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Bauausschuss will sich mit Kreuzung Müngsten näher befassen

Bekommt die Ampel auch noch einen Swimmingpool?“, fragte Waterbölles-Leser Michael Dickel am 16. August und löste damit einer rege Debatte aus. Ihre Fortsetzung fand sie gestern im Bauausschuss, wo die Verwaltung kritische Fragen der W.i.R. beantwortete. Die Wählergemeinschaft hatte sich ebenso wie ihr früherer Fraktionsvorsitzender gegen eine Ampelanlage und für einen Kreisverkehr ausgesprochen. Doch Gerald Hein, Leiter des städtischen Fachdienstes Straßen- und Brückenbau, machte klar, dass die Stadt in diesem Fall weder ein Beschluss-, noch ein Einspruchsrecht habe. Was in Müngsten geschehe, entscheide einzig und allein der Landesbetrieb Straßenbau NRW auf der Grundlage der Empfehlung der beim Wuppertaler Polizeipräsidenten angesiedelten „Unfallkommission“ der Städte Wuppertal und Rermscheid.

Sofern eine Stadt an den Kosten einer Verkehrsmaßnahme beteiligt sei, könne sie ihrem Vertreter in der „Unfallkommission“ beauftragen, das Votum der Politik dort vorzutragen, fuhr Hein fort. Einwand der Bauausschussmitglieder: In diesem Fall sei die Politik gar nicht gefragt worden, habe der Vertreter der Stadt offenbar nach eigenem Gutdünken entschieden. Aber auch darauf hatte Hein eine Antwort: Die Stadt sei an den Kosten der geplanten Ampelanlage gar nicht beteiligt. Eine unbefriedigende Situation, befand der Ausschuss – und beauftragte die Verwaltung, in der nächsten Sitzung in zwei Wochen

  • zu berichten, wie die Entscheidung der Kommission zustande gekommen ist,
  • die Entscheidungskompetenzen rechtlich abzuklären,
  • die Planung des Landesbetriebs im Detail zu erläutern, eine Anregung von Hans Lothar Schiffer (FDP),
  • die Unfallstatistik zur Kreuzung in Müngsten vorzulegen, eine Anregung von Hans Herbert Wilke (CDU), und
  • der Frage nachzugehen, ob es nicht auch mit einer neuen Vorfahrtsregelung (abknickende Vorfahrt) getan sein könnte, eine Anregung von Alexander Ernst von der W.i.R.

Ein Kreisverkehr sei langfristig sicherlich die vernünftigere Lösung, betonte York Edelhoff (SPD), nachdem in der Sitzung ein Bescheid des Landesbetrieb die Runde Gmacht hatte, das die Niederlassung Essen „die Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes im Einmündungsbereich der L 74 / L 216 geprüft und begründet abgelehnt“ habe. Hein dazu: „Ein Kreisverkehr wäre nur mittels einer großen Brückenplatte und mit erheblichen Mehrkosten machbar. Durch die Lage an Gewässern und in einem Landschaftsschutzgebiet würden sich weitere planerische Probleme ergeben. Zwischenruf von Fritz Heuser (CDU): „In Remscheid werden Kreisverkehre von der Verwaltung fast immer boykottiert.“

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Kommentare

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Michael Dickel am :

Nach meinen Recherchen sind die Stadtgrenzen an dieser Stelle ziemlich genau definiert worden, als es um die Regionale und diverse Gutachten ging. So gilt als Grenze zwischen Remscheid und Wuppertal die Morsbach und zwischen Remscheid und Solingen die Wupper. Die geneigten Leser bitte ich, sich eine Luftaufnahme von Google Earth von dem Kreuzungsbereich anzusehen und sich dann ein Bild zu machen, wo sich die Kreuzung befindet. Wenn ich mich nicht täusche, ist es einzig und alleine Remscheider Gebiet. Und warum dies dort nur mit einer großen Brückenplatte gehen soll, wird der Bauauschuß ja hoffentlich erfahren und auch hinterfragen. Vielleicht ist ja jemand so technisch versiert und legt einfach mal virtuell einen gebauten Kreisverkehr mit ähnlichem Kreuzungsprofil maßstabsgerecht auf diese Karte und schiebt ihn hin und her. Leider sind mir solche Bildmanipulationen nicht geläufig. Natürlich ist es eine Kreuzung einer Land- und Bundesstrasse, und Remscheid hat da nicht zu entscheiden. Aber warum hat es dann die BV Wuppertal ? Warum beteiligt sich Wuppertal finanziell an einer Remscheider Kreuzung?

