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Mit "Papilio" spielerisch soziale Kompetenzen entwickeln

Kobolde und Schmetterlinge stehen heute im Mittelpunkt eines Pressegesprächs mit Erzieherinnen der Kita Hackenberg und Bernd Liebetrau, Fachkraft für Suchtvorbeugung beim Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenkreises Lennep. Vorgestellt wird die „Papilio“-Schulung für Erzieherinnen, die Suchthilfe-Fachkräfte des Diakonischen Werkes seit Januar  anbieten und die von einer großen deutschen Krankenversicherung gesponsert wird. „Papilio“ (lateinisch für Schmetterling) ist ein vom Beta–Institut in Augsburg entwickeltes kindgerechtes, spielerisches Programm für Kindergärten. Der Grundgedanke: Zahlreiche gesellschaftliche Einflüsse und bisweilen schwierige Lebenssituationen stellen an Kinder heute Anforderungen, die nicht leicht zu erfüllen sind. Kinder sollen fröhlich und unbeschwert den Tag entdecken und neugierig all das lernen, was zur Gestaltung eines positiven Lebensweges wichtig ist. „Papilio“ gibt speziell geschulten ErzieherInnen konkrete Maßnahmen an die Hand, um Kinder in Ihrer Persönlichkeitsentfaltung zu unterstützen, sprich: sozial-emotionale Kompetenzen zu entwickeln. Und es liefert zugleich Konzept zur Sucht- und Gewaltprävention in Kindergärten.

„Papilio“ verfügt hier über entsprechende Module zur Förderung der Sprachkompetenz in Verbindung mit Alternativen zum Konsumverhalten, dem Umgang mit Gefühlen und dem sozialen Verhalten in der Gruppe. Dadurch sollen Verhaltensstörungen/Risikofaktoren erst gar nicht entstehen, die später eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Sucht und Gewalt spielen. Papilio-Projektleiterin Heidrun Mayer vom Beta-Institut: „Kinder müssen lernen, sich in eine Gruppe einzubringen und dabei Rücksicht auf andere zu nehmen. Sie müssen ihre Gefühle verstehen, damit umgehen lernen und sich in andere einfühlen.“ Studien haben ergeben: „Papilio“-Kinder reduzieren ihre Verhaltensauffälligkeiten stärker und entwickeln ihre sozial-emotionalen Kompetenzen stärker als andere Gleichaltrige.

Für die Kinder ist „Papilio“ mit drei Maßnahmen im Kindergarten-Alltag verbunden: dem Spielzeug-macht-Ferien-Tag, dem Meins-deinsdeins-unser-Spiel und „Paula und die Kistenkobolde“. Die Eltern können Teile von Papilio auch zuhause umsetzen.

In „Papilio“-Gruppen hängen Bilder von Heulibold, Zornibold, Bibberbold und Freudibold an den Wänden. Mit ihrer Hilfe lernen die Kinder den Umgang mit ihren Gefühlen und wie sie auf Gefühle anderer eingehen können. Eine Erzieherin aus der Praxis: „Wenn früher ein Kind geweint hat, wurde die Erzieherin geholt. Jetzt versuchen die Kinder selbst zu trösten, sie holen ein Taschentuch oder nehmen das traurige Kind auf den Schoß.“

Am Spielzeug-macht-Ferien-Tag bleibt herkömmliches Spielzeug im Schrank, und die Erzieher übernehmen gerade nicht die Rolle des Animatuers. Dann geht es meist lauter zu als sonst, aber die ErzieherInnen können das Verhalten der Kinder besser beobachten. Gerade Kinder, die sonst schwierig sind, haben an diesem Tag ihr Highlight, weil nicht so enge Regeln gelten. Das strahlt dann auf andere Tage aus.

Das Meins-deinsdeins-unser-Spiel dreht sich um das Einhalten sozialer Regeln. Die Kinder unterstützen sich gegenseitig dabei. Das fördert den Teamgeist. Erfahrungen aus der Praxis:„Die Kinder sind offener, gesprächsbereiter, besser gerüstet, Konflikte zu lösen. Sie sind raus aus dieser Haltung ‚Biet' mir was’, sie sind reifer, sprechen mehr miteinander, verhandeln für kleine Kinder mit, übernehmen Verantwortung und versetzen sich in andere hinein.“

Für Eltern hat ein „Papilio“-Kindergarten folgende Vorteile:

  • Informationen zur Vorbeugung gegen Sucht und Gewalt.
  • Sensibilisierung für die Bedeutung der sozialen und emotionalen Kompetenz.
  • Strukturierte Rückmeldungen zum Verhalten und zur Entwicklung des Kindes durch die ErzieherIn.
  • Konkrete Hilfestellungen im Umgang mit schwierigem Verhalten beim Kind: Problemverhalten reduziert sich und soziale Kompetenzen werden gestärkt.
  • Kinder lernen im Kindergartenalter Gefühle kennen und erlernen den Umgang mit Gefühlen – das ist einer der Schwerpunkte von Papilio: Das hilft dabei, Gefühle auch zu Hause mit der ganzen Familie zu besprechen und das Verständnis für die Befindlichkeit des anderen zu fördern.
  • Mehr Kontakt zum Kindergarten.
  • Mehr Kontakt und Austausch mit anderen Eltern.

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