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"Remscheid grenzenlos" für Bürger mit Behinderungen

Die Redaktion der neuen Broschüre lag in den Händen von Snežana Šimičić Im Rahmen einer Pressekonferenz haben heute Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Herbert Güthe, Vorsitzender des Behindertenbeirates, Edwin Behrens, Behindertenbeauftragter Stadt Remscheid, Daniel Juhr vom RGA Buchverlag und die Journalistin Snežana Šimičić (Foto) den neuen Ratgeber für Remscheider Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen vorgestellt. Die 80 Seiten starke, thematisch und grafisch gut gegliederte Broschüre, die in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt wurde, löst den vor acht Jahren und längst vergriffenen Ratgeber ab, der damals noch Behinderten und Senioren gleichermaßen gewidmet war. Der Erscheinungstermin hatte sich um ein halbes Jahr verzögert, weil sich für den RGA-Buchverlag, der das Projekt sponsert, die Anzeigen-Akquise als schwierig herausstellte. Eine Auflage von 10.000 Exemplaren hat der ebenfalls neue Stadtführer „Barrierefreie Innenstadt“. Er wurde so groß gedruckt, dass ihn auch noch Menschen mit Sehschwäche gut lesen können (einschließlich der Straßennamen).

Auf den Begriff der „Barrierefreiheit“, der im Text zwar mehrfach Erwähnung findet, wurde im Titel des Ratgebers bewusst verzichtet, um deutlich herauszuheben, dass die Remscheider Behindertenarbeit alle Lebensbereiche und Lebensbedingungen der Betroffenen umfasst. Stattdessen wurde der Titel „Remscheid grenzenlos“ gewählt. Im Vorwort von OB Wilding heißt es dazu: „Der Titel passt hervorragend. Es gilt, Begegnungen zu ermöglichen und Barrieren im Kopf zu überwinden. Diese Barrieren sind oftmals noch größer oder noch schwerwiegender als die konkret fassbaren Barrieren, auf die Menschen mit Behinderung im Alltag stoßen, sei es der zu hohe Bordstein für die Rollstuhlfahrer oder das fehlende akustische Ampelsignal für die Blinden.“

Dass Remscheid auf einem guten Wege sei, barrierefrei zu werden, betonte Edwin Behrens. Das belegte der Stadtplan für die 22.000 Remscheider mit Behinderungen (bislang in NRW ohne Beispiel). In ihm wurden akribisch Zugänge über Rampen, Aufzüge, öffentliche Toiletten, behindertengerechte Bushaltestellen etc. zusammengetragen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk stellt dazu in seinem Grußwort fest: „Auch wenn wichtige behindertenpolitische Impulse von Berlin ausgehen, so muss die eigentliche Umsetzung in den Kommunen geleistet werden. Ohne die aktive Arbeit des Behindertenbeirats Remscheid wären wir in unserer Stadt heute nicht so weit.“

Auf den Beirat, der im nächsten Januar 30 Jahre alt wird, wartet gleichwohl noch viel Arbeit. Herbert Güthe: „Rund 30 Wahllokale (Anm.: im nächsten Jahr ist Europa- und Kommunalwahl) sind noch nicht barrierefrei. Da suchen wir noch mit Hilfe der Bürger nach Alternativen!“

„Remscheid grenzenlos“ ermöglicht es dem Leser, sich über ein Register im Anhang schnell über Themen zu informieren, die ihn wegen seiner Bedürfnisse als Mensch mit Behinderung interessieren, so zum Beispiel über das Schwerbehindertenrecht und über Hilfe und Unterstützung durch öffentliche und private Anbieter im Stadtgebiet Remscheid. Themen wie „Hilfen im Alltag“, „Nachteilsausgleich“, „Rehabilitation und Teilhabe“ werden ebenso wie die bestehende Beratungsangebote auf verständliche Weise vorgestellt. Aber auch für Menschen ohne Behinderung stellt der Ratgeber „Remscheid grenzenlos“ mit einer Vielzahl von Adressen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Wohnangelegenheiten, Bildung, Arbeit und Beruf sowie Freizeit ein nützliches Nachschlagewerk dar.

Die Redaktion der neuen Broschüre lag in den Händen von Snežana Šimičić (33). Die in Wipperfürth geborene freie Journalistin und studierte (M.A.) Germanistin „mit starken kroatischen Wurzeln“, jetzt wohnhaft in Wuppertal, hatte in Zusammenarbeit mit dem RGA-Buchverlag auch den jüngsten „Seniorenführer“ erstellt. Und in beiden Fällen bemühte sie sich erfolgreich darum, „Behördensprache ins Umgangsdeutsch zu übersetzen“. Im Buchhandel erhältlich sind von ihr ein Bildband zum Jubliäum des Wuppertaler Zoos, ein Restaurantführer für das Bergische Land und ein Hotelführer über ausgewählte Motorradhotels in den Alpen.

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Chronist am :

Im Namen der SPD-Ratsfraktion hat Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Meinecke zur Sitzung des Hauptausschusses am 18. September den Antrag gestellt, ab sofort bei Wahlen nur noch in solchen Gebäuden Wahllokale einzurichten, die für die Wählerinnen und Wähler barrierefrei zu erreichen sind. Begründung: Bisher entsprechen viele Wahllokale nicht den gesetzlichen Vorgaben, barrierefrei erreichbar zu sein. Die SPD möchte mit ihrem Antrag sicherstellen, dass frühzeitig mit der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen in den Jahren 2009 und 2010 begonnen wird.

Chronist am :

Bisher hätten zwei Begehungen von Wahllokalen stattgefunden und morgen werde eine dritte folgen, berichtete heute im Hauptausschuss des Beigeordnete Dr. Christian Henkelmann. Er gehe davon aus, dass sechs Wahllokale entweder verlegt oder mit Rampen ausgestattet werden müssten. Dazu werde es noch eine Verwaltungsvorlage geben.

Chronist am :

Zwischenzeitlich wurden 100 CD von der "Aktion Tonbandzeitung" mit dem Text des Ratgebers besprochen. Mit Hilfe dieser CD können nun blinde und stark sehbehinderte Menschen den Text des neu aufgelegten und inhaltsreichen Ratgebers abhören und sich auf diese Weise umfassend selbständig informieren. Die Programmierung der CD ermöglicht sogar, dass bei Nennung eines Stichwortes der dazugehörige Textabschnitt wiedergegeben wird.

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