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Erst im Jahre 2015 kehrt an der Deponie endlich Ruhe ein

Nicht als Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB), sondern als Geschäftsführer  der städtischen „Deponiebetriebsgesellschaft Remscheid mbH“ führte heute Nachmittag Michael Zirngiebl die Mitglieder des Umweltausschusses im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, Sand und Geröll über das Gelände der 100-jährigen Müllkippe an der Solinger Straße. Und der Staub, den weiter talwärts eine Planierraupe aufwirbelte und den der Wind nach oben trieb, sorgte dabei für den typischen Geruch von Abfall.

Im kommenden Jahr beginnt die Rekultivierung der Deponie. Foto: Lothar KaiserPlatz ist noch für 140.000 Tonnen. Doch am 15. Juli nächsten Jahres endet die Betriebsgenehmigung. Dann habe die Politik noch sechs Jahre Zeit, sich Gedanken zu machen, was mit den 22,1 Hektar geschehen soll, meinte Zirngiebl. Mindestens so lange werde die Rekultivierung des Geländes dauern. Die Deponiegesellschaft rechnet mit Baukosten von 7,35 Millionen Euro. Für eine Entgasungsanlage („Gasbrunnen“), für Dreinageleitungen, Gewässerausbau, Wegebau (11.000 Qadratmeter Schotter in einer Stärke von 50 Zentimetern), 23.000 Quadratmeter Dichtplanen aus Kunststoff in 2,5 Millimeter Stärke und mineralisches Dichtmaterial von 202.000 Quadratmetern in einer Stärker von 50 Zentimetern. Allein für die oberste Rekultivierungsschicht von 1,50 Metern Stärke müssten 300.000 Kubikmeter Erde bewegt werden, berichtete Zirngiebl. „Für die Anwohner wird also im nächsten Jahr noch keine Ruhe einkehren.“

Leben auf dem Abfall von Jahrzehnten: Eine daumengroße Spinne hat in Gräsern ihr Netz gewebt. Foto: Lothar KaiserIm Juni hatte sich bereits der Bauausschuss mit der Zukunft der Deponie beschäftigt. Damals war der Antrag der Grünen angenommen worden, von der Verwaltung ergebnisoffen prüfen zu lassen, ob sich das Deponiegelände für eine großflächige Solarenergieanlage eigne. Geprüft wird aber auch die Möglichkeit einer Umgestaltung zu einem Freizeitgelände (z.B. Sommerrodelbahn). Schließlich ist der Müngstener Brückenpark nicht weit. Forstamtsleiter Markus Wolff hatte im Juni zwei Drittel der Fläche für eine Wiederaufforstung reklamiert. Zirngiebl heute: „Das Gelände kann für die Stadtentwicklung sehr interessant sein!“ Entscheiden muss die Politik. Nach Vorarbeit der Verwaltung.

Übrigens: Wer weiß, welche Spinne zu Füßen der Besucher ihr Netz wob?

Trackbacks

Waterbölles am : Beim Anblick der Deponie dachte Mähler an Afghanistan

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„Erst im Jahre 2015 kehrt an der Deponie endlich Ruhe ein“, titelte der Waterbölles am 2. September 2008. Das hatte damals Michael Zirngiebl, Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB) und zugleich Geschäftsführer  der städtischen „Deponiebetri

Waterbölles am : Beim Anblick der Deponie dachte Mähler an Afghanistan

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„Erst im Jahre 2015 kehrt an der Deponie endlich Ruhe ein“, titelte der Waterbölles am 2. September 2008. Das hatte damals Michael Zirngiebl, Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB) und zugleich Geschäftsführer  der städtischen „Deponiebetri

Kommentare

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Christoph Imber am :

Ich würde sagen, es handelt sich um Argiope bruennichi, die Wespenspinne.

Lothar Kaiser am :

Danke für den Hinweis. Im Internet habe ich daraufhin eine ganze Seite über das Tierchen gefunden: nafoku.de/spinnen/agriope.htm. Zitat: "Die Wespenspinne dient als Anzeiger für eine langsame klimatische Veränderung. Hat man sie vor 50 Jahren nur im Mittelmeerraum und ansonsten nördlich der Alpen nur in klimatisch begünstigten Bereichen (z.B. dem Kaiserstuhl) gefunden, werden die Tiere heute bereits aus Norddeutschland und den angrenzenden Ländern gemeldet."

Natur-Schule Grund am :

Die Spinne gilt als wärmeliebend und ist im Bergischen Land an sonnenexponierten Stellen erst seit ca. 15 Jahren regelmäßig zu beobachten. Davor kam sie aus dem Rheintal nicht heraus. Die Wespenspinne ernährt sich hauptsächlich von Heuschrecken, weshalb sie ihr Netz zwischen Grasbulten baut. Die Heuschrecken haben hier ihre Hauptbewegungsstrecken und geraten so in das Netz der Spinne. Auffällig am Netz der Wespenspinne ist das "Zickzackband", das vor allem von der Mitte des Netzes nach unten auch an alten, aufgegebenen Netzen zu beobachten ist. Der genaue Sinn dieser Konstruktion ist unklar, aber das Netz ist auf diese Weise auch dann als das der Wespenspinne zu erkennen, wenn sich gerade einmal keine Spinne im Netz aufhält. Die Wespenspinne sitzt übrigens i.d.R. mit dem Kopf nach unten in der Mitte ihres Netzes. (Jörg Liesendahl, pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund)

Hans Gerd Göbert am :

Ich vermute, es handelte sich entweder um eine Wespenspinne oder um eine Eichblatt-Radnetzspinne. Daran kann man aber auch bestens erkennen, was dort alles wächst oder sich relativ schnell ansiedelt, wenn man solch eine Fläche zwar ordentlich absichert, danach aber nicht renaturiert, sondern einfach diese Brachfläche sich selbst überlässt. Der Erfindungsreichtum der Natur wird dann in wenigen Jahren dafür sorgen, dass dieses Gebiet sogar für Besucher von nah und fern interessant sein könnte. Zum Beispiel wären dort Führungen für Schulklassen unter der sachkundigen Leitung der Naturschule Grund möglich. Vielleicht kann man dafür sogar Fördermittel nach Remscheid locken und hätte im Zusammenhang mit dem Brückenpark ein schönes Ziel für einen Tagesausflug. Wofür es meines Wissens so schnell nichts vergleichbares gibt. Was denn statt Wuppertal auch Remscheid wieder mehr in den Vordergrund rücken könnte. Das wäre mein Alternativ-Vorschlag. Man kann natürlich auch Solarzellen dort hinsetzen, die aber bekanntlich vorfinanziert werden müssen. Oder ein kleines Phantasialand, mit einer genialen Verkehrsanbindung, dessen Ende aber bereits vor der Fertigstellung absehbar wäre. Unsere OB und die interessierten Mandatsträger können übrigens am Beispiel der Aufschüttung "Mixsiepen" sehen, wie schnell die Natur reagiert.

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