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"Homeparties" vermitteln Migranten viele Informationen

Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen." Auf dieser Weisheit bauten vor Jahren die Tupper-Parties auf – und hatten Erfolg. Daran erinnerte sich in diesem Jahr Frauke Türk von der „Gesundheitskonferenz“ der Stadt Remscheid und kreierte die „Homeparty“. Darüber berichtete sie am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss. Bei Elternabenden in den Schulen hatte sie die Erfahrung gemacht: „Da kommen diejenigen hin, die schon alles wissen, nicht aber die Migranteneltern, die wir eigentlich mit unseren Informationen zu Prävention und Gesundheitsförderung erreichen wollen.“ Was aber nutzt das beste Angebot (Infoabende, Broschüren, Sprechstunden), wenn kaum jemand es annimmt?!

Gerade Migranten haben meist viele Informationsdefizite. Das reicht von Vorsorgeuntersuchungen, gesunder Ernährung (Adipositas) und Sport/Bewegung über Suchtprävention und Suchthilfesystem bis zu pädagogische Fragestellungen, Zahnpflege und häusliche Gewalt. An Themen mangele es nicht, bestätigte in der Sitzung Barbara Schulz von den „Schlawinern“ und nannte beispielhaft das deutsche Schulsystem und Sprachförderung.

Sind die Deutschkenntnisse gering und die Themen ohnehin schwierig, scheuen sich Migranten, in größerer Runde Fragen zu stellen. In kleinerem Kreis, wo jeder jeden kennt, ist das anders. Frauke Türk: „Da reden die Frauen dann offener über Probleme mit ihren pubertierenden Kindern oder die eigenen Beschwerden in den Wechseljahren!“

Wie muss man sich nun eine solche „Homeparty“ vorstellen? Sie findet mit sechs bis zehn Gästen in privaten, jedenfalls vertrautem Umfeld statt; die Kosten der Bewertung werden der Gastgeberin von der Stadt pauschal mit 15 Euro erstattet; notfalls nimmt ein Dolmetscher teil, um den Kurzvortrag der Referentin/des Referenten zu übersetzen.

Den Ablauf der Homeparty schilderte Frauke Türk im Jugendhilfeausschuss so: „Begrüßung und Einführung zehn Minuten, Warming-up und Fragen 20 Minuten, Information mit Methodenwechsel 30 bis 60 Minuten, weitergehende Angebote und Auswertung jeweils 15 Minuten.) Macht zusammen anderthalb bis zwei Stunden. Und wenn in dieser Zweit nicht nur die Informationen „rübergekommen“ sind, sondern sich auch ein Gastgeber für die nächste Homeparty gefunden hat, umso besser. Frauke Türk: „Das ist wie beim Schneeballsystem. Jeder hat Bekannte, Verwandte und Freunde, die er einladen kann.“

Die ersten „Homeparties“ haben schon stattgefunden. Gastgeberin war Gülsen Dogan, die in Lüttringhausen einen türkischen Imbiss betreibt, im Mieterbeirat der LEG Klausen mitarbeitet und Mitglied in der türkischen Frauengruppe „El Ele“ ist. Was die türkischen Frauen dabei über gesunde Ernährung („Weniger süße Fruchtsäfte; auch zuviel Zucker kann schädlich sein!“ erfahren hätten, beschäftige sie heute noch, berichtete Gülsen Dogan dem Ausschuss. Der zeigte sich von der Idee der „Homeparties“ sehr angetan.

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