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Bekommt die Ampel auch noch einen Swimmingpool?

Von Michael Dickel

Nun ist es also amtlich - an der Kreuzung L74-B229 (Müngsten) soll eine Ampelanlage den Verkehr regeln, da es dort immer häufiger zu Unfällen kommt. Und um Diskussionen vorzubeugen - die Alternative Kreisverkehr wäre an dieser Stelle erheblich teurer. So die Meldung in den Medien. Was bedeutet nun aber teurer. Mich wundern sowieso Baupreise von 320.000 Euro für die Ampellösung. Bekommt die Ampel einen Swimmingpool mit Gegenstromanlage, oder baut man noch ein kleines Wasserkraftwerk für die Stromerzeugung direkt an die Wupper? Warum ist es überall in Deutschland möglich, Kreisverkehre zu bauen, die den Verkehr recht gut fließen lassen - nur bei uns nicht? Na klar - schon der ehemalige Baudezernent nannte diesen Grund immer sehr gerne als Begründung: Die besondere Topographie!

Nun - als Remscheider Autofahrer mit leidiger Erfahrung sehe ich mich schon Sonntagmorgens um halb 8 Uhr dort stehen und auf Grün warten. Während all der Zeit werde ich keine weiteren Verkehrsteilnehmer sehen. Und auch zu vielen anderen Zeiten ist an dieser Kreuzung so gut wie nichts los. Meine Frau fährt jeden Tag nach Solingen und zurück. Auch Sie freut sich schon auf die zukünftige Erholungsphase an der Ampel.

Und wie wir werden jeden Tag auch viele Autofahrer aus allen Richtungen an der Ampel warten - zur Zeit wohl doch noch mit laufenden Motoren - und ihren teuren Sprit für´s Stehen vergeuden und die Luft noch ein wenig mehr verschmutzen.

Aber eine Ampel ist ja billiger - und wird das Tal dann auch ganzjährig dank neuer LED-Technik kostengünstig mit grünem, gelben und rotem Licht verzaubern. Auf diese Illumination freue ich mich schon. (;-))

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Kommentare

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Philipp Veit, Bezirsksvorsteher Lüttringhausen am :

Herr Dickel, Sie haben Recht. Kreisverkehr in vielen Teilen der Republik sieht man fast überall. Kreisverkehre haben Befürworter, wie man im Oberbergischen an vielen Stellen sieht. Dass die Topographie keinen Einfluss hat, sieht man an dem Kreisverkehr am Hauptbahnhof und auch an dem langgezogenen Kreiverkehr (Hundeknochen) am Bahnhof Lennep. Versäumt wurden u. a. Kreisverkehre an der neuen Autobahnauf/abfahrt 95a Lüttringhausen-Süd. Bei genauen Recherchen stellt man aber fest, dass der zuständige Planer vom Strassenbau NRW ein entschiedener Gegner von Kreisverkehren ist. Bleibt nur die Hoffnung auf einen baldigen Ruhestand. Dabei gehe ich davon aus, dass dann Weitblick und Fortschritt auch an dieser Stelle einkehrt.

Felix Staratschek am :

Kreisverkehre haben einen großen Vorteil gegenüber Ampeln, sie haben keine laufenden Kosten für Strom und Unterhaltung und sie können auch nicht ausfallen. Und es gibt weniger Wartezeiten! Das erlebe ich sogar als Fußgänger, weil meistens ein Autofahrer einen auf die Mittelinsel durchlässt oder die Verkehrslücken groß genug sind! Also: Warum noch eine Ampel? Die Stadt Remscheid sollte umgehend intervenieren! In Radevormwald hat der Kreisverkehr Bergerhof so erfolgeich den Ampel- Stau beseitigt, dass eine ganze Umgehungsstraße eingespart wurde!

