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Mit neuen Waldgebieten ist in Remscheid nicht zu rechnen

Remscheid wird in weiten Teilen von Wald geprägt. Die Waldflächen haben eine große Bedeutung für die Erholung, das Stadtklima, den Schutz vor Immissionen, den Wasserhaushalt, den Bodenschutz und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Es handelt sich hierbei zu 65  Prozent um Laubwald und zu 35  Prozent um Nadelwald. Der Waldanteil im Stadtgebiet beläuft sich gemäß dem Statistischen Jahrbuch 2006 auf 28,3 Prozent. Im Westen gingen im Laufe des letzten Jahrhunderts große Teile aufgrund der zunehmenden Bebauung verloren, während im Osten die Ausweitung der landwirtschaftlich genutzten Fläche als die Hauptursache für Rodungen zu nennen ist. Im Eigentum der Städte Remscheid und Solingen sowie des Landes Nordrhein-Westfalen befinden sich ca. 40 Prozent der Waldflächen. Der größte Waldanteil (ca. 60 Prozent) ist in Privatbesitz - oft mit Parzellen unter einem ha Größe. Die Bestandsstruktur ist sehr kleinteilig. Auf 76 Prozent der Flächen sind Mischbestände vorhanden. Nur sieben Prozent weisen eine Laubbaumart und 17 Prozent eine Nadelbaumart auf.

Der Wald ist mit Ausnahme der Siedlungsschwerpunkte über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Größere zusammenhängende Waldgebiete befinden sich meist an den Stadtgrenzen. Besonders hervorzuheben sind die Buchenwaldbestände an den Wupperhängen bei Reinshagen, die aufgrund ihrer regionalen Bedeutung für das Biotopverbundsystem nach der Richtlinie Flora-Fauna-Habitat (FFH) als besondere Schutzgebiete festgesetzt wurden.

Mit einem Waldanteil von 31,5  Prozent des Stadtgebietes und nahezu 50  Prozent des verbliebenen Freiraumes gehört die Stadt Remscheid nicht zu den Regionen des Landes, in denen grundsätzlich eine Waldvermehrung angestrebt wird. Durch im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen erforderliche Ersatzaufforstungen im Verhältnis 1:1 und unter Umständen darüber hinaus kann es zu einer Vergrößerung des Waldbestandes kommen. Der starke Strukturwandel in der Landwirtschaft kann zu einer steigenden Bereitschaft zu Erstaufforstungen führen.

Grundsätzlich soll der vorhandene Waldanteil zur Erfüllung der vielfältigen ökologischen Funktionen und zum Zwecke der ruhigen Erholung erhalten bleiben und entwickelt werden. Dabei wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Waldanteil und Offenlandbiotopen angestrebt. Durch naturnahe Waldwirtschaft sollen gestufte und bodenständige Wälder aufgebaut und Kahlschläge vermieden werden. Diese Bereiche sollen zur Verbesserung des Freiraumverbundes beitragen. Unter Berücksichtigung der räumlichen Gegebenheiten und wirtschaftlichen Aspekte ist eine nachhaltige und rentable Bewirtschaftung vorgesehen. Bei der Waldvermehrung ist darauf zu achten, dass wertvolle Offenlandbiotope nicht aufgeforstet werden. Dies gilt insbesondere für die erhaltens- und besonders schützenswerten Grünlandstrukturen in den Bachtälern.

Im Flächennutzungsplan-Entwurf sind insgesamt ca. 2.352 ha als Wald dargestellt. In den Grün- und Parkanlagen (Edelhoffpark, südl. Wasserspeicher Ecke Albert-Schmidt-Allee/Heinrich-Hertz-Straße, einem Grundstücksteil der Krankenanstalten Burger Straße sowie Sieper Park) befinden sich Waldflächen im Sinne des Bundeswaldgesetzes. Die Stadt Remscheid beabsichtigt, diese Waldflächen zu erhalten und funktionsgerecht zu pflegen. (aus dem Entwurf des neuen Flächennutzungsplanes der Stadt Remscheid)

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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Danke für diesen aufklärenden Bericht. Vielleicht trägt er auch dazu bei, diese ständigen, jeglicher Sachkenntnis entbehrenden Forderungen nach neuen Gewerbegebieten in Remscheid auf ein realistisches Maß zu reduzieren. Heute stand in der Zeitung bereits wieder ein Artikel, worin erwähnt wird, dass man nach neuen Gewerbeflächen in Remscheid sucht, weil die Blume wohl nicht realisiert werden kann. Schau an! Vielleicht nutzt man aber in Zukunft unsere natürlichen Schätze viel sinnvoller, stellt die wertvolle Natur im Stadtbereich, der Umgebung und die Sehenswürdigkeiten viel mehr in den Vordergrund, statt nie realisierbare Gewerbeflächen auf einer EXPO. Und gewinnt vielleicht neue Arbeitsplätze im Tourismusbereich hinzu? Unser Wetter ist doch auch nicht mehr so schlecht wie früher. Oder? Für konstruktive, detailliert begründete und auch umsetzbare Vorschläge zu neuen Gewerbeflächen (von Gebieten reden wir besser nicht mehr) bin ich jederzeit aufnahmebereit. Wo bleiben sie nur?

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