Michael Dickel am :

Vielleicht hilft auch der Blick in die Vorlage der Drucksache VO/0609/08 der Stadt Wuppertal: http:// www.wuppertal.de/ rathaus/ onlinedienste/ ris/ www/ pdf/ 00096301.pdf (Bei Verwendung Leerzeichen nach / bitte entfernen!!). Auf Seite 2 können Sie alles nachlesen - insbesondere dass beide Kreuzungen, auch die der Morsbachtalstrasse, und der Parkplatz beampelt werden sollen. Ich frage in diesem Zusammenhang allen Ernstes: Will man wieder Wohnwagen auf den Parkplatz stellen und für die richtige Rotlichtbeleuchtung sorgen? Jetzt verstehe ich auch die Größe des Kreisverkehrs. Dann stimmt das natürlich. Und bei der Größe hätte man dann auch sicher noch zusätzliche Ampeln aufstellen müssen, siehe auch Kreuzung Hauptbahnhof.

Michael Dickel am :

Wenn es noch interessiert - hier die fertige Planung der Beampelung. http:// www.wuppertal.de/ rathaus/ onlinedienste/ ris/ www/ pdf/ 00096303.pdf (Leerzeichen nach / bei Verwendung der URL bitte entfernen). So kann sich jeder eine Meinung bilden. Haben das die Remscheider Politiker eigentlich schon gesehen? Nur mal so meine erste Befürchtung. Von Remscheid kommend talwärts ist vor der Kreuzung eine leichte Rechtskurve. Bei einem Rückstau an der Ampel wird es vermutlich zu gefährlichen Situationen kommen, weil nach einer eher ruhigen Fahrt plötzlich Autos auf der Strasse stehen werden.

Chronist am :

Beigeordneter Dr. Christian Henkelmann kündigte gestern im Bauausschuss für die Sitzung am 21. Oktober den Besuch von Uwe Dewes an, neuer Chef der Gummersbacher Niederlassung des Landesbetrieb Straßen NRW. Er werde sich an diesem Tage den Bauausschussmitgliedern vorstellen und bei dieser Gelegenheit zum Kreisverkehr in Müngsten Rede und Antwort stehen.

Marc Blasberg am :

Wie wäre denn folgende (kostengünstige) Möglichkeit, um die (angebliche) Gefahrenstelle zu entschärfen: Die Stadt Remscheid müsste doch noch diverse Starenkästen "im Keller haben", die beim Amtsantritt von Fred Schulz wieder abgebaut worden sind. Warum also nicht auf der Solinger Straße von RS kommend unten (nach der Zufahrt zum neuen Brückenpark-Parkplatz) und auf der Remscheider Str. von SG kommend (nach der Zufahrt zur Müngstener Brücke) jeweils einen Starenkasten aufstellen! Damit würden die Leute sich an 50 km/h halten. Das ist mit Abstand kostengünstiger als Ampeln oder Kreisverkehr (es käme sogar noch was ins Stadtsäckel), und es würde voraussichtlich die Unfallzahlen senken. Zumindest können man es mal ausprobieren und dann vergleichen, wie die Unfallsituation vorher und nachher ist.

Chronist am :

Mit Bezug auf den Waterbölles und den Kommentar von Marc Blasberg hat die Wählergemeinschaft W.i.R. Uwe Dewes angeschrieben, den Chef der Gummersbacher Niederlassung des Landesbetrieb Straßen NRW, und ihn gebeten, am 21.10.2008 im Bauausschuss zu dem Vorschlag von zwei Starenkasten in Müngsten Stellung zu nehmen.

Michael Dickel am :

Gute Idee - alles ist besser als Remscheider Ampeln, vor denen man nutzlos rumsteht und eine trügerische Sicherheit vorgauckeln. Ich hab grün - da kommt schon nichts. Ich bin zwar grundsätzlich gegen diese Ortsunkundigenfallen, aber in diesem Fall sollte man es wirklich erst mal so probieren.

Chronist am :

Kurzfristig hatte der Vertreter des Landesbetrieb Straßen NRW die Teilnahme an der Bauausschuss-Sitzung am vergangenen Dienstag abgesagt. Daraufhin wurde der Tagesordnungspunkt abgesetzt. Zur Frage einer "abknickenden Vorfahrt" heißt es in der (daraufhin nicht mehr diskutierten) Miteilungsvorlage der Verwaltung: "„Eine abknickende Vorfahrt von der B229 in die L74 würde verkehrstechnisch keinen Erfolg versprechen, da dadurch die Ausfahrt aus der L216 erschwert und die Unfallhäufungsstelle gegebenenfalls verschärft würde. Darüber hinaus ist sie rechtlich nicht möglich, da sie ausnahmsweise nur dann angeordnet werden darf, wenn der Verkehr in dieser Richtung so stark ist, dass er sich ohnehin durchzusetzen beginnt. Dies kann im vorliegenden Fall nicht beobachtet werden.“ Nach Fertigstellung der Planung des Kreuzungsbereiches werde man die Anregung bezüglich Grünpfeil und Nachtabschaltung aufgreifen.

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