Michael Dickel am :

Radevormwald, Wermelskirchen u.s.w. gehören zum Regierungsbezirk Köln - Remscheid (leider) nicht. Daher gibt´s hier Ampeln, wie auch in Lüttringhausen am Eisernstein. Danke für den Tipp, Herr Veit - aber versuchen Sie bitte alles bei Ihren Kollegen - auch in den anderen Städten -, diesen Unsinn zu verhindern. Ich bin heute morgen um 4 Uhr nach Düsseldorf gefahren und retoure. Jeder kann sich denken, wieviel Verkehr herrschte. Aber eine Nachtabschaltung der Ampel wird es nicht geben können, denn gerade zu den verkehrsarmen Zeiten passieren die Unfälle, da doch hauptsächlich zu hohe Geschwindigkeit die Ursache für die Unfälle ist. Denn ansonsten würde ein Vorfahrtsvergehen nur selten zum Zusammenstoss führen. Und in den Hauptverkehrszeiten kann man dort nur sehr selten dort zu schnell sein.

Michael Müller am :

Jetzt wird mir einiges klar! Ich wohne in Leichlingen (=Reg. Bez. Köln), und hier sind in kurzer Zeit erfolgreich drei Kreisverkehre eingerichtet worden; nicht nur auf kommunalen, sondern auch auf Landesstraßen. Schade, dass ich zur Arbeit täglich in einen anderen Regierungsbezirk fahren muss. Aber das Thema "Ampelanlage Müngsten" berührt nicht nur die Frage "Kreisverkehr ja oder nein", sondern auch das Problem "Baukosten der öffentlichen Hand". Man muss sich wirklich fragen ob es sein kann, dass eine Ampelanlage soviel kostet wie ein Einfamilienhaus. Und das ist ja kein Einzelfall, Beispiele finden sich regelmäßig überall. Eine Stützmauer für zig Tausende hier, eine kleine Parkfläche zum gleichen Preis da. Wenn ich als privater Bauherr derartige Mondpreise bezahlen würde, wäre ich längst pleite.

Angela Wende am :

In Frankreich, in der Schweiz, in Holland und in vielen deutschen Gemeinden erlebt man es immer wieder: der Verkehr fliesst dank Kreisverkehr reibungslos!! Auch in Stoßzeiten, dann eben etwas langsamer - aber er fliesst! Unsinnige Ampel-Wartezeiten zu verkehrsarmen Zeiten entfallen! Kosten für die Anschaffung und Wartung der Ampelanlagen und, nicht zu vergessen, die laufenden Energiekosten werden eingespart! Vielerorts schmücken die Gemeinden die Innenflächen der Kreisverkehre mit Pflanzen und Kunstobjekten und schaffen dadurch einen positiven Eindruck für ihre Stadt. Auch Remscheid würden derartige Bemühungen an vielen Stellen gut zu Gesicht stehen! Und dass dies auch auf kleinem Raum zu machen ist, zeigen uns unsere Nachbarn in Frankreich und co. allerorten! Übrigens: die Stadt Remscheid selbst hat die Machbarkeit sogar in bergiger Lage, wie am Blaffertsberg, bewiesen! Besonders in Anbetracht der immensen Kosten für die Ampellösung sollte dringend immer zu erst über einen Kreisverkehr nachgedacht werden! Vielleicht haben wir Bürger ja auch etwas dazu zu sagen und nicht nur uneinsichtige Stadtplaner!

