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Extremsportler: Manchmal kann man sich nur wundern

Am 1. August, einen Tag, nachdem ein Mann aus Düsseldorf von der Müngstener Brücke gesprungen und in das Geäst eines Baumes gekracht war, weil sich sein Fallschirm nicht richtig geöffnet hatte, wunderte ich mich sehr. Nicht über den „Base-Jumper“, sondern über die Überschrift im RGA: „Rettungskosten zahlt der Steuerzahler“.  Und im Text wurde die Remscheider Feuerwehr mit den Worten zitiert „"Wir werden unsere Kosten nicht in Rechnung stellen." Schlussfolgerung des RGA: „Die bleiben damit beim Steuerzahler!“

Heute nun habe ich mich noch mehr gewundert. Nicht über die Nachricht in der Lokalzeitung, dass der Fallschirmspringer, der am 31. Juli gegen 23 Uhr mit Knochenbrüchen im dunklen Wald gefunden und geborgen worden war, doch 753 Euro zahlen soll (365 Euro an die Remscheider und 388 an die Solinger Feuerwehr). Es hatte sich schließlich um einen Großeinsatz der Feuerwehren aus Remscheid und Solingen (mit 14 Fahrzeugen, darunter geländefähige Unimogs, vier Dutzend Männern und einem Schlauchboot) gehandelt. Gewundert habe ich mich vielmehr darüber, dass sich der Mann bei Oberbürgermeisterin Beate Wilding beschwert hat. Die Bergung mittels Schlauchboot sei unnötig und die Zeit bis zum Eintreffen des ersten Feuerwehrmannes (40 Minuten) viel zu lang gewesen. Der RGA zitiert den verunglückten Jumper mit dem Satz „Über die Höhe der Summe wird zu reden sein.“

Das finde ich auch. Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan sollte noch mal nachrechnen. Denn in der Summe muss er sich vertan haben. Berechnet wurde eine Einsatzstunde; es waren aber zwei.

Und was mich an der Geschichte am meisten wundert: Bei dem Jumper handelt es sich nicht um einen „dummen Jungen“ in der Pubertät, sondern um einen 44 Jahre alten Ingenieur. Mir fällt dazu nichts mehr ein. Ihnen vielleicht?

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Kommentare

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Hans Georg Müller am :

Einem Ingenieur mittleren Alters sollte was Besseres einfallen, um seine Tatkraft darzustellen. Wenn ich abends von Solingen nach Remscheid mit der Eisenbahn fahren will und ab Schaberg geht nichts mehr, weil ein " Brückensportler " aktiv ist und daher die Verbindung gekappt ist, so ist so ein Tun nicht verantwortlich. Wenn dann auch noch etwas schiefgeht, würde ich mich schämen, andere Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. So, - Mist gebaut, und jetzt wird mannhaft bezahlt. Für den Einsatz, der ja nötig war, ist der Tarif zu niedrig.

Carsten Fickenzer am :

Ich bin auch der Meinung, dass die Rechnung für die Einsatzkräfte in diesem Falle erheblich höher hätten ausfallen müssen. Zusätzlich natürlich zur Strafe der Bahn wegen unbefugten Betretens der Brücke. Mir ist es unverständlich, daß hier ein erwachsener, scheinbar "intelligenter" Mensch sich auch noch beschwert, dass er für seine Taten gerade stehen muß. Genau wie anderen Extremsportlern, die sich auf Kosten der Allgemeinheit auch noch Krankenhauskosten bezahlen lassen, sollte die Rechnung schön privat präsentiert werden. Siehe Artikel des Waterboelles vom Dienstag, 10. Juli 2007 "Montainbiker: Für Knochenbrüche kein Schmerzensgeld". Auch hier hatte das Gericht eine gute Entscheidung getroffen. Mich wunderte nur der erste Kommentar der Feuerwehr, dass keine Rechnung geschrieben würde. Ich mußte mich damals schon fragen, wie viele andere: Wieso eigentlich nicht!?

Chronist am :

Die Rechnung der Stadt Remscheid hat der "Jumper" bis heute nicht bezahlt. Das hat den Betrag durch 59 Euro Säumniszuschlaag auf 424 Euro erhöht. Wie der RGA heute berichtet, wird die Stadt die Summe notfalls in den nächsten zwei Wochen durch einen Gerichtsvollzieher eintreiben lassen.

Chronist am :

Inzwischen hat der Brückenspringer aus Düsseldorf die Rechnung der Stadt Remscheid für den Rettungseinsatz bezahlt. Und auch die 388 Euro, die die Feuerwehr Solingen ihm berechnet hatte, wie der RGA heute berichtet.

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