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Gelände der alten Seifensiede soll Gewerbegebiet werden

Die alte Tierkörperbeseitigungsanstalt in Bergisch Born. Foto: Lothar KaiserSchon seit etlichen Jahren wird in der „Tierkörperbeseitigungsanlage“ (TBA) in der Bergisch Born kein Tierkadaver mehr zu Seife verarbeitet. Der Betrieb wurde aufgegeben; die Gebäude stehen aber noch, von der Straße nach Hückeswagen aus kaum sichtbar, da durch Bäume und Büsche größtenteils verdeckt. Die Stadt Remscheid würde das TBA-Gelände und die nordwestlich angrenzende Fläche im neuen Flächennutzungsplan der Stadt gerne als Gewerbegebiet ausweisen. Schließlich grenzt daran das Industriegebiet Bergisch Born, in das z.B. die Firma Elotherm (früher Hasten) gezogen ist. Doch die Bezirksregierung in Düsseldorf hat Bedenken angemeldet. Der Gebietsentwicklungsplan (GEP) 99 sehe dort „allgemeinen Freiraum- und Agrarbereich“ vor. Zitat: „„Für die TBA ist die Betriebsgenehmigung seit langer Zeit erloschen. Die Gebäude auf dem Gelände befinden sich im Verfall. Die zweckgebundene Nutzung liegt nicht mehr vor.“ Und weil die auf der Zweckbindung beruhende Privilegierung entfallen sei, müsse die Darstellung einer gewerblichen Baufläche zurückgenommen werden. Stattdessen regt die Bezirksregierung mit Hinweis auf das naheliegende „besonders schützenswerten Dörpebachtal“ die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes an und schlägt weiter vor, einen Sanierungsplan („z. B. für die Entwicklung eines Sekundärbiotops“) aufzustellen und das Gelände wiederherzurichten. In diesem Zusammenhang zitiert die Bezirksregierung aus dem GEP 99:

Die alte Tierkörperbeseitigungsanstalt in Bergisch Born. Foto: Lothar Kaiser"Für die nachhaltige Entwicklung der Umweltqualität des Regierungsbezirkes und zur Sicherung der in wesentlichen Teilen land- und forstwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft ist ein zusammenhängendes Regionales Freiraumsystem zu sichern und in seinen verschiedenen Freiraumfunktionen aufzuwerten."

Die landesplanerischen Bedenken, mit Verfügung von Februar 2008 wiederholt, teilt die Stadt Remscheid jedoch nicht. Zumal die Bezirksregierung vor zwei Jahren noch eine landesplanerische Zustimmung zur Darstellung der Fläche der ehemaligen TBA selbst und der angrenzenden Erweiterungsfläche als gewerbliche Baufläche in Aussicht gestellt habe - unter der Voraussetzung eines Flächentausches. Zitat: „Mit der Zielsetzung, die Biotopverknüpfung zwischen dem Langenbachtalsystem und den Dörpebachtalschlüssen zu verbessern, wurde vorgeschlagen, die im Osten des Gewerbegebietes Bergisch Born an der B 237 gelegene unbebaute ehemalige Fläche für Versorgungsanlagen, die im rechtswirksamen Bebauungsplan BP 495 als Gewerbegebiet festgesetzt ist, in Fläche für die Landwirtschaft zurückzuführen.“

Dafür glaubt die Bauverwaltung auch heute noch gute Gründe zu haben: „Der Standort der ehemaligen TBA ist baulich vorgeprägt. Eine gewerbliche Folgenutzung dient der Werterhaltung einer Fläche in öffentlichem Eigentum, für die Teile der Erschließung vorhanden sind. Eine gewerbliche Nutzung der Fläche beiderseits der Zufahrt zur ehemaligen TBA verbessert die Wirtschaftlichkeit der Erschließung und vergrößert das örtliche Flächenpotenzial. Durch die Rückführung der gewerblichen Baufläche wird die Lücke, die der Biotopverknüpfung dienen soll, im Vergleich mit der Darstellung des FNP-Vorentwurfs erweitert. (…) Sie würde deshalb dem Gewässer- und Biotopschutz eher dienen als der Verzicht auf die gewerbliche Baufläche TBA incl. Erweiterungsfläche.“

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Der Plan der Verwaltung, das 19.143 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen Tierkörperbeseitigungsanlage in Bergisch Born für 98.000 Euro an die Remscheider Entsorgungsbetriebe verkaufen, liegt dem Haupt- und Finanzausschuss inzwischen als Antrag vor. Die REB (TBR) wollen dort weiterhin (bislang zur Miete) ihre die Biomüll-Umladestation betreiben.

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