Christoph Humpert am :

Die Diskussion ist völlig unnötig, weil die Stadt für Investitionen einfach kein Geld frei hat. Erstmal muss die Stadt sparen, sparen und nochmals sparen. Dann, in ferner Zukunft, ist vielleicht wieder mehr Spielraum für einen kostspieligen Kreisverkehr. Wenn jetzt jemand kommt und sagt, dass durch einen Kreisverkehr keine Stromkosten anfallen, dann möchte ich gerne eine Investitionsrechnung sehen, die Aufschluss über beide Lösungen und die jeweilige Wirtschaftlichkeit gibt. Im übrigen sollte der letzte Investitionsspielraum nicht für den Straßenbau genutzt werden. Da gibt es andere, noch wichtigere Baustellen! Ich bin selbst kein Stadtplaner, aber ich finde Kreisverkehre grundsätzlich auch sehr gut, aber ich möchte noch darauf hinweisen, dass es in Deutschlands Großstädten (dichte Bebauung) selten Kreisverkehre gibt. Jedenfalls kenn ich selber keinen in Düsseldorf, Wuppertal oder Berlin.

Carsten Fickenzer am :

Sehr geehrter Herr Humpert, Sparen ist sehr wichtig, keine Frage (dazu gehört auch, dass man das ersparte Geld nicht zu windigen Spekulationsgeschäften nutzt, aber das nur am Rande). Aber dass Sie in unserer schönen Umgebung keine Kreisverkehre kennen, ist schon sehr schade. Nur als Hinweis: Wuppertal Elberfeld, Verlängerung der Straße Hofkamp (mitten im Zentrum), Wuppertal Schmiedestraße Gennebrecker Straße/Mollenkotten (da gibts sogar eine Tankstelle ein Restaurant und einen Kaufpark direkt am Kreisverkehr), Märkische Straße/Hatzfelder Straße (ebenfalls reger Geschäftsverkehr incl. der großen Fa. Dupont und eine Schule). Ich schätze, wenn man die anderen von Ihnen genannten Städte mal aufsucht, findet man genug Kreisverkehre, die auch unserem schönen Heimatstädtchen gut zu Gesicht stehen würden. Auch ohne schwachsinnige Beampelung. Oder sollte es tatsächlich so sein, daß der bergische Autofahrer nicht in der Lage ist, sich an was Neues zu gewöhnen..... Ich glaube nicht!

Michael Dickel am :

Was soll das, Herr Humpert? Es ist ein politischer Beschluss - übrigens auch aus Wuppertal. Zwar ist er noch nicht endgültig beschlossen, aber die Bezirksvertretung hat die "Beampelung" angeordnet, und von seiten der Stadt gab es keine Einwände. Wenn Sie mit Ihren persönlichen Beziehungen die Ausgabe von über 300.000 Euro für eine Ampelanlage verhindern können - gut so. Warum ein Kreisverkehr ohne Ampeln jedoch Strom verbraucht, können Sie mir ja gerne auch noch erklären, und ob Straßenbau nun eine wichtige Aufgabe ist oder nicht, können Sie ja gerne die Autofahrer fragen, die mit Ihrem Steueraufkommen vieles überhaupt erst möglich machen. Ich sage es auch deutlich - ich wäre für den Kreisverkehr, wenn eine Änderung aufgrund der Unfallzahlen unvermeidlich ist, weil ich gerade die Kostenseite betrachte. Aber anscheinend rechnet man außerhalb des bergischen Landes mit anderen Zahlen, denn dort lese ich, dass sich der Kreisverkehr gegenüber der Ampelanlage auf jeden Fall rechnet. Und das in einer gewachsenen Stadt ein Kreisverkehr aus Platzgründen kaum realisierbar ist, kann doch aber für Müngsten kein Argument sein.

Karlheinz Zenkert am :

Nach Durchsicht der Kommentare entsteht ein wenig Verwirrung über den Stand der Baumaßnahme Ampelanlage Müngsten. Herr Dickel sagt im ersten Satz "es ist ein politischer Beschluss", im nächsten Satz heißt es "der Beschluss ist noch nicht endgültig". Hat denn die Stadt Remscheid noch ein Einspruchsrecht? Wenn man von politischer Seite den Berechnungen des Landesstraßenbauamtes misstraut, dann sollte sich die Stadt Remscheid doch einmal die detaillierte Kostenrechnung des Landesstraßenbauamtes vorlegen lassen. Ich bin gespannt, ob die Fraktion der W.i.R. auf ihre Fragen in den Ausschüssen eine Antwort bekommt.

Michael Dickel am :

Sicher habe ich mich da unglücklich ausgedrückt. In der Bezirksvertretung ist es einstimmig beschlossen, muß aber -ich glaube diese Woche - noch vom Hauptausschuss abgesegnet werden. Mir stellt sich sowieso die Frage, warum auf dieser Land- und Bundesstrasse die Städte irgend etwas zu beschliessen haben. Ich wollte auch ehrlich gesagt auf etwas hinweisen, was in der Presse nur relativ kurz berichtet wurde. Da der Waterboelles auch von amtlicher Seite gelesen wird, hoffe ich leichtgläubig mal, dass man die Maßnahme noch mal überdenkt.

Roland Kirchner am :

Ein paar Worte zur Klärung: Die Politik hat in dieser Angelegenheit leider nichts zu beschließen. In der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (27.08.) und im Bauausschuss (26.8.) gibt es eine Mitteilungsvorlage (M 66/299) der Verwaltung über diesen Vorgang. Zitat: Die Gesamtkosten für den Bau der Lichtzeichenanlage, die Änderungen der Gehwegführungen, der Beschilderungen und der Markierungen in Höhe von ca. 320.000,- € werden durch den Landesbetrieb Straßen Regionalniederlassung Rhein/ Berg getragen. Die Planung übernimmt die Stadt Wuppertal und stimmt diese mit den beteiligten Städten und dem Landesbetrieb ab. Zitat Ende. Die Politik kann also nur versuchen die Verwaltung zu überzeugen, bei den Abstimmungsgesprächen positiven Einfluss zu nehmen. Ich habe aber die Befürchtung, dass diese Gespräche bereits stattgefunden haben und die Verwaltung keinen Einfluss mehr nehmen möchte. Da nach unseren Erfahrungen die Verwaltung dem Kreisverkehr eher kritisch bis ablehnend gegenüber steht, denke ich, W.i.R. müssen da noch dicke Bretter bohren.

Felix Staratschek am :

Der gewünschte Kreisverkehr liegt auf einer Bundesstraße. Und die Platzverhältnisse sehen nicht sehr beengt aus. Kosten fallen für die Stadt nicht an. Aber die Ampel erzeugt Kosten! Nicht nur beim Betrieb, sondern auch bei jedem Pendler, der künftig im Stop and Go sich der Ampel nähern muss. Und ein Kreisverkehr muß gar nicht so groß sein. Wenn ich mir bei Google Earth den Kreisverkehr im Osten Radevormwalds ansehe und die Kreuzung in Bergerhof, die heute ein Kreisverkehr ist und dann nach Müngsten fliege, kann ich keinen Grund erkennen, warum hier kein Kreisverkehr hin soll.

Fraktion der W.i.R. am :

Für die W.i.R.-Fraktion ist es völlig unverständlich, dass ein Kreisverkehr aufgrund von (angeblichen) Mehrkosten nicht in Betracht kommt. Das können wir nicht nachvollziehen. Insbesondere wenn die laufenden Unterhaltskosten einer so umfangreichen Ampelanlage in die Berechnung einbezogen werden. Daher stellen sich in den zuständigen Ausschüssen des Rater der Stadt folgende Fragen: 1. Wie sieht ein objektiver Kostenvergleich aus? 2. Wie sieht ein Vergleich der beiden Systeme bezüglich des Verkehrsflusses und der Beurteilung der Umweltbelastung aus Expertensicht aus? Nur bei Vorlage aller Fakten kann man sich für eine Variante entscheiden. In der Diskussion um den Kreisverkehr Solinger Straße/Vieringhausen wurden Kosten in Höhe von rund 180.000 Euro veranschlagt. Warum soll nun der Müngstener Kreisverkehr so deutlich darüber liegen?

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