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Bedarf an neuen Wohnungen wurde "großzügig" ermittelt

Insgesamt war in Remscheid der Trend der Wohnungsbautätigkeit zwischen 1995 und 2005 rückläufig. Der Nettowohnungszugang, der Saldo zwischen fertig gestellten Wohnungen und Wohnungsabbrüchen, umfasste im Zeitraum 1996-2000 noch 1.827 Wohnungen und fiel auf 1.200 im Zeitraum 2001-2005. Dies entspricht einem Rückgang um ca. 34 Prozent.

Durch die Wohnungszugänge erhöhte sich der gesamte Wohnungsbestand in der Vergangenheit kontinuierlich von 54.674 im Jahr 1990 auf 59.640 im Jahr 2006. Die, Wohnungsbautätigkeit und auslaufende Bindungsfristen für Sozialwohnungen veränderten gleichzeitig aber die Struktur des Bestandes. Während der Anteil des frei finanzierten Wohnungsbestandes zwischen 1990 und 2001 um 33,2 Prozent zulegte, verringerte sich der Anteil des Bestandes der Sozialwohnungen im gleichen Zeitraum um 53,9 Prozent und stellte im Jahr 2001 nur noch etwa 13,1 Prozent des gesamten Bestandes gegenüber 30,3 Prozent im Jahr 1990.

Der Einwohnerrückgang von 125.539 zum 31.12.1995 auf 119.048 zum 31.12.2005, Nachverdichtungen im Wohnungsbestand, die Entwicklung neuer Wohnstandorte und die Umwidmung zuvor anderweitig genutzter Flächen zu Wohnbauflächen führten stadtweit zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt. Diese spiegelt sich beispielsweise in der Anzahl der Einwohner je Wohnung wieder, die in einer langfristigen Betrachtung seit 1970 von rd. drei auf rd. zwei Einwohnern je Wohnung zurückging.

Neben der demografischen Entwicklung sind für die Wohnungsnachfrage und deren Struktur u.a. steigende Ansprüche an die Lebensqualität und die Wohnflächenausstattung, die Einkommens- und die Wohnkostenentwicklung, oder der Trend zu Single- und Kleinhaushalten zu berücksichtigen, somit auch Bestimmungsgrößen, über die auf der städtischen Ebene keine hinreichenden Daten vorliegen. Die Schätzung des Wohnungsbedarfs in der Stadt Remscheid bis 2015 bedient sich daher eines vereinfachten Modells (…) Ausgangswert der Wohnungsbedarfsschätzung ist eine Zahl von rd. 114.884  Einwohnern am 1.1.2015. (…) Die Struktur der privaten Haushalte, die die Nachfrage nach Wohnungen präsentieren, wird künftig insbesondere von der Zunahme der Zahl der älteren Menschen über 65 Jahre, die zu einem großen Teil in Einpersonenhaushalten leben, geprägt sein. Die Zahl der Einpersonenhaushalte wird bis 2015 um knapp 18 Prozent zunehmen. Während ausgelöst durch die abnehmenden Geburtenzahlen bzw. schwächeren Altersjahrgänge der Jugendlichen sowie den Trend zur Singularisierung auch bei der Bevölkerung in jungem und mittlerem Alter die Zahl der Mehrpersonenhaushalte abnehmen wird. Für die Zweipersonenhaushalte wird ein Rückgang um rd. sechs Prozent, für Dreipersonenhaushalte um rd. 13 Prozent und für Haushalte mit vier und mehr Personen ein Rückgang um 14 Prozent erwartet. Die Veränderung der Haushaltsstruktur bzw. die fortschreitende Singularisierung führt zu einem Absinken der durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,11 Personen/Haushalt in 2003 auf 2,01 Personen/Haushalt zum 1.1.2015.

Die Zahl der Haushalte wird sich unter diesen Annahmen bis 2015 in etwa stabilisieren und von rd. 56.800 geringfügig auf rd. 57.200 ansteigen. (…) Insgesamt beträgt der dem Flächennutzungsplan zugrunde gelegte Wohnungsbedarf 2.277 Wohneinheiten. Er  kann zu rd. 1.330 Wohneinheiten in noch verbliebenen Wohnbauflächen- und Mischgebietsreserven gedeckt werden. Der … auf neuen Flächen zu realisierende Wohnungsbedarf beläuft sich auf etwa 950 WE. Für den Zeitraum vorn 2003 bis zum 2015 wird der Bedarf an Ein- und Zweifamilienhäusern auf 1.128 Wohneinheiten (WE) geschätzt, der im Geschosswohnungsbau auf 1.149 WE.

Während die reale und voraussichtlich auch - gemäß der aktuellen Prognose - die zukünftige Bevölkerungsentwicklung durch insgesamt drastischere Rückgänge geprägt ist und somit ein Bedarf in neuen Flächen bestimmbar wäre, der deutlich niedriger ist, als aufgrund der Wohnungsbedarfsschätzung zu vermuten ist, wird an den vorliegenden Ergebnissen festgehalten. (...) Eine Fortführung des Trends der Abwanderungen wird auf Dauer nicht erwartet. Wer in Remscheid bleiben oder zurückkommen möchte, soll auch ein adäquates Wohnungs- bzw. Grundstücksangebot vorfinden. Allgemeine Indikatoren wie eine Verteuerung von Kraftstoffpreisen oder einer Abschaffung von Fahrtkostenerstattung sowie Eigenheimzulage wirken langfristig tendenziell einer fortlaufenden Suburbanisierung entgegen, soweit diese mit einem Einpendeln in das per Saldo immer noch deutliche Einpendlerzentrum Remscheid verbunden ist. (Aus dem Entwurf zum neuen Flächennutzungsplan der Stadt Remscheid)

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