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Westgrund an die Aktionäre: "Sanierung ist abgeschlossen!"

Aller Neuanfang ist schwer. Das gilt auch für die Remscheider Aktiengesellschaft „Westgrund“. Aber mit Hilfe eines Kreditrahmens der Frankfurter „Corealcredit Bank“ über 50 Millionen Euro sieht Alleinvorstand Arndt Krienen (Jurist, gebürtiger Remscheider Jahrgang 1966) seit März dieses Jahres gute Chancen, „die sich aktuell bietenden attraktiven Einkaufskonditionen bei Wohn- und Gewerbeimmobilien optimal zu nutzen“. Mit der Westgrund AG als Holding und ihren Tochtergesellschaften will er „die gesamte Wertschöpfungskette des Immobiliensektors abbilden“. Das schließt den Erwerb von Wohnungsgesellschaften, Maklerunternehmen und  Projektentwickler ebenso ein wie den Ankauf weiterer Wohnungen (ab 50 Einheiten) und Gewerbeimmobilien, wobei Westgrund „gute Kleinstadtlagen schlechten Großstadtlagen vorzieht“. Ein Projekt hatte die Gesellschaft im vergangenen Jahr fallen gelassen: die Bebauung des ehemaligen Hallenbad-Geländes in Lüttringhausen. Seitdem suchen die Stadtwerke nach einem neuen Investor. Leider bisher vergeblich. Auf der Internetseite der „Westgrund“ heißt es inzwischen, sie betreibe selbst keine Bauträgermaßnahmen.

Abgesehen von einer 4,9-prozentigen Beteiligung an der Remscheider Wohnungsbaugesellschaft GEWAG ist die „Westgrund“ inzwischen im Wesentlichen außerhalb ihres Firmensitzes Remscheid engagiert. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2007 hervor, den Krienen heute Vormittag auf der ordentlichen Hauptversammlung in der „Klosterkirche“ in Lennep den 15 erschienen Aktionären vorlegte. Sie vertraten mit 2.826.035 Stimmen (= Aktien) fast 30 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals. Das meiste davon liegt in der Hand einiger weniger Großaktionäre. Kleinaktionäre spielen bei der „Westgrund“ keine Rolle. Das zeigte sich auch heute wieder: Alle Beschlüsse aus der Tagesordnung wurden ohne Gegenstimmen bei nur wenigen Enthaltungen mit 96 Prozent (und mehr) Ja-Stimmen gefasst, protokolliert von dem Remscheider Notar Klaus Herrmann.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erwarb die Westgrund innerstädtische Mietshäuser (teilweise mit Geschäftsräumen in Parterre) in Ludwigshafen und an der Nordseeküste mit insgesamt 1.250 Wohneinheiten. Sie besitzt derzeit 1.340 Wohnungen mit mehr als 80.000 Quadratmetern, 58 Gewerbeeinheiten und zwei Gewerbeparks mit 36.700 Quadratmetern. Damit erzielte sie im Geschäftsjahr 2007 Netto-Mieteinnahmen von sechs Millionen Euro.Bei den Wohnungen gelang es, die Leerstandsquote von 12,7 auf 10,3 Prozent zu senken. Arndt Krienen: „2007 war ein erfolgreicher Neuanfang. Die Sanierung ist abgeschlossen.“  Anfang 2008 erwarb die Westgrund zu 75 Prozent die Cologne Real Estate GmbH in Köln (mit einer Kaufoption über den Rest). Der Kölner Projektentwickler hat in seiner „Pipeline“ Bürokomplexe, Logistikimmobilien und Einkaufcentren mit einem Investitionsvolumen von mehr als 200 Millionen Euro.

1990 begann die AG als ein Unternehmen der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft mit dem Schwerpunkt auf Immobilien im Bergischen Land.  im November 2007, zwei Jahre nach der Börseneinführung, übernahm  das zur Oetker-Gruppe gehörende Bankhaus Lampe 75 Prozent des Aktienkapitals. Fünfeinhalb Jahre später, im Juni 2006,  übernahm dieses Aktienpaket die Marivag AG, eine Vermögensverwaltungsgesellschaft in der Schweiz. Zwei Monate später verzichtete sie auf 6,5 Millionen Euro Forderungen und verhalf der damit schuldenfreien Westgrund auf diese Weise zu einem Neuanfang. Zumal im selben Jahr die Kölner Unternehmerfamilie Leffin ihre Immoleto GmbH in die Westgrund einbrachte.

Durch den Einstieg dieser beiden Großaktionäre sahen die Experten von "FOCUS-MONEY" im August vergangenen Jahres für die Westgrund-Aktie ein Kursziel von 100 Euro. Tatsächlich kletterte die Aktie in den folgenden drei Monaten bis auf 30 Euro, dann fiel sie wieder stark ab. Seit Dezember dümpelt sie auf einem Niveau unter fünf Euro dahin. Die Notierung heute an der Frankfurter Börse: 3,99 Euro. Steigen Optimisten jetzt ein?

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