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OB Wilding bittet Ministerpräsident um Hilfe für Hertie

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Oberbürgermeisterin Beate Wilding wandte sich heute Abend nach Vorliegen neuer Medienberichte zur Zukunft der Warenhauskette Hertie unmittelbar an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. Der Brief an Herrn Dr. Jürgen Rüttgers hat folgenden Wortlaut:

„Auch die Stadt Remscheid ist von der drohenden Insolvenz der Warenhauskette Hertie betroffen, da eines der Kaufhäuser des Essener Konzerns seinen Standort im Remscheider Stadtteil Lennep hat. Dieses Warenhaus kann auf eine mehr als acht Jahrzehnte währende Geschichte zurückblicken und besitzt als Einzelhandelsunternehmen eine wesentliche und über die Grenzen der  Stadt Remscheid hinausgehende Bedeutung.

 

Mit großer Sorge verfolgen Rat und Verwaltung der Stadt Remscheid die Geschehnisse im Nachgang der Veräußerung dieses Standortes durch den KarstadtQuelle-Konzern an die britische Warenhauskette Dawnay Day, deren Hauptinvestor sich offensichtlich in massiven finanziellen Schwierigkeiten befindet. Wie ich den Medienberichten des heutigen Tages entnehmen konnte, hat sich das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium in die laufenden Gespräche eingeschaltet. Den Einsatz von Frau Ministerin Thoben begrüße ich und sehe darin eine Möglichkeit, der Hertie-Warenhausgruppe durch Gewährung einer Landesbürgschaft den erforderlichen Zeitraum für eine Restrukturierung des Geschäftsbetriebes einzuräumen und auf diese Weise die Arbeitsplätze im Unternehmen und damit auch an dessen Remscheider Standort zu sichern.

Ich bitte Sie, die Verhandlungen wohlwollend und unterstützend zu begleiten und die Gewährung einer Landesbürgschaft zu ermöglichen. Die Stadt Remscheid wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung, nach Kräften die Bemühungen zum Erhalt des Standortes unterstützen. Diesbezüglich hat mein Zentraldienst für Stadtentwicklung und Wirtschaft bereits Kontakt mit der Konzernleitung, der Filialleitung und dem Betriebsrat vor Ort aufgenommen.

Bereits Mitte der 90er Jahre konnte ein unverschuldet in die Krise geratener Remscheider Maschinenbauer durch eine Landesbürgschaft und dank des persönlichen Einsatzes unseres damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden. Ich bin davon überzeugt, dass es durch eine konzertierte Aktion der betroffenen Gemeinden und des Landes auch hier gelingen kann, dem Unternehmen und seinen Beschäftigten in dieser schwierigen Lage die entscheidende Hilfe zukommen zu lassen.“ (Büro der Oberbürgermeisterin)

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Kommentare

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Christoph Humpert am :

Ich bin der Meinung, dass man nicht immer direkt nach Staatseingriffen rufen soll! Vielleicht sollte sich Frau Wilding mal Gedanken machen, weshalb Hertie in einer Krise steckt. Vielleicht ist es ja auch so, dass der ganze Hertie-Konzern durch Misswirtschaft gekennzeichnet ist. Würden bei einer Insolvenz von Hertie die Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen weiterbestehen!? Vielleicht wäre ein Marktaustritt von Hertie die bessere Alternative? Ebenso sollte man sich die Frage stellen, ob eine Bürgschaft eine zukünftige Insolvenz vermeiden könnte!? Jedenfalls ist bei staatlichen Eingriffen von Fall zu Fall zu entscheiden. Der Fall Holzmann war ein abschreckendes Beispiel für Staatsinterventionismus.

Jutta Velte am :

Ach Herr Humpert, in welchem Semester studieren Sie eigentlich? Ich persönlich begrüße den Brief der Oberbürgermeisterin. Für die MitarbeiterInnen und den Ortskern von Lennep wäre es doch eine Katastrophe, wenn Hertie wegfiele. Weder ist dort die Misswirtschaft des alten Managements noch die Pleite der Heuschrecke, die die Firma übernommen hat, zu verantworten. Nach meinem Verständnis geht es doch jetzt darum, kurzfristig zu helfen, um eine erfolgreiche Marktteilnahme von Hertie wieder möglich zu machen.

Christoph Humpert am :

Ich habe nur mehrere Fragen gestellt. Für Sie scheint es ja weder ein Missmanagement bei Hertie zu geben noch die Verantwortlichkeit einer Heuschrecke. Ich bin mir da aber nicht so sicher! Jedenfalls scheint das Geschäftsmodell von Hertie nicht zu funktionieren. Ist das dann nicht ein Management-Problem? Natürlich haben die Mitarbeiter in Remscheid auf das generelle Geschäftsmodell keinen Einfluss, aber das ist doch auch völlig unerheblich, oder? Ich finde es auch gut, dass man sich um die Zukunft eines Kaufhaus-Standort in Lennep bemüht, aber man darf doch mögliche Hilfemaßnahmen kritisch hinterfragen, oder? Wird einem strauchelnden kleinen Einzelhandelsbetrieb auch eine Landesbürgschaft angeboten?

Michael Dickel am :

Ich schliesse mich ausnahmslos der Meinung von Herrn Humpert jun. an. Es war auch mein erster Gedanke, wer mir denn z.B. hilft, wenn es um die Existenz geht. Wenn das Kaufhaus in Lennep schwarze Zahlen schreibt bin ich verhältnismäßig sicher, dass es mit einem anderem Namen weitergehen wird. Warum das mit Steuergeldern subventioniert werden muß, frage ich mich wirklich. Für jeden der 40 Angestellten bleibt (ich weiß dass es zynisch klingt) noch als letzte Sicherheit Arbeitslosengeld u.s.w. Für den Einzelhändler gibt es das meines Wissens nach nicht. Und was Subventionen für Großunternehmen bedeuten, weiß die Öffentlichkeit spätestens seit NOKIA.

David Schichel am :

Dann fragen Sie doch mal die kleinen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister in Lennep, was sie davon halten, wenn das Kaufhaus aufgeben muss. Der Staat bürgt an allen Ecken für Dinge, die dann hoffentlich irgendwann mal Arbeitsplätze und Steuern bringen sollen. Warum dann nicht an einer Stelle, wo bestehende Strukturen (in ganz Lennep) betroffen sind?

Michael Dickel am :

Scheinbar schreiben Sie nach dem Lesen meines Namens schon einen Kommentar, ohne meine Zeile zu lesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Kaufhaus, welches schwarze Zahlen schreibt - und das soll das Lenneper Haus ja wohl - auch weiterhin existieren wird. Alles andere wäre doch wohl dumm. Wäre es nichts für Sie?

David Schichel am :

Ich fänd´s auch dumm. Deshalb fänd 'ich es auch dumm, wenn die OB nicht ihr Möglichstes tun würde. Für mich wär's aber nichts, leider.

Fraktion der CDU am :

Die Hiobsbotschaft betrifft auch die Filiale in Remscheid: Die Hertie GmbH in Essen hat heute einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen sieht trotz intensiver Bemühungen von Geschäftsführung, Betriebsrat und Mitarbeitern eine Restrukturierung vorzunehmen, keinen anderen Ausweg aus der finanziellen Krise. Aus dem Wirtschaftministerium NRW wird zwar ein Konsolidierungskurs angestrebt – aber ob dieser Kurs zum gewünschten Ziel einer Weiterführung der Hertie-Filialen führt, vermag noch niemand zu sagen. Grund genug für den stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden und Sprecher der BV Lennep, Hilmar Somborn, nicht einfach die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten. „Die CDU-Fraktion wird sich einmischen. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um eine endgültige Schließung und damit eine Katastrophe abzuwenden, die nicht zuletzt auch die Mitarbeiter der Hertie-Filiale in Remscheid-Lennep betrifft!“, bekennt der CDU-Mann seine Solidarität und die seiner Fraktion. Einen Schritt in diese Richtung ließ Elke Rühl, MdL und CDU-Ratsmitglied auch sogleich folgen. Sie sucht das Gespräch mit dem Geschäftsführer der Remscheider Filiale, um ihm ihre Hilfe und Unterstützung als Landtagsabgeordnete anzubieten.

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