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Seit 1980 rund 30 Millionen € an Energiekosten eingespart

Gemeinsam mit vier Diplom-Ingenieuren des städtischen Gebäudemanagements präsentierte Oberbürgermeisterin Beate Wilding heute vor der Presse den Energiebericht der Stadtverwaltung für das Jahr 2008. Und freute sich, dass es auch im vergangenen Jahr gelungen ist, die städtischen Ausgaben für Kohle, Gas, Öl, Strom, Holzpellets und Wasser, kurz die „Energieausgaben“, weitere zu reduzieren. Wilding: „Energiesparen ist eine vorbildhafte Verpflichtung für die Stadtverwaltung. Seit fast 30 Jahren beschäftigen sich Rat und Verwaltung mit diesem Thema. Die Erfolge sind beachtlich und landesweit anerkannt. Durch die städtischen Gebäude gelangen heute jährlich 17.000 Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre als zu Beginn unserer Bemühungen zum Energiesparen. Jedes Jahr werden auf diesem Wege Ausgaben für Energie und Wasser in der Größenordnung von 3.700.000 Euro vermieden.“ Macht seit 1980 in der Summe eine Einsparung von rund 30 Millionen Euro.

Thomas Judt, Chef des Gebäudemanagements, und seine drei Mitarbeiter Wolfgang Künz, Jörg Kaiser und Daniela Kugel, alle mit Energie-Spaßmaßnahmen befasst, machten deutlich, das diese nur gelingen können, „wenn ein Rad ins andere greift“. Es seien nicht nur die spektakulären Einzelmaßnahmen, die in Remscheid zum Erfolg führen, sondern die konsequente und kontinuierliche Arbeit und die Beteiligung vieler verschiedener Akteure. Dazu zählen auch die Hausmeister und die .Reinigungskräfte.

Kleiner Rückblick: 1980 wurde die erste ämterübergreifende „Energiesparkommission“ einberufen. Seit 1986 ist das kommunale Energiemanagement fester Aufgabenbestandteil der städtischen Gebäudewirtschaft und wird dort heute in einem eigenen Sachgebiet von vier Mitarbeitern wahrgenommen.

Die Erfolge: Der Verbrauch an Heizenergie wurde auch im zurückliegenden Jahr weiter gesenkt, so dass sich inzwischen eine Verbrauchsreduzierung von ca. 59 Prozent zum Basisjahr 1980 ergibt. Auf der Grundlage der absoluten Heizenergie- und Elektroverbräuche ergeben sich für die kommunalen Gebäude CO2  Emissionen von 15.000 t. Dies sind rund 1.000 t weniger als in den Jahren zuvor. Im Jahre 2007 war hier eine Gesamtreduzierung von ca. 53 Prozent gegenüber 1980 und 45 Prozent gegenüber 1987 zu verzeichnen. D. h., durch konsequente Energiesparaktivitäten aller Beteiligten gelangen mittlerweile Jahr für Jahr über 17.000 t CO2 weniger in die Atmosphäre. Dies gelang keineswegs mit Hilfe eines Sonderetats (dann müssten diese Sausgaben mit den Einsparungen verrechnet werden), sondern die Energie-Sparmaßnahmen erfolgten im Rahmen der regulären Investitionen in die Gebäudeerhaltung. Hierfür setzt die Stadt, allgemein üblich, alljährlich 1,2 Prozent des Wiederbeschaffungswertes an.

Und ein Ausblick: Im Zuge der Einführung des NKF (Neues Kommunales Finanzmanagement) wurden sämtliche kommunalen Gebäude einer detaillierten Zustandserfassung unterzogen. Als Ergebnis liegt eine Maßnahmenplanung für die nächsten zehn Jahre vor. Zu den dort aufgeführten 1250 Maßnahmen, immer auch unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung betrachtet, gehören neue Kessel- und Lüftungsanlagen, die weitere Umstellung auf Brennwerttechnik sowie etliche Fassaden-, Fenster- und Dachsanierungen. Neue Fenster und eine neue Heizung sind beispielsweise in den nächsten drei Jahren im Rathaus vorgesehen.

Das Arbeitsfeld der städtischen "Energiesparer“: 153 Heizzentralen, 389.842 m² beheizte Fläche, 13 Erdöl-Heizungen (1.285 kW installierte Heizleistung, 1.700 MWh Energieverbrauch), 135 Erdgas –Anlagen (33.016 kW installierte Heizleistung, 37.200 MWh Energieverbrauch); fünf Nutzwärme-Anlagen (4.682 kW installierte Heizleistung, 4.500 MWh Energieverbrauch) 189 Wasser–Abnahmestellen (104.800 m³ Verbrauch (ohne Rohwasser Freibad), 218 Strom-Abnahmestellen (9.100 MWh Energieverbrauch). Insgesamt 1.500 Energiezähler werden jeden Monat ausgewertet, um festzustellen, ob ein Verbrauch irgendwo „aus dem Ruder läuft“. Die Temperatur in den „Amtsstuben“ wird in der Regel um 18 Uhr automatisch abgesenkt. (Wer länger arbeitet, sollte einen Pullover parat haben.)

Zitat aus dem Energiebericht: „Im Rahmen der Energieeinsparprojekte an Schulen und Kindertageseinrichtungen wurden mittlerweile 19 thermische Solaranlagen auf Schulen mit Turnhallen und eine weitere im Freibad Eschbachtal fertig gestellt. Die Finanzierung der Anlagen erfolgte zum großen Teil aus den von den Schulen erwirtschafteten Energieeinsparungen. Die Anlagen erfüllen neben dem praktischen Einsatz auch eine unterrichtsbegleitende Funktion. Zu diesem Zweck wurden die Schulen mit Unterrichtsmaterialien und Software ausgestattet, die das Thema Solarenergie vertiefen.“

In ihrem Grußwort zum Energiebericht verweist Oberbürgermeisterin Wilding auf die Folgen des Klimawandels (Unwetterkatastrophen) und betont: „Energiesparen ist und bleibt dabei der beste Weg die Erderwärmung aufzuhalten, denn es bekämpft die Ursache jeglichen Schadstoffausstoßes an der Wurzel. Energiesparen beginnt dabei im Kleinen: zu Hause, in der Familie, am Arbeitsplatz!“.

Allerdings: Mit steigenden Energiekosten und angesichts der erreichten Einsparungen - andere Städte stehen hier erst am Anfang – wird es der Stadt Remscheid in den nächsten Jahren wohl schwerer fallen, ähnliche Sparerfolge wie in den vergangenen Jahren zu melden. Wolfgang Künz, Bereichsleiter Technische Gebäudeausrüstung, schätzte auf der heutigen Pressekonferenz, dass die Stadt im nächsten Jahr rund 500.000 Euro mehr für Energie ausgeben müsse als in diesem Jahr.

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Waterbölles am : Energetische Maßnahme: Rathaus bekommt neue Fenster

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„Neue Fenster und eine neue Heizung sind … in den nächsten drei Jahren im Rathaus vorgesehen“, hieß es am 21. August 2008 in einem Waterbölles-Bericht, der sich mit Energieeinsparungen der Stadtverwaltung beschäftigte („Seit 1980 rund 30 Millionen € an

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