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60 Prozent des Heizenergiebedarfs wurden eingespart

Dr. Christian Henkelmann, links, gratuliert Christian Bischoff zum Energiepunkt. Foto: Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt.In der energetischen Sanierung von Gebäuden liegt das größte Energie-Einsparpotenzial: Die Energie, die benötigt wird, um Räume zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen, macht rund 90 Prozent des Gesamtenergiebedarfs von Gebäuden aus. Um den hohen Energiepreisen ein Schnippchen zu schlagen, hat der Remscheider Gebäudebesitzer Christian Bischoff an seiner Immobilie Fürberg 25 verschiedene energetische Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen. Dafür wird er zur Stunde im Umweltamt an der Elberfelder Straße von Dr. Christian Henkelmann, Fachdezernent für Bauen, Landschaftspflege und Kultur, mit dem „Remscheider c“ ausgezeichnet. Mit dieser Plakette für energieoptimierte Gebäude kann der Gebäudebesitzer die besondere Qualität seines Gebäudes nun nach außen sichtbar machen.

Die gläserne Plakette „Remscheider Energiepunkt“ hat eine Größe von 20 cm in der Höhe und 15 cm in der Breite. Gleichzeitig erhält der Gebäudebesitzer eine Urkunde, die detailliert die durchgeführte Maßnahme und die erreichte energetische Verbesserung nennt. Der „Remscheider Energiepunkt“ wird verliehen, wenn eine energetische Optimierung des Gebäudes um mindestens 15 Prozent erreicht wurde. Durch einen qualifizierten Ingenieur wird nach einer Gebäudebegehung eine Berechnung durchgeführt. Dies soll auch zum Anlass genommen werden, weitere energetische Optimierungsmöglichkeiten für das Gebäude vorzuschlagen um eventuell ein zusätzliches Klimaschutzpotenzial zu erschließen.

Am Wohnhaus von Christian Bischoff  aus dem Jahr 1965 mit 70 m² Wohnfläche wurden die Dachfläche gedämmt, die Garagendecke gedämmt und die vorhandenen Fenster gegen solche mit Wärmeschutzverglasung getauscht. Die vorhandene Heizungsanlage wurde durch eine Gas- Brennwertheizung ersetzt. Gleichzeitig wurde im April 2007 eine thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung (Größe 4,5 m²) installiert. Die Berechnung der Verbrauchswerte des Gebäudes von Herrn Bischoff ergab eine Verbesserung von 60 Prozent des Heizenergiebedarfes: vor der Sanierung 698 kWh/m²a nach der Sanierung 274 kWh/m². Unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten ergibt sich eine jährliche Kohlendioxidminderung von rund 7.400 kg.

Bis jetzt sind insgesamt 30 Gebäude mit dem „Remscheider Energiepunkt“ ausgezeichnet worden; durchschnittlich wurde an den Häusern eine Energieeinsparung von 36 Prozent erreicht. Insgesamt werden jährlich 325 Tonnen Kohlendioxid vermieden, die nicht zum Treibhauseffekt beitragen.

Mit der heutigen Verleihung hat die Stadt die Aktion „Remscheider Energiepunkt“ beendet, da die Vorschriften der Energieeinsparverordnung weitaus schärfere Anforderungen bei einer energetischen Gebäudesanierung vorsehen. Die Maßnahmen rentieren sich insbesondere dann, wenn sie mit ohnehin durchzuführenden Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten gekoppelt werden. Denn dadurch wird eine Dopplung ohnehin erforderlicher Arbeitsschritte vermieden.

In vielen Fällen ist es sinnvoll und auch wirtschaftlich, mehr zu tun als der Gesetzgeber vorschreibt, denn das ist eine Investition in die Zukunft. Die Beratung zu Energiesparmaßnahmen an Altbauten, die Maßnahmen selbst und die Solarenergienutzung werden staatlich gefördert. Tipps und Hinweise gibt das Umweltamt in persönlichen oder telefonischen Beratungen. Im Internet bietet die Plattform http://www.alt-bau-neu.de/remscheid für private Wohngebäudeeigentümer eine erste allgemeine Orientierung.

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Chronist am :

Der Energieverbrauch älterer Gebäude kann mit einfachen und bewährten Mitteln auf das Niveau von Neubauten gesenkt werden. Vertiefte Informationen gibt es am 22. Oktober von 18.30 bis 20.45 Uhr in der VHS Remscheid im Seminar „Tipps und Hinweise zur energetischen Gebäudesanierung - Altes Haus wird wieder jung!“. Dabei werden auch die verschiedenen Förder- und Kreditprogramme von Bund und Land im Bereich energetischer Sanierung vorgestellt. Die Teilnahme kostet fünf Euro pro Person.

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