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Rückblick: Remscheid im Juli 1998

Vor zehn Jahren überlegten Remscheider Schwerbehinderte, eine eigene Wählergemeinschaft zu gründen, weil sie sich von der Stadt nicht genügend unterstützt sahen. Das teilte der Behindertenbeirat damals Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich schriftlich mit. Das neue Sportbad am Stadtpark könnten Behinderte beispielsweise nur mit Mühen benutzen. Gegründet wurde die Wählergemeinschaft nie.

Die Remscheider Unternehmer hatten vor zehn Jahren, wie damals der Landschaftsverband Rheinland mitteilte, gemeinsam mit den Solingern die vorgeschriebenen sechs Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzt. Der Arbeitsamtsbezirk Solingen  war damit der einzige im Lande, der die Pflichtquote erfüllte.

Von Remscheider Rentnern erhielt  Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer im Juli 1998 rund 10.000 Unterschriften als Protest gegen „Ungerechtigkeiten der Gesundheitsreform“.  Die Zuzahlung bei Medikamenten sei für ältere Menschen inzwischen kaum noch leistbar.

Die Industrie- und Handelskammer Wuppertal, Remscheid, Solingen meldete im Juli 1998, im ersten Quartal sei der Auslandsumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel gestiegen. Die Remscheider Unternehmer hätten mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland gemacht. Wie das Landesamt für Statistik damals mitteilte, gab es - gemessen an der Einwohnerzahl - in Remscheid mehr Millionäre als in Wuppertal und Solingen. (1995 hatten in den bergischen Großstädten 2224 Menschen ein Vermögen von mehr als einer Million Mark). Fie Pro-Kopf-Verschuldung bei vor zehn Jahren in Remsched bei 1390 Mark.

DAS ZDF-Wirtschaftsmagazin Wiso Banken stellt im Juli 1998 neun Remscheider Geldinstituten (bzw. –filialen) kein gutes Zeugnis aus: Ihre Kundenberatung bei Geldanlage sei nur mangelhaft;  Anlagekonzepte würden vielfach nur unverständlich erklärt, eigene langfristigte Anlageangebote rediteträchtigeren Konkurrenzprodukte vorgezogen. Wiso hatte die Institute stichprobenartig getestet.

Kanu-Touren auf der Wupper erfreuen sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit (wenn auch in diesem Jahr schon mehrfach der niedrige Wasserstand beklagt wurde). Die Idee dazu kam vor zehn Jahren auf. Damit Kanusportler die Wupper durchgängig befahren könnten, arbeite man an Plänen, die Wupperwehre und die seichteren Stellen umzugestalten, berichtete der Wupperverband im Juli 1998.

Im Juli 1998 bestätigte das Bundesverfassungs-Gericht die Rechtschreibreform. Doch in der Remscheider Stadtverwaltung blieb zunächst alles beim Alten. Mit  der Einführung der neuen Schreibweise werde man warten, bis die Länder-Innenminister einen gemeinsamen Umstellungstermin für den öffentlichen Dienst vereinbart hätten, sagte damals Oberbürgermeister Reinhard Ulbrich.

Die „Balkan-Trasse“ wird zum Fahrradweg; der Waterbölles berichtete es vergangene Woche. Vor zehn Jahren wiesen die „Zeichen der Zeit“ noch in eine ganz andere Richtung. Da war im Bedarfsplan des Landesverkehrsministeriums noch vom Bau einer Stadtbahn von Wermelskirchen nach Remscheid die Rede, allerdings „nicht vor dem Jahre 2015“.

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