern kann erst realisiert werden, wenn die Sanierung der darüber liegenden Balkone erfolgt ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 30.000 Euro. Die oben beschriebene und jetzt realisierte Beleuchtung kostet ca. 24.000 Euro, die über die von uns organisierte Spendensammlung in nur zwei Monaten zusammengekommen sind. Ein großer Dank gilt der EWR GmbH und Prof. Dr. Hoffmann sowie der städtischen Gebäudewirtschaft, die uns hervorragend unterstützt haben. Auch Bezirksvorsteher Philipp Veit hat uns bei der Realisierung maßgeblich unterstützt. Ein Dank ist auch an Bündnis 90/Die Grünen und hier an Ratsmitglied und Bezirksvertreter Jasper zu richten, die durch die von ihnen vorgeschlagene Beauftragung der Firma Dinnebier der Realisierung den entscheidenden Anstoß gegeben haben. Und natürlich ist den vielen Spendern, die Beträge zwischen fünf und 4.000 Euro gespendet haben, zu danken. Aus dem Kreis der Spender haben wir ausgelost, wer am Freitagabend auf den Knopf drücken wird: Es ist kein Prominenter, wie sonst bei solchen Anlässen üblich, sondern entsprechend unseren Vorstellungen eine über 80-jährige Dame aus der Lüttringhauser Richthofenstraße, die, wie sie sagte, "diese große Ehre" mit noch größerer Freude annahm. (Peter Maar, Vorsitzender)

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