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Arbeitslosigkeit stieg in den Sommerferien nur geringfügig

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Zur Situation in der Stadt Remscheid Der Arbeitsmarkt in Remscheid hat sich auch im Juli nicht aus der Spur bringen lassen. Daran konnten auch der Schulentlasstermin, die Beendigung vieler Ausbildungsverhältnisse sowie der Quartalskündigungstermin insgesamt nichts ändern.  Insgesamt wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und der ARGE im abgelaufenen Monat 366 Stellen (Vormonat: 414) gemeldet. Davon sind 270 Stellen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Dass sind geringfügig (- 19) weniger als vor einem Monat und auch (-38) weniger als vor einem Jahr. Zudem wurden 79 Arbeitsgelegenheiten (MAE) für AlgII-Bezieher den Vermittlungsfachkräften gemeldet. Der Vergleichswert des Vormonats lag bei 98 bzw. 113 im Vergleich zum Vorjahr.

Aktuell sind noch 818 Stellen zu besetzen, darunter 591 Stellenangebote für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, unter anderem für die Bereiche Metallerzeuger und- bearbeiter (99), Schlosser und Mechaniker (96), Elektriker (42), Warenkaufleute (30), Verkehrsberufe (32), Organisations-, Verwaltungs- Büroberufe (29), Gesundheitsdienstberufe (40) und Reinigungsberufe (10).

Die Zahl der Arbeitslosen ist, obwohl sich insbesondere viele junge Menschen arbeitslos gemeldet haben, nur geringfügig (plus 1,0%) gestiegen. Dazu nicht unwesentlich beigetragen hat auch wieder das große Angebot an freien Stellen, die die Remscheider Arbeitgeber gemeldet haben. Daraus resultierend fanden 331 Männer und Frauen wieder eine Beschäftigung. Das waren sogar geringfügig mehr Arbeitsaufnahmen als im Vormonat. Damit bleibt die gute Situation in den Remscheider Betrieben auch für die Arbeitslosen weiterhin spürbar. Aktuell sind aber weiterhin 4.919 Männer und Frauen auf der Suche nach einer Beschäftigung. Gegenüber dem Vorjahr waren 940 oder 16,0 Prozent weniger zu zählen, was die überaus gute Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt mit unterstreicht. Die Arbeitslosenquote liegt, wie im Vormonat, bei 8,2 Prozent. Vor einem Jahr hat sie bei 9,7% gelegen.

„Es ist sicher nicht ganz das Ergebnis, was ich mir gewünscht habe, aber die letztendlich doch nur geringe Zunahme der Arbeitslosigkeit für einen Urlaubsmonat ist das, was positiv zählt. “ so Ute Ackerschott, Leiterin der Arbeitsagentur. Das Zusammentreffen so vieler saisonaler Faktoren macht eine gesamte Kompensation der Neuzugänge eben nicht immer möglich. Ich bin mir aber sicher, dass die vielen neuen Arbeitslosen schnell wieder eine Beschäftigung finden. Die Zeichen dafür stehen gut, denn die Remscheider Firmen haben wieder ein hohes Stellenangebot (270) gemeldet. Und gerade die 331 Neueinstellungen sollten die jungen Arbeitslosen ermuntern, auch wenn es in Ihrem Ausbildungsbetrieb oder nach einem Zeitvertrag keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit für Sie gegeben hat, sich nicht entmutigt zu zeigen, sondern möglichst umgehend mit Ihrer Vermittlerin oder Ihrem Vermittler über die neuen Stellenangebote sprechen und dabei Ihre Möglichkeiten ausloten. Zeigen Sie durch Eigeninitiative Ihr Interesse, so schnell wie möglich wieder eine Beschäftigung zu erhalten, und sprechen Sie bei den Firmen auch einmal persönlich vor. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Firmenchefs dieses Interesse honorieren. Die ArbeitsvermittlerInnen in Remscheid unterstützen Sie dabei und stehen Ihnen auch gerne für Fragen zur Verfügung.“

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in den beiden SGB-Bereichen parallel, aber in geringer unterschiedlicher Ausprägung. So wurden im Bereich SGBIII (Arbeitslosenversicherung) mit 1.316 Arbeitslosen in diesem Monat 17 oder 1,3% Arbeitslose mehr gezählt. Im Bereich des SGBII (Jobcenter) sind es bei 3.603 Beschäftigungslosen insgesamt 30 oder 0,8% zusätzliche Arbeitslose. Die insgesamt guten Beschäftigungsmöglichkeiten spiegeln sich auch in den Veränderungsraten in beiden Rechtskreisen wider. So lagen die Vergleichswerte im Juli 2007 bei 1.876 bzw. 3.983 und somit jeweils um 560 oder 29,9% bzw. 380 oder 9,5% über den aktuellen Werten. Die Verränderungsrate insgesamt für alle Arbeitslosen erreichte ein Minus von 16,0%.

Im Laufe des Berichtsmonats gingen insgesamt 1.064 Meldungen von Arbeitslosen an der Bismarckstraße ein. Das waren 242 oder 29,4% mehr als noch im Juni, aber 18 oder 1,7% weniger als vor einem Jahr. Nach einer Erwerbstätigkeit meldeten sich 360 Männer und Frauen arbeitslos, das waren 75 oder 26,3% mehr als vor Monatsfrist. Insgesamt 348 Männer und Frauen haben eine Ausbildung (betrieblich, schulisch) beendet. Darunter 49, die eine betriebliche Ausbildung erfolgreich abschließen konnten. Es gilt jetzt, diese oftmals jüngeren Menschen so schnell wie möglich wieder in den Beschäftigungsprozess einzugliedern, damit gutes „Know how“ für die Remscheider Betriebe erhalten bleibt.

Im Berichtsmonat wurden insgesamt 1.016 Arbeitslosmeldungen entgegengenommen. Das waren 82 oder 8,8% mehr als noch vor vier Wochen. Der Wert des Vorjahres lag bei 1.126 und damit um 9,8% höher. Insgesamt fanden 331 Männer und Frauen eine Anstellung und somit geringfügig mehr (+7) als im Vormonat. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es waren es 385 Neueinstellungen. Die weiterhin hohe Zahl an neuen Beschäftigungsverhältnissen unterstreicht auch die aktuell gute Situation für die Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt. Insgesamt wurden 199 Männer und Frauen in eine Ausbildung/Qualifizierung abgemeldet. Hier lag der Vergleichswert des Vormonats bei 179 und der des Vorjahres bei 153. Davon mündeten 151 Männer und Frauen in eine Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein. Die restlichen Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit erfolgten aufgrund von Krankheit oder sonstigen, in der Person des Arbeitslosen liegenden Gründen.

Die Beendigung der Schulzeit und auch vieler Ausbildungsverhältnisse, ohne dass ein Anschlussarbeitsverhältnis vereinbart wurde, hat insbesondere bei dem Personenkreis der unter 25-Jahrigen die Arbeitslosigkeit ansteigen lassen. Dabei sind beide Rechtskreise etwa gleich betroffen. Mit dem Ende der Ferien und mit dem Beginn vieler Ausbildungsverhältnisse sowie dem Schul- und Studienbeginn bildet sich die aktuell erhöhte Zahl der Arbeitslosen aber erfahrungsgemäß auch immer wieder zurück. Aktuell sind in Remscheid 501 Arbeitslose gemeldet, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen bei dieser Personengruppe gegenüber dem Vormonat um 90 oder 21,9 Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Betroffenen jedoch, wie auch die Arbeitslosigkeit insgesamt, um 16,6% (-100) zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,5% nach 6,2 % im Vormonat und 9,0% vor einem Jahr.

Bei den unter 20-Jährigen hat sich die Zahl der Beschäftigungslosen gegenüber dem Vormonat ebenfalls verändert. Insgesamt wurden 112 nach 66 Arbeitslosen im Monat zuvor gezählt (+46 oder+69,7%). Gegenüber dem Vorjahr bleibt dagegen ein Abstand von minus 22,8%. Die Arbeitslosenquote für diese Personengruppe beträgt aktuell 5,5% nach 3,2% im Mai und 7,3% vor einem Jahr. Betreut werden in Remscheid 218 (Vormonat: 175) Jüngere unter 25 Jahre durch die Arbeitsagentur und 283 (Vormonat: 236) von der ARGE. Die Vergleichswerte von vor einem Jahr lagen bei 238 (- 20 oder – 8,4%) und im SGBII Bereich bei 363 (- 80 oder -22,0 %). Von den Jüngsten werden aktuell 28 (Vormonat: 21) im Bereich SGB III und 84 (Vormonat: 45) von der ARGE betreut. Die Vorjahresergebnisse lagen bei 37 bzw. 108 Arbeitslosen.

Keine Veränderung war in diesem Monat bei der Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre und älter zu verzeichnen. Am Berichtsmonatsende suchten wie schon im Vormonat insgesamt 1.320 Männer und Frauen dieser Altersgruppe in Remscheid eine Beschäftigung. Davon ist mehr die Hälfte (669) sogar älter als 55 Jahre. Auch diese Personengruppe konnte von der guten Arbeitsmarktsituation profitieren. So ging die Zahl der Betroffenen binnen Jahresfrist um 288 oder 17,9% zurück und lag damit sogar noch leicht über der Gesamtveränderungsrate von minus 16,0%. Insgesamt werden 432 (Vormonat: 441) Männer und Frauen im SGBIII-Bereich und 888 (Vormonat: 879) im SGBII-Bereich betreut. Die Vergleichswerte des Vorjahres lagen mit 691 (- 259 oder – 37,5%) bzw. 917 (- 29 oder – 3,2%) jeweils darüber.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich im Berichtsmonat sogar noch verringert. Aktuell sind mit 2.120 (Vormonat: 2.133) insgesamt 43,1% aller in Remscheid gemeldeten Arbeitslosen bereits ein Jahr und länger ohne eine Beschäftigung. Auch die Langzeitarbeitslosen konnten im Jahresvergleich von der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt profitieren. So ist die Zahl der Arbeitslosen sogar um 20,2% (535) zurückgegangen. Die Quote für den allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit liegt dagegen nur bei 16,0%.

Betreut werden aktuell 1.878 (Vormonat: 1.875) Männer und Frauen im SGBII- Bereich und 242 (Vormonat: 258) Arbeitslose im SGBIII- Bereich. Vor einem Jahr waren mit 2.071 insgesamt 193 oder 9,3% Arbeitslose mehr im SGBII-Bereich zu verzeichnen. Im Bereich der Arbeitsagentur wurden bei 584 Arbeitslosen insgesamt 342 oder 58,6% Betroffene mehr gezählt. Damit profitieren Langzeitarbeitslose in Remscheid auch weiterhin von der guten konjunkturellen Situation und dem positiven Einstellungsverhalten der Arbeitgeber. Trotz der graduellen Unterschiede in den beiden Rechtskreisen zeigt der Abbau der Arbeitslosigkeit, dass auch hier die Vorzeichen in die richtige Richtung zeigen. Beide, Arbeitsagentur und ARGE, werden sich dieses schwierig zu vermittelnden Personenkreises auch weiterhin verstärkt annehmen, um die Zahl der Betroffenen noch weiter abzubauen